Das Unzulängliche, hier wird's Ereignis

von Nikolaus Merck

Berlin, 14. Dezember 2013. Große Erwartungen am Abend. "Die Übergangsgesellschaft" von Volker Braun am Maxim Gorki, heute nur noch Gorki Theater. Vor einem Vierteljahrhundert ein echter Aufreger. 1988, anderthalb Jahre vor dem Exitus der DDR, sprach der Altkommunist und damalige Intendant des Gorki, Albert Hetterle, auf seiner Bühne den Satz: "Die Revolution kann nicht als Diktatur zum Ziel kommen." Erschrockenes Luftanhalten, als aber nix passierte, war klar: Die Bürosozialisten sind am Ende ihrer Kraft.

Tschechow mit DDR-Realien

Damals hieß der Regisseur Thomas Langhoff, nach der Vereinigung für ein Jahrzehnt Intendant des Deutschen Theaters Berlin. Und das Stück, das die "Drei Schwestern" des Anton Tschechow übermalte, wusste mehr vom Übergang vom Sozialismus in den Kapitalismus, als seinem Autor lieb und bewusst war. Dabei hatte es der nachmalige Georg Büchner-Preis-Träger Volker Braun vollgeräumt mit DDR-Realien, die auf den bevorstehenden Untergang verwiesen. Den vermüllt "verkommenen Ufern" bei Strausberg (bei Heiner Müller entliehen), dem beiseite geschobenen Spanien-Kämpfer mit Knastvergangenheit und anarchischem Herzensblut, der Hoffnungs- und Orientierungslosigkeit der Jungen, den Stasi-Lemuren und volkseigenen Managern mit Kapitalismus- und Terrorträumen. Nur die Moskau-Sehnsucht war noch so frisch wie bei Tschechow, immerhin versuchte Michail Gorbatschow damals gerade die Sowjetunion mit Perestroika- und Glasnost-Tapeten zu verschönern. Le temps perdu.

uebergangsg4 560 thomas aurin uTheatertod: DJ Volkan T. im Rang, Mumien im Parkett © Thomas Aurin

Ein Vierteljahrhundert später hat sich das Gorki zum "postmigrantischen" Theater gewendet und Thomas-Langhoff-Sohn und Intendantinnen-Gatte Lukas Langhoff inszeniert erneut "Die Übergangsgesellschaft". Die Zuschauer sitzen auf der Bühne. Auf der Empore gegenüber referiert DJ Volkan T. den Werdegang des Techno-Erfinders DJ Overground. Doch einerlei ob uptown geschulte Subloops oder new sensation Acid Sound – die Beats tönen haargenau gleich. Übergang war einmal, das neue Heute ist das alte Gestern. Das Publikum ist ein Gemälde, an dem der Malsaal monatelang gearbeitet hat, sagt der Drei-Schwestern-Bruder Walter, gestern Kombinatschef und heute Regisseur und Unternehmer und Leitwolf in einer Person. Das Parkett wird bevölkert von puppig-mumienhaften Stoffkameraden und einem bunten Trüppchen bevorzugt in Kunstleder-Plastikklamotten. Ballermann meets VEB Textil Palla Glauchau. Erinnerungen an eine Revolution, die aus Stalins Gewehren kam. Erinnerung an ein Stück.

"Putz mir die Schuhe, Anarchist!"

Eine Gorki Tour '91 – die Schauspieler tragen das Schild vor sich her – ist geradewegs ins Jahr 2013 marschiert. Leitwolf Walter (Till Wonka) dirigiert, kommandiert und sekkiert. Mal seine Geliebte, die "hampelnde Schauspielerinnen-Fotze" Mette (Marleen Lohse), die nicht mit ihm "ficken" will, mal den "anarchistischen" Onkel Wilhelm (Falilou Seck), der unter Volcan T.'s vibrierendem Techno rhetorisch stumm die Fäuste ballt und damals in Spanien lieber mit Trotzki als mit Stalin hatte marschieren wollen. "Putz mir die Schuhe, Anarchist, wir bezahlen Deine Rente."

So gehen die Zeiten ineinander, durcheinander. Weil alles das im Heute spielt und zugleich in der Erinnerung, denn das Trüppchen mit den drei Schwestern Olga (Elisabeth Blonzen), Mascha (Sesede Terzìan) und Irina (Mareike Beykirch), mit Taner Şahìntürks Schriftsteller Paul Anton (bei Volker Braun einstens halb Heiner Müller, halb Braun selber), mit Franz, dem Stasi-Spitzel (Sebastian Brandes), der hallensisch tobt wie nur der berühmteste seiner Landsleute Hans-Dietrich Genscher damals im Außenamt (was nur die wissen, die den so besonnenen Mann im gelben Pullover seinerzeit aus der Nähe erlebten), der Schauspielerin Mette und dem Mascha-Gatten Bobanz (Simon Brusis) – dieses Trüppchen repräsentiert zugleich auch uns, die Zuschauer. Vom Podest auf der Bühne schaut man auf sie hinab ins Parkett, wie sie ihre Plätze suchen, wie sie husten oder brabbeln und weit voneinander in den Sitzen kleben, als hätt' eine neoliberale Vereinzelungs-Zentrifuge sie ausgespien, und wie sie dann aufs Klingelzeichen Mal für Mal erstarren, als seien sie unversehens ins Marthal verschlagen.

