Medienschau: Ostthüringer Zeitung – Intendant Kay Kuntze über den Streit um seine Verlängerung
"Es war ein Angriff auf das Theater"
"Es war ein Angriff auf das Theater"
14. August 2025. Petra Lowe hat den Intendanten des Theaters Altenburg-Gera, Kay Kuntze, interviewt, um dessen Vertragsverlängerung bis 2033 es Streit gibt. Den Ball ins Rollen brachte, so das Blatt, Ende Juni der Geraer Stadtrat, der als Mehrheitsgesellschafter des Theater Kuntze kündigen wollte, das Altenburger Land jedoch nicht.
Eine von Pro Altenburg und der AfD beantragte Sondersitzung des Stadtrates am 28. Juli, bei der der Fall diskutiert werden sollte, habe sich sich nicht ergeben, weil die Fraktionen von CDU, SPD, Stadtforum und Linke geschlossen fehlten und Frist für die Kündigung verstrich.
Er glaube nicht, dass es um seine Person ging, "sondern darum, dass Parteien des rechten politischen Spektrums eine Möglichkeit sahen, das Theater zu destabilisieren", so Kay Kuntze im Interview. "Es war ein Angriff auf das Theater. Wenn es darum gegangen wäre, dem Intendanten zu kündigen, wären bereits vor Monaten Gründe diskutiert und geprüft worden. So etwas macht man nicht kurz vor Ablauf der Frist in der Ferienzeit."
"Kurz vor den Ferien haben die Vertreter aller drei Gesellschafter und des Freistaates mir gegenüber ihre Freude geäußert, die Zusammenarbeit fortzusetzen", so Kuntze. Der Presse habe er erst nach seinem Urlaub entnommen, "dass es im Stadtrat Gera einen Impuls gab, dass man mit 'einem Neuen und frischem Wind' die Einnahmen steigern und die Zuwendung fürs Theater reduzieren könne. Dafür sind Teile eines Stadtrats (...) naturgemäß empfänglich. Dazu kommt, dass nicht alle mit der Losung 'Nie wieder ist jetzt', die an unserem Haus hängt, einverstanden sind."
Der Ruf nach 'frischem Wind' scheine ihm gerade nach der zurückliegenden Spielzeit als vorgeschoben. "Sie ist vielleicht die künstlerisch erfolgreichste meiner Intendanz und wurde nicht nur regional, sondern auch international gefeiert. Der größte deutsche Theaterpreis Der Faust wurde in der vergangenen Spielzeit nicht nur in Gera ausgetragen – was an sich schon eine tolle Auszeichnung ist. Er ging erstmals nach Altenburg/Gera!" Auch die wirtschaftliche Situation sehe gut aus, "wenngleich sie aufgrund von Tarifsteigerungen schwieriger werden wird. 2024 haben wir unsere Einnahmen um 140.000 Euro steigern können." Unkonkrete Pauschal-Vorwürfe ließen sich immer ergänzen. "Natürlich mache ich Fehler und bei uns läuft längst nicht alles rund."
(sle)
- Meldung: Theater Altenburg Gera: Intendant verlängert bis 2033 (8/2025)
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„Das Theater, das bin ich“ bekennt Kuntze freimütig. Für durchweg alle am Theater tätigen Künstler gilt zwar das strikte Prinzip der befristeten Verträge, das schon oft in Frage gestellt, aber immer wieder im Interesse des Publikums und dessen „Abwechslungsbedürfnis“ bestätigt wurde.
Aus der Tatsache, dass ihm die vom Grundgesetz geschützte Freiheit der Kunst viel Macht über die Künstler verleiht, schließt Kuntze keineswegs folgerichtig, dass für ihn selbst dieses Prinzip nicht gilt. Nur so ist zu verstehen, dass er die legitime Infragestellung der nur scheinbar automatischen Verlängerung seines ausdrücklich bis zum 31. Juli 2025 befristeten Vertrages als Angriff auf das ganze Theater interpretiert.
Nein, es wäre eben nicht der Untergang unseres seit nunmehr 30 Jahren gut funktionierenden Theaters, wenn nach 16 Jahren einer erfolgreichen Leitung eine neue Persönlichkeit die Intendanz übernehmen würde. Und auch keines der Mitglieder des Geraer Stadtrates hat im Zusammenhang mit seinem Votum eine Kürzung der vertraglich gesicherten und mit großer Mehrheit beschlossenen Theatersubventionen verlangt.
Der Wunsch nach einem Neuanfang kam nicht aus einer rechten Ecke des Stadtrates, sondern aus seiner demokratischen Mitte. Die Stimmen des Votums kamen aus fast allen Fraktionen. Sind nun die Mitglieder des Geraer Stadtrats überwiegend rechte Theaterfeinde?
Nein, denn erstens hätte sich dann dieser Stadtrat in den vergangenen Jahren nicht immer wieder mit absoluter Mehrheit für den Erhalt des 5 Spartenhauses auf hohem künstlerischem Niveau ausgesprochen. Und zweitens hat Herr Kuntze mit seinem Interview selbst die Argumente bestärkt, die für die Beendigung seines Vertrages sprachen. Es ist ihm völlig entgangen, dass große Teile der Belegschaft seinen Führungsstil kritisieren und sich einen Wechsel wünschen. Ihm fehlt das Gespür, eigene Defizite zu erkennen und diese im Interesse des Hauses und seiner Mitarbeiter abzubauen.
bislang bezieht sich meine Einschätzung zu den von Ihnen im Stadtrat Gera ausgelösten Vorgängen nur auf Informationen aus Medienberichten und durch Dritte. Darum bitte ich Sie, meine E-Mail mit meiner Terminbitte zu beantworten, da ich gerne in einem persönlichen Gespräch die Gründe für Ihren Vorstoß zur Kündigung meines Vertrages nach wie Sie schreiben „16 Jahren einer erfolgreichen Leitung“ und den von Ihnen dafür gewählten Zeitpunkt erfahren würde. Insbesondere, da Sie hier nun auch die Belegschaft des Theaters anführen.
Mit freundlichen Grüßen,
Kay Kuntze
Das Wort "autoritär" und die Persönlichkeit Kay Kuntze schließen einander aus. Ja, er steht aus Leib und Seele für dieses Theater ein. In diesem besten Sinne ist er eine Autorität. Auch wenn das manche vielleicht gern anders interpretieren wollen (wer weiß zu welchem Nutzen).
Das Publikum in Altenburg und Gera erlebt sein Theater jedenfalls mit großer Freude.
Ich kann keine guten Gründe sehen, warum man einen solchen Intendanten freiwillig loswerden sollte.
Und offenbar hatte man schon vor einigen Jahren deshalb die Absicht, ihn langfristig vertraglich zu binden. Wenn ich das richtig weiß, war Herr Zetzsche als Mitglied des Aufsichtsrats des Theaters in diesem Prozess beteiligt.
Eine Kurz-Recherche ergibt, dass das Theater Gera-Altenburg 