T.R.I.P. - Bei dem Theaterkollektiv Kulturfiliale wird die Schweriner Innenstadt zum virtuellen Theater
Was bist Du für ein Stalker, Mensch!
von Christian Rakow
Schwerin, 2. April 2013. Das muss er sein, der Gipfel der Verschwendung, der aberwitzige Ausstieg aus jeder auch nur annähernd rationalen marktwirtschaftlichen Verwertungslogik: "T.R.I.P. – Ein Open-World-Game für einen Zuschauer und über tausend Akteure". Soll heißen: Drei Mal am Tag lädt das Künstlerkollektiv Kulturfiliale in seiner vom Fonds Doppelpass geförderten Inszenierung am Mecklenburgischen Staatstheater einen Zuschauer – in Worten: EINEN – auf eine gut zweistündige Reise durch die Schweriner Innenstadt. Macht drei Zuschauer pro Tag. Und auch wenn von den "tausend Akteuren" rundherum nur ein Bruchteil aktiv seine Rolle spielt bzw. zum Produktionsteam gehört, sind es immer noch eine Menge: "Kulturfiliale" mag nach Schlecker-Ruin klingen, aber es fühlt sich an wie purer Luxus.
Sklaven - Andreas Kriegenburg lässt am DT Berlin Spaßterror-Clowns auf fünf Courteline-Einakter los
Hochgezüchtete Freiheit
von Georg Kasch
Berlin, 28. März 2013. Wenn ein Stück in der Schlusspointe "Ein charmanter Abend!" gipfelt, dann muss zuvor die Hölle losgewesen sein. So endet nicht nur George Courtelines Einakter "Die Boulingrins", in der ein Schmarotzer statt aufs erwartete Vorzeigepaar auf ein diabolisches Ehegespann trifft, das nicht nur einander, sondern auch dem Gast das Leben zur Hölle macht. So endet auch Andreas Kriegenburgs Spaßinferno "Sklaven" in den Kammerspielen des Deutschen Theaters: Sieben Hyper-Individualisten und Terrorclowns catwalken auf dem Spiegelboden im glänzend-glitzernden Bühnenkasten herum, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, hinter der Doppeltür auf der Trashhalde aufeinander mit Plastik-Maschinengewehren zu feuern.
Regie: Geheimagentur / Monika Gintersdorfer, Knut Klaßen
Regie: R. Lloyd Newson | DV8 Physical Theatre
Regie: Dominic Friedel
Regie: Gerhard Willert
Regie: Sebastian Nübling / Ives Thuwis
Regie: Christoph Marthaler
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