Mit laschen Castorfiaden

Wieder und wieder raffen sie sich auf, versuchen die davonflatternden Textzeilen der Übergangsgesellschaft mit einem neuen Sinn, einem neuen Spiel zu erfüllen – und scheitern. Woran? Am Kapitalismus, irgendwie, weil der lügt, "beschissen" ist und keine Ideen hat, am Theater, sowieso, an den Krankheiten, die die Körper zerfressen – "hier tut es weh" –, an der "Frauennot" (der Männer) oder der Kraftlosigkeit, die es gerade mal erlaubt einen Sessel zu schlachten, den eigenen Gatten Kopf voran durch die Heizungsverkleidung zu rammen oder eine Saaltür einzutreten, aber schon für Glaube Liebe Hoffnung und die Flucht nach draußen nicht mehr hinlangt. So rettet sich die Belegschaft in Castorfiaden (Dauerwiederholungen eines Satzes), Momentanerregungen und Ironisierungen der Neue-Mensch- und Sozialismus-Parolen von anno dazumal. Recht eigentlich jedoch handelt es sich bei dem Unternehmen um eine mutwillige Erwartungs-Enttäuschung, um eine Theater-Absage, teils aus Vorsatz, teils aus Regie-Blödigkeit.

uebergangsg1 560 thomas aurin uVereinzelung gestern und heute: Till Wonka als Kombinatschef Walter (vorn), Falilou Seck als Spanienkämpfer Wilhelm (stehend) © Thomas Aurin

Am Ende tritt der weiße Cowboy (Tamer Arslan), der bis dahin die Szene stumm beobachtet hatte, vors Publikum und erzählt die Mär von der großen Dürre im Land der Esel. Deren betont pointenfreie Pointe geht so: Der junge Esel, der ausgeschickt ward, um Regen zu bitten, findet nach langem Suchen endlich Gott. Aber der versagt ihm das Regen-Wunder. "Du glaubst nicht stark genug. Würdest Du wirklich an ein Wunder glauben, hättet Du einen Regenschirm mitgebracht." Großes Gelächter und Black.

In "Domino", dem Film von Thomas Brasch aus dem Jahre 1982, steht Katharina Thalbach auf der Empore des Berliner Hebbel-Theaters und brüllt ins leere Parkett: "Habt Ihr's immer noch nicht begriffen? Das Alte geht nicht und das Neue auch nicht und jetzt sitzt Ihr da!" 30 Jahre später im Gorki Theater ist es so, als schrien die Schauspieler im Parkett diesen selben Satz zu uns herauf auf die Bühne. Weil aber ihre Stimmen versagten, haben wir immer nur Bahnhof verstanden.


Die Übergangsgesellschaft
von Volker Braun
in einer Spielfassung von Lukas Langhoff und Holger Kuhla
Regie und Bühne: Lukas Langhoff, Mitarbeit Bühne: Justus Saretz, Kostüme: Ines Burisch, Musik: Volkan T., Dramaturgie: Holger Kuhla.
Mit: Tamer Arslan, Mareike Beykirch, Elizabeth Blonzen, Sebastian Brandes, Simon Brusis, Marleen Lohse, Taner Şahintürk, Falilou Seck, Volkan T., Sesede Terziyan, Till Wonka.
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

www.gorki.de

 

Kritikenrundschau

Hartmut Krug schreibt auf der Online-Seite des Deutschlandfunks (15.12.2013): Lukas Langhoff und sein Dramaturg Holger Kuhla ließen nicht Volker Brauns Stück, sondern eine eigene "Spielfassung" spielen. Die nehme dem Stück "weitgehend" sein "intellektuelles Fragepotenzial". Stattdessen "albert sich" die Inszenierung unter heftigem Originalitätsdruck "mit viel Geschrei und von Wiederholungszwang geprägten Castorfiaden" durch einen Text, der sich in seinen Bedeutungen nicht erschließe. "Wenig Genaues" erführen wir von "den Problemen der Figuren", viel von ihrem "inneren Druck". Langhoffs Inszenierung verweigere sich allen Erwartungen und scheitere, "weil sie an die Stelle von Brauns Text ein eigenes assoziatives Anspielungs-Gestammel setzt".

