Medien, Wirklichkeit, Kritik

30. Januar 2014. Die Schriftstellerin Kathrin Röggla tritt im Juni 2014 die dritte Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik der Universität des Saarlandes an. Vor ihr erhielten die Dokumentartheatergruppe Rimini Protokoll und der Autor und Regisseur Roland Schimmelpfennig diese ausschließlich für Dramatik eingerichtete Auszeichnung.

Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und gehört zu den profiliertesten Prosa- und Dramenautorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mehrfach war sie mit ihren Texten zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, zuerst 2006 mit dem Recherchestück über Privatinsolvenzen "draußen tobt die dunkelziffer". Mit "Die Beteiligten" (Regie: Stefan Bachmann) gastierte sie 2011 auf dem Berliner Theatertreffen. Jüngst kam ihre Sammlung von Essays und Dramen "besser wäre: keine" als Buch heraus, das nachtkritik.de besprach.

"Die Auszeichnung mit der 3. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik ehrt eine Autorin, die Literatur als zentrales Mittel begreift, um gesellschaftliche Wirklichkeiten ebenso wie deren mediale Vermittlung zu analysieren und zu hinterfragen. Literatur definiert sie dezidiert als Medium der Gegenwartserkenntnis, als Mittel der Aufklärung und des Widerstandes gegen selbstverständlich scheinende Strukturen einer neoliberal geprägten gesellschaftlichen Realität", heißt es in der Pressemitteilung des Saarländischen Staatstheaters, das die Poetik-Dozentur für Dramatik gemeinsam mit der Universität des Saarlandes, der Landeshauptstadt Saarbrücken und der VHS Regionalverband Saarbrücken mit Unterstützung der VSE AG gegründet hat.

(Saarländisches Staatstheater Saarbrücken / chr)

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