Ruiniert

Trier, 10. Dezember 2010. Die Antikenfestspiele in Trier sollen nicht mehr fortgesetzt werden. Wie das Theater Trier mitteilt, sagte Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) bereits am 5. November, dass die hohen Kosten angesichts eines strukturellen Haushaltsdefizits von 60 Millionen Euro kaum zu rechtfertigen seien.

Gerhard Weber, künstlerischer Leiter der Antikenfestspiele und Intendant des Theaters Trier, zeigt sich enttäuscht: „Dies ist ein sehr schmerzhafter Einschnitt für mich und alle Mitarbeiter des Theaters Trier." Trotz hoher künstlerischer Maßstäbe seien die Festspiele nicht so vom Publikum angenommen worden wie erhofft.

Die Festspiele waren 1998 gegründet worden, um Theater in den antiken Stätten (Amphitheater, Kaiserthermen, Porta Nigra) der ältesten Stadt Deutschlands erlebbar zu machen und antike Stoffe zeitgenössisch zu inszenieren. Auf dem Programm standen 2010 unter anderem die Oper "Nerone" von Arrigo Boito in der Inszenierung von Andrea Schwalbach und Sophokles' Ödipus/Antigone als Gastspiel des Schauspiel Frankfurt. Die internationale Kooperation für die Antikenfestspiele 2011 mit einem bedeutenden belgischen Opernhaus stand bereits in fester Planung.

(Theater Trier / geka)

 

 
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