Nach "anderthalb irritierenden Stunden" fragt Andreas Schäfer sich im Tagesspiegel (16.12.2013): "Warum nimmt sich der Sohn den Stoff des Vaters vor und stellt sich vorsätzlich dem Vergleich mit einer Arbeit, an der selbst das Neue Deutschland 1988 Thomas Langhoffs 'ausgeprägten Sinn für subtile Stimmigkeit der Szene und für beredte realistische Details' lobte?" Worauf man an diesem Abend tatsächlich vergeblich gewartet habe: auf eine wie auch immer geartete Interpretation. "Kann sein, dass wir der an sein Ende gekommene Turbokapitalismus sein sollen", schreibt Schäfer, das spiele aber eigentlich keine Rolle, "denn bald weiß man, dass die Geschichte weder vor noch nach dem Mauerfall spielt, sondern in der Zeitlosigkeit von Kalauerhausen."

"Was bei Braun ein weit ausgebreitetes Gestrick gegensätzlicher Typen und Ansichten ist, das aufs Zerreißen, auf Veränderung (Übergang) zielt, das ist bei Langhoff/Kuhla bloß noch Nölen", schreibt Reinhard Wengierek in der Welt (16.12.2013) und zitiert: "Der Mensch ein fieser Sack. Die Kerle Machos, die Weiber zum Ficken. Das Theater nichts als ein Plapper- und Verarsche-Betrieb. Demokratie bloß Akzeptanz eines Spiels." Wo, fragt Wengierek sich, bleibt da die schlichte Einsicht, dass das Gorki und sein Umfeld sehr anderes sind als anno 1988? Solcherart gesellschaftlicher Übergang falle flugs aus. "Das Theater der Väter, das etwas sagen will und zu sagen hat, wird von den Söhnen nicht etwa kühn ermordet, sondern zum Gesülze reduziert." So gehe der Übergang des Politischen "ins Banale, auch Blöde".

Für Dirk Pilz hat man es "mit dem seltenen Fall einer Inszenierung zu tun, die aufsehenerregend bräsig, eintönig und nichtssagend, darin aber ungemein aufschlussreich ist". Man wisse nach diesem anderthalbstündigen Abend sehr genau, was das Theater kann, schreibt Pilz in der Berliner Zeitung (16.12.2013), "gerade weil es hier nicht gekonnt wurde". "Und wir nehmen natürlich an, dass genau dies gewollt wurde." Lukas Langhoff habe "Die Übergangsgesellschaft" zum Stück über die welt- und subjektverändernde Kraft des Theaters gemacht, "die es einst bei Volker Braun und seinem Vater noch hatte, jetzt aber – zum bloßen dahininterpretierenden Etwas geworden – eingebüßt hat". "Eine Bankrotterklärung, die als Theaterliebeserklärung gelesen werden möchte." Aber wo aus Volker Brauns Stück die verzweifelte Hoffnung auf eine andere Zukunft spreche, spreche aus Lukas Langhoffs Inszenierung der Zynismus, "die Arroganz der Horizontlosigkeit".

Für Irene Bazinger umschreibt der Begriff Vatermord Lukas Langhoffs textliche Bearbeitung und szenische Umsetzung der "Übergangsgesellschaft" "höchst unzulänglich". Das Originaldrama sei bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, schreibt Bazinger in der FAZ (16.12.2013). "Die Zuschauer sitzen auf der Bühne, die zehn Darsteller quälen sie und sich als durchgeknallt heutige, plump blödelnde Plappertaschen." Bazinger macht's kurz und warnt: "Völker, hört die Signale: Das hier ist nicht bloß ein kleiner Etikettenschwindel, es ist ein absichtlicher, waschechter und genau kalkulierter schamloser Betrug am zahlenden Publikum."

Lukas Langhoff beweise, dass sich Regieerfolge schlecht vererben lassen, findet Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung (19.12.2013). "Schon die Idee, diesen sehr an seine Entstehungszeit gebundenen Text reanimieren zu wollen, ist skurril: Das von Braun formulierte Gefühl lähmenden Stillstands in einer überlebten, innerlich ausgehöhlten Ordnung ist nicht unbedingt das Problem der beschleunigten Gegenwart." Als wäre das auch dem Regisseur im Probenprozess aufgegangen, mache er gar nicht erst den Versuch, das Stück zu erzählen. Fazit: "Das Theater kreist selbstverliebt um das Theater. Die neunzig Minuten ziehen sich, und man fragt sich, ob die Leute am Maxim-Gorki-Theater keine anderen Sorgen haben, als ihre Zeit mit solchen Selbstbespiegelungsscherzen zu vergeuden."

