Theaterbrief aus London - Thomas Stoppards neues Stück "Leopoldstadt" am Wyndham's Theatre in London
Die Geschichte, die niemals zu Ende erzählt ist
Theaterbrief aus Ungarn - Eindrücke vom Dunapart-Festival der unabhängigen Theater und einem Kulturbetrieb in Aufruhr
Tage des Zorns
von Esther Slevogt
Budapest, im Dezember 2019. Der Mann, der da in grünem Trachtenswams auf der Bühne des Fészek Müvészklub in witzigster Giftzwergmanier sein Unwesen treibt, gegen alles und jeden (und besonders natürlich die Orbán-Regierung) wütet, dabei seine Schauspieler terrorisiert, sexuell nötigt und einen am Ende gar enthauptet, heißt Béla Pintér und gehört zu Ungarns berühmtesten freien Theatermachern. Als solcher aber ist er dieser Tage so etwas wie ein letzter Mohikaner. Viele der Theatercompagnien, die das ungarische Theater in den Jahren um die Jahrtausendwende europaweit berühmt machten, haben sich unter dem Druck der Verhältnisse aufgelöst oder arbeiten kaum noch in Ungarn, darunter die Truppen von Viktor Bodó und Arpád Schilling. Pintér jedoch hat mit seiner Compagnie den kulturpolitischen Erdrutsch, den die Jahre nach dem zweiten FIDESZ-Wahlsieg im Jahr 2010 mit sich brachten, überlebt und kann nun das 20. Jubiläum feiern.
Theaterbrief aus Kiew (2) - Besuch beim "Dialog der Kulturen"-Treffen der European Theatre Convention in Kiew
Aufbruchstimmung trotz Krieg
von Oliver Kranz
6. Januar 2018. Seit vier Jahren organisiert das europäische Theaternetzwerk ETC (European Theatre Convention) das Projekt Theater ist Dialog – Dialog der Kulturen, mit dem Theatermacher in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern unterstützt werden. Im Dezember wurde bei einer Konferenz in Kiew Bilanz gezogen: Mehr als 40 ukrainische Theatermacher wurden schon zu Künstlerresidenzen nach Europa eingeladen. Sie arbeiteten an elf Theatern in vier verschiedenen Ländern. Außerdem wurden Gastspiele organisiert und europäische Theaterleute und Festivalmacher zu einem Showcase der ukrainischen Bühnen nach Kiew eingeladen.
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