Rücklagen in drei Jahren aufgebraucht

27. September 2018. "Theater ist ein Zuschussgeschäft, das gilt auch für den 9,5 Millionen Euro schweren Etat des Lüneburger Theaters. Dabei steht die von Stadt und Landkreis Lüneburg getragene Einrichtung, die in der abgelaufenen Saison 2017/18 immerhin 112 000 Zuschauer zählte, sogar noch gut da. 25 Prozent des Etats spielt sie selbst ein. Pro Karte fließen 62 Euro Steuermittel ins Theater, im Bundesdurchschnitt sind es 125 Euro", heißt es in der Allgemeinen Zeitung zur Situation des Theaters in Lüneburg.

Trotzdem sei auch dieses Haus von geplanten Sparmaßnahmen des Landes Niedersachsen im Kulturbereich bedroht – gegen die von Göttingen aus bereits eine Petition initiiert wurde (wir berichteten). Denn die jährlichen Tariferhöhungen, die das Theater als kommunale Einrichtung zahlen muss, seien bisher schon nur durch Preiserhöhungen bei den Eintrittskarten aufzufangen gewesen, in den letzten vier Jahren um 20 Prozent, wird die Pressesprecherin des Theaters Lüneburg Violaine Kozycki zitiert. "Jetzt haben wir noch Rücklagen, aber die werden in den nächsten drei Jahren aufgebraucht sein." Dann müsse das Theater im schlimmsten Fall Insolvenz anmelden.

(sd)

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