 

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Kommentare

Kommentare  
#1 Übergangsgesellschaft, Berlin: museal und mumifiziertSascha Krieger 2013-12-15 16:52
Der Abend erzählt von erstarrter Geschichte, von der Beliebigkeit des Vergangenen, seiner Unfähigkeit zu uns zu sprechen. Mumien bevölkern die Sitzreihen, später werden sich die Figuren selbst in solche verwandeln. Eine solche Mumie ist auch Brauns Stück, das hier bestenfalls musealen Charakter gewinnt. Wie aus Langeweile pflücken die hier Wartenden das eine oder andere Dialogfragment aus dem Text, streifen sie kurz die Rollen des verlorenen Altkommunisten Wilhelm, seines karrieristischen Sohnes Walter, des Schriftstellers Paul Anton oder der dem Tschechow-Vorbild entnommenen drei Schwestern über, doch die Konflikte, die jene noch umtrieben sind längst leere Phrasen geworden, bestenfalls Material für dramatisch effektvolle Ausbrüche oder slapstickhafte Distanzierungen. Das, was da verhandelt wird, interessiert nicht. Sozialismus? Kapitalismus? Egal. Das alles ist so erstarrt wie wir, einziger Antrieb für so etwas wie Handlung ist das wiederholte Klingelzeichen. Hier wird nur noch gespielt, was, weiß man schon lange nicht mehr, warum, interessiert ohnehin keinen. Hier ist weder eine Übergangs- noch eine Untergangsgesellschaft zu sehen, nur noch musealer Zeitvertreib. Und so infiziert sich diese Geschichtsabsage schnell selbst mit der zur Schau gestellten Beliebigkeit, kann sie die Frage, warum das hier aufgeführt wird, nicht beantworten, stellt sie immerhin die Erkenntnisverweigerung offen aus. Die Kämpfe der Vergangenheit, sie interessieren nicht weiter. Das ist wenigstens ehrlich, weiter führt es nicht.

Komplette Kritik: stagescreen.wordpress.com/2013/12/15/zuschauer-im-museum/
#2 Übergangsgesellschaft, Berlin: wie traurigInga 2013-12-15 17:54
Echt? So ganz und gar geschichtsvergessen? Mhmh. Hat Lukas Langhoff sich jetzt ganz und gar von seiner eigenen (Familien-)Geschichte abgeschnitten? Komisch. Ich verstehe ja durchaus, warum dieses Stück so interpretiert werden könnte. Weil, laut z.B. auch Daniel Bensaid, die Protagonisten des Kalten Krieges - Kapitalismus gegen Kommunismus/Sozialismus - verblassen vor dem angeblichen Jahrhundertkampf zwischen Demokratie und Totalitarismus. Aber hinter diesem vorgeblichen Kampf steckt doch weiterhin die für den öffentlichen Raum ganz wesentliche Frage, wozu eigentlich Demokratie, wenn diese Form nur noch eine leere Hülle für den global durchgesetzten, neoliberalen Kapitalismus ist. Also, ab jetzt dann nur noch Berghain-Techno bzw. metaphysische Obdachlosigkeit? Wie traurig.
#3 Übergangsgesellschaft, Berlin: VerweigerungsnichtkönnenÜbergangszuschauer 2013-12-15 22:34
Es war das Grauen. Dummes Theater, das so tut, als würde es sich verweigern, aber es einfach nicht kann.
#4 Übergangsgesellschaft, B: TheaterskandalCapa-kaum 2013-12-16 13:20
In Wirklichkeit ist das Ganze ein veritabler Theaterskandal (von der Schauspielerei bis zum Zerstören von Einrichtung) und mir diesmal nicht mal wert, einen Blogbeitrag darüber zu schreiben. Zur Klarstellung: Es geht mir nicht um die "pure Hochkultur", die Unter den Linden geboten werden sollte, sondern um gutes Handwerk, um kreatives Können und nicht um bloßes Anderssein-Wollen, das natürlich seinerzeit in der Naunynstraße gut am Platz war.
#5 Übergangsgesellschaft, B: Keule drin lassenSascha Krieger 2013-12-16 14:09
Ach, bitte nicht die Skandalkeule. Der Abend ist eine misslungene Inszenierung, nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.
#6 Übergangsgesellschaft, B: WechselhoffnungGuttenberg 2013-12-16 15:38
Schade um das ganze schöne Geld. Was hätte Herbert Fritsch damit alles angestellt. Und der Dilettantismus war doch schon im Ballhaus Naunynstraße zu sehen. Ich halte das Gorki-Theater echt nicht mehr aus. Hoffentlich kommt bald ein Wechsel. Stöhn. Gähn. Ärger. Kleinkünstlerbewahranstalt.
#7 Übergangsgesellschaft, B: Vorschlag zur Güteeduard 2013-12-16 19:43
macht kaputt was euch kaputt macht!
#8 Übergangsgesellschaft, B: besorgniserregendSascha Krieger 2013-12-16 19:58
Bin ich eigentlich der einzige, der es besorgniserregend findet, wie hier (nicht zum ersten Mal) postmigrantisches Theater und Dilettantismus gleichgesetzt werden?
#9 Übergangsgesellschaft; B: fehlende Basiskenntnisse?Hans 2013-12-16 21:08
Wer von Hochkultur redet hat 35 Jahre Wissenschaftsgeschichte verpasst und sollte noch mal in eine Bildungsinstitution gehen. Das Dilettantismus gerede klingt in diesem Zusammenhang wie Neid. Traurig das sich das Niveau der Kommentare schon so weit unten ansiedelt, dass ich nur feststellen kann,es lohnt sich nicht mit Personen zu diskutieren die noch nicht einmal Basis kenntnisse besitzen.

Allerdings scheinen die Kommentarschreiber ja so mitgenommen zu sein, dass man sich das Stück ansehen muss, weil es die Gemüter so berührt.

Ich glaube nicht das es einen Wechsel gibt. Gewöhnt euch daran oder sucht euch eine andere Abendbeschäftigung oder noch besser zieht in eine andere Stadt. Berlin kann solche Enggestirne nicht gebrauchen.
#10 Übergangsgesellschaft, B: bodenlose UnterstellungGuttenberg 2013-12-16 22:08
@9: Lieber Hans, das Argument: "Zieht in eine andere Stadt" hatten wir schon ein paarmal in Berlin. Es waren keine geistvollen Epochen, die zur Nachahmung einluden.

@ 8: Lieber Herr Krieger: Sie ideologisieren. Tschechow hat mal gesagt, es gibt keine modernen und keine altmodischen Bücher, sondern nur gute und schlechte. Das gilt auch für das postmigrantische und nichtpostmigrantische Theater. Kein Mensch würde was gegen Fatih Akins "Gegen die Wand" oder Feridun Zaimoglus "Othello" (Münchner Kammerspiele) oder "Dede Korkut" sagen. Armin Petras hatte mit Michael Klammer einen wunderbaren Schauspieler mit Migrationshintergrund im Ensemble.

Selbstverständlich bleibt es jedem Zuschauer und jeder Zuschauerin unbenommen, sein/ihr Qualitätsurteil selbst zu fällen. Aber im Falle des Nichtgefallens ein rassistisches Junktim zu unterstellen, ist bodenlos.

Ich sehe ein, dass Anfänge immer mit Risiko und Scheitern verbunden sind und man nachsichtig sein muss. Aber nach vier Produktionen, die ein paar mehr oder weniger ausgelatschter Allerweltsklischees, die als "migrantisch" ausgegeben werden, aus der Tages- und Boulevardpresse wie Marmelade über ein paar Klassiker und Bestseller schmieren, muss ich sagen: ja ich suche mir eine andere Abendbeschäftigung. Im Theater will ich nämlich nicht nur erleben, was ich sowieso an jedem Stammtisch hören kann. Selbst wenn Hans argumentiert, dass dies der Stand der wissenschaftlichen Diskussion sei. Behaupten kann man Vieles. Shermin Langhoff ist in Wahrheit Ariane Mnouchkine. Beweis: Sie beschäftigt SchauspielerInnen mit Migrationshintergrund.
#11 Übergangsgesellschaft, B: gibt's auch Bouletten Theater?Hans 2013-12-16 23:10
Ich habe nicht von einer Behauptung geredet sondern von einer Tatsache Herr Guttenberg. Ich bin sozusagen vom Fach sie anscheinend nicht.

Das Migranten Theater bezeichnen die Medien und die Personen wie sie. Können sie mir erklären was das über die Theaterform aussagt. Ich nicht. Oder gibt es auch Frauen Theater und Deutschen Theater und Mc Donalds Theater oder Bouletten Theater und sind das unsere Theaterfachbegriffe womit wir Theater definieren. Wohl kaum.

Was hat Übergangsgesellschaft mit Migranten zu tun. Habe ich nicht verstanden.

"Lieber Hans, das Argument: "Zieht in eine andere Stadt" hatten wir schon ein paarmal in Berlin. Es waren keine geistvollen Epochen, die zur Nachahmung einluden."

Ich kann deutlich zwischen ihren Zeilen lesen das sie die geistvollen Epochen anscheinend im geiste noch nicht überwunden haben. Damit meine ich Rechtspopulistische Tendenzen zwischen ihren Zeilen heraus zu lesen. Wer mit solchen Begrifflichkeiten so umgeht hat von der Debatte und der Funktion des Theaters nicht verstanden.

Gute Nacht
#12 Übergangsgesellschaft, Berlin: gar nichtsam 2013-12-17 00:02
Lukas Langhoff kann überhaupt keine Stücke inszenieren. Er will es auch gar nicht. Er kann Stücke überhaupt nur verweigern. Und das mal interessanter und mal vollkommen unbedeutend. (...)
#13 Übergangsgesellschaft, Berlin: vergessenGuttenberg 2013-12-17 00:25
@ 11: Lieber Hans,
Sie haben in der Liste dessen, was ich nicht verstanden habe, die Hauptsache vergessen: Sie.
#14 Übergangsgesellschaft, Berlin: geschlossene Foren?Dramaturgin 2013-12-17 01:32
Liebe nachtkritik-Redaktion,
die Diskussionen, die um das Thema des postmigrantischen Theaters kreisen, entgleiten immer wieder. Vielleicht ist das hier der falsche Ort; vielleicht verführt die Anonymität in der Tat zu erschreckenden Respektlosigkeiten. Auch ich (eine Dramaturgin, über diesen Berufsstand haben wir ja an anderer Stelle Aufschlussreiches erfahren), getraue mich nicht, meinen Namen zu nennen,
Vielleicht sollte man wirklich für diese sensiblen Themen geschlossene Foren anbieten, in denen mit eigenem Namen argumentiert wird? Und möglichst - entschuldigen Sie bitte, Hans, dass finden Sie vielleicht elitär, aber sie sind es, der das Niveau beklagt: auf einem anderen sprachlichen und grammatikalischen Niveau, als Ihr Beitrag zeigt.
Aber vor allem geht es mir um das Inhaltliche: Ich finde schon Beitrag 8 fragwürdig, aber dass 'Guttenberg' nun auch noch rechtspopulistische Tendenzen so offen unterstellt werden, ist unsäglich. Begeben wir uns hier nicht auf das Niveau von Publikationen, die wir eigentlich kritisieren sollten?
Wir sollten nicht vergessen, dass nachtkritik die wichtigste Plattform der deutschsprachigen Theaterszene im Netz ist; ich befürchte, wir schaden dem Ansehen des Theaters in unserer Gesellschaft, wenn Theatermacher und Theaterfreunde sich auf diesem Niveau auseinandersetzen.
#15 Übergangsgesellschaft, Berlin: Stammtischniveauherrmann 2013-12-17 02:07
Lieber Hans,
das ist nicht mehr diskussionswürdig, wie Sie hier rumpolemisieren. Sie erweisen dem Gedanken eines emanzipatorischen Anspruchs auf und abseits von Bühnen einen Bärendienst.
Auch wenn man noch so sehr glaubt im Recht zu sein, muß man wohl aushalten dies auch mal respektvoll argumentativ untermauern zu müssen. Alles andere ist, wie Guttenberg schon treffend gesagt hat Stammtisch-niveau.
#16 Übergangsagesellshaft, Berlin: Insidergetösejaja 2013-12-17 05:44
Ich verstehe das nicht. Ich würde gerne mal lesen, worum es in einer der besprochenen Theateraufführung geht. Mit dem "Gehen" meine ich Inhalte/Themen, die da behandelt werden und nicht ein Gelingen von, äh, DingsundBums und Insidergetöse. Meistens wird in diesem Forum über irgendetwas gestritten.... was ich, als Leser gar nicht nachvollziehen kann.
#17 Übergangsgesellschaft, Berlin: Ziel erreichtTim 2013-12-17 15:02
Also ich bin gerade mal über sämtliche Kommentare geflogen und muss mich doch insgesamt sehr wundern. Ein Theaterstück das eine solche Diskussion über ein politisches Thema auslöst, hat doch den eigentlichen Sinn und die Funktion von Theater erfüllt, völlig unabhängig von der "Hülle" in das es verpackt wurde. Wieso werden die eigenen Erwartungen an ein Stück, an einen Theaterabend so in der Vordergrung gerückt, dass dies nicht mehr gesehen wird?
Kunst und somit auch das Theater sind doch geschaffen, um uns in emotionale Zustände zu versetzen die uns dazu anregen über Themen zu diskutieren und nachzudenken. Das wurde, so scheint es mir, ausreichend erfüllt. Die Diskussion zeigt doch nur, auch wenn sie leider oft die sachliche Ebene verlässt, das nachwievor noch ausreichender Bedarf an Aufklärung und Sensibilität besteht für das Thema "Migration". Ob das Thema nun direkt angesprochen oder gezeigt wurde, spielt doch keinerlei Rolle, wenn es eben zu einer solchen, vielleicht befruchtenden Diskussion, führen kann.
Es stellt sich mir daher auch immer wieder die Frage für wen Theater eigentlich sein soll? Exklusiv für diejenigen die die "Experten" sind, die mit Erwartungen ein Stück sehen und sich bereits mit einem Thema, einer Problematik auseinander gesetzt haben, oder vielleicht soll es auch diejenigen inkludieren, für die das nicht der Fall ist.
Ich habe das Stück leider bisher nicht sehen können, fand aber die Art und Weise mit der hier argumentiert wurde, oder besser auch beleidigt wurde derart abschreckend, dass ich meine Meinung äußern wollte. Ich werde mir aber das Stück ansehen, da es scheinbar zu einer sinnvollen Diskussion zum Thema "Migration" anregen kann.
#18 Übergangsgesellschaft, Berlin: gefährlichCapa-kaum 2013-12-17 15:07
@Hans Das finde ich sehr seltsam, wie Sie argumentieren, dabei Ansichten schräg verpolitisieren und gleich die "Rechtspopulisten-Keule" auspacken. Zu Ihrer Erinnerung: Frau Langhoff hat vor der Spielzeit übrigens selbst in fast jedem Interview von ihrem "postmigrantischen Theater" gesprochen. P.S.: Menschen, die keine andere Meinung zulassen wollen, erscheinen mir gefährlich...
#19 Übergangsgesellschaft, Berlin: individuell-authentische Note?Inga 2013-12-17 18:54
Ich werde mir die Inszenierung vielleicht auch noch anschauen, weil ich mich gerade frage, was da eigentlich thematisiert wird. Ob es ein Konzept gibt. Oder ob die konsumistische Erwartungs- bzw. Rezeptionshaltung jedes einzelnen Zuschauers das Konzept ist. Es gibt da ja so zwei Standard-Perspektiven auf "das Postmigrantische". Entweder wird es romantisiert: ein gegenüber der Zukunftssorge des europäisch-amerikanischen Typus unbesorgtes, natürliches Leben. Oder aber es wird über eine Art narzisstischer Mitleidsmoral als "das Schwache" bzw. "das Opfer" bemitleidet: das verhungernde Kind. Beide Haltungen verfehlen den Menschen bzw. die Beziehung zwischen Menschen. Und vielleicht wird der Zuschauer - inklusive des Kritikers - hier auch genau deswegen vor den Kopf gestoßen, weil er sich schon ein Bild gemacht hat. Ein Vor-Bild. Was ja auch normal ist, weil jede/r beim Lesen eines Stückes erstmal ganz eigene Bilder entwirft. Die Frage ist nun: Kommen bzw. wie kommen die Bilder der eigenen und der dem Eigenen fremden Lesart zusammen? Wenn ich das von Dirk Pilz beschriebene Musikbeispiel nehme, dann frage auch ich mich, was das eigentlich soll. Den totalen Nihilismus ausstellen? Oder den DJ anstelle eines Gottes setzen? Bloß, warum bzw. gibt es im Techno tatsächlich keine individuell-authentische Note, mit der (auch) die eigene Geschichte erzählt werden kann? Und was sagen die Coen-Brüder ("Inside Llewyn Davis") dazu?: "Es ist seltsam mit Musik, sie wandert von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Und man selbst bewegt sich wieder zurück in der Zeit." Mit Texten kann man sich doch auch vor- und zurückbewegen, oder? Inklusive Gefühl. Oder geht das etwa nicht? Spiegeln die Schauspieler hier die angenommene Leere ihrer Zuschauer? Und/oder ebenso die eigene Leere? Und wie kommen "wir" da wieder raus, aus dieser unendlichen Gleichgültigkeit der Galaxien über uns? Muss ja nicht in uns sein. Kann aber.
#20 Übergangsgesellschaft, Berlin: Migrantenthema nicht überstülpenFerdinand 2013-12-17 21:16
Dieser Abend thematisiert in keiner Weise das Migrantenthema. Man sollte dem Gorki weder recht noch unrecht tun, wenn man jetzt über jeden Abend dieses Thema stülpt. Zumindest in der eigenen Rezeption.
#21 Übergangsgesellschaft, Berlin: Bitte zur Sache!Nicht gesehen, aber 2013-12-17 23:06
Liebe Inga,

ich schreibe hier eher selten, lese aber etwas mehr. Und ich muss es an dieser Stelle einfach mal sagen: Bitte, BITTE!, schreiben Sie doch keine "Ich habe die Inszenierung nicht gesehen, aber…"-Kommentare mehr. Diese Wissenswürste, die Sie hier regelmäßig völlig ahnungslos in die Kommentarspalten pressen, versauen zumindest mir – neben dem zu Recht beklagten Niveau – jegliche Lust hier weiter bzw. mit zu lesen. Also nochmal abschließend und deutlich: Zur Sache, Inga! Sonst Finger still halten!
#22 Übergangsgesellschaft, Berlin: unqualifiziertFerdinand 2013-12-18 14:42
Vollste Zustimmung zu Kommentar 21! Es mutet dermaßen unqualifiziert an und ist eigentlich nicht tragbar, eine Meinung über eine Inszenierung kundzutun, ohne sie gesehen zu haben. Im Grunde ist es tendenziös und damit perfide oder es ist dumm und damit lediglich dumm.
#23 Übergangsgesellschaft, Berlin: warum so aggressivInga 2013-12-18 15:04
@ Nicht gesehen, aber: Aber warum gleich so aggressiv? "Wissenswürste"? "Ahnungslos"? "Finger still halten"? Andere machen das hier doch genauso, z.B. Tim. Ist das denn verboten?

(Werte Kommentatoren,
bitte verstricken Sie sich jetzt nicht in Privatscharmützel, sondern kommen Sie zum Thema – zur Inszenieurung – zurück.
Andernfalls behalten wir uns vor, die Kommentare nicht zu veröffentlichen.
Freundliche Grüße,
Anne Peter / Redaktion)
#24 Übergangsgesellschaft, Berlin: Auch Utopien alternGuttenberg 2013-12-18 16:15
Hab gerade "Übergangsgesellschaft" gelesen (abgedruckt in Theater heute 1989/4).

Wenn man den Diskurs, den die Stückfiguren über die Hoffnungen führen, die in der DDR mal in den realen Sozialismus gesetzt wurden, auf die Hoffnungen überträgt, die wir heute mit dem postmigrantischen Diskurs verbinden, hätte das ein GRANDIOSES PROJEKT der Selbsterforschung des eigenen Anspruches werden können.

Warum hat das Gorki-Theater diesen Ansatz gescheut oder ist gar nicht auf die Idee gekommen, dass auch seine Utopien "altern" können? Fehlt es ihm etwa an der Bereitschaft zu echter Selbstkritik? Am Mut zur echten Prüfung der eigenen Phrasen?

Ich will endlich wieder experimentelles Theater sehen, das Fragen stellt und Positionen überprüft statt Texte und Zeitgeist-Jargon bebildert.
#25 Übergangsgesellschaft, Berlin: gerade noch eine der besten Adresseneduard 2013-12-20 14:37
so viele gedanken zu so viel arroganz (...) auf der bühne (...)!
warum werde ich das gefühl nicht los, dass alles was im maxim gorki theater entstand und noch ist, mit füssen getreten und zerfeiert wird?!
das mgt war gerade noch eine der besten theateradressen!
#26 Übergangsgesellschaft, Gorki Berlin: die Frage nach dem WarumSascha Krieger 2013-12-20 17:18
Herr Guttenberg, ich bin es nicht, der hier an der Realität vorbei pauschalisiert. Am Gorki gab es in der neuen Intendanz bessere und schlechtere Inszenierungen, darunter richtig schlechte und richtig gute. Wenn sie nun einfach sagen, hier triumphiere der Dilelttantismus, und das durchgehend, und das auch noch auf das Ballhaus (ohne Ausnahme!) ausdehenen, dann ist das nicht anders zu lesen als eine grundlegende ablehung des postmigrantischen Theaters an sich - und da stellt sich bei mir durchaus die Frage nach den Warum.

@eduard: Das Gorki ist mehr denn je eine der besten adressen Berlins, machen sie sich da mal keine Sorgen.
#27 Übergangsgesellschaft, Gorki Berlin: wirft Fragen aufS. 2013-12-20 19:18
@ guttenberg

Also man weiß nicht, wieviele Inszenierungen Sie bisher am neuen Gorki gesehen haben, aber ob im Kirschgarten oder vor allem im neuen Studio, hier kann man objektiv gesehen wirklich nicht davon reden, dass keine Fragen aufgeworfen bzw. insbesondere Positionen überprüft würden. Man weiß auch nicht, was Sie mit Texte bebildern meinen. Das tut Theater nun ja in jedem Fall.
Über die Qualität zu diskutieren ist einen andere Sache. Das könnte man wahrlich auch fundierter, als es hier von einigen Herrschaften durchgeführt wird.
Ich kann die Übergangsgesellschaft (nach dem Kirschgarten die zweite Inszenierung, die ich gesehen habe) deshalb empfehlen, gerade weil unendlich viele Fragen aufgeworfen werden. Dass es in MEINEN Augen wahrlich kein großer Theaterwurf ist, mag eine andere Sache sein. Deshalb muss ich aber nicht gleich ein ganzes Theater in die Wüste schicken wollen.
#28 Übergangsgesellschaft, Gorki Berlin: erstaunliche HermeneutikGuttenberg 2013-12-20 19:22
@ 26:
"dann ist das nicht anders zu lesen als eine grundlegende ablehung des postmigrantischen Theaters an sich"
Das ist vielleicht eine Hermeneutik. Sie schließt das "mutatis mutandis" aus...
#29 Übergangsgesellschaft, Berlin: amüsant und interessantFrank 2013-12-23 15:03
Ich war amüsiert, dem Stück wurde zwar die eigene Dramaturgie genommen und durch keine andere ersetzt, aber die völlige Absenz von Entwicklung, Fortschritt und auch Erlösung oder Freiheit ist schon deutlich gemacht und permanent in der Luft liegend.
Das Ensemble agiert relativ heterogen, aber nur in Bezug auf die Spielweise, nicht die Qualität.
Interessant allemal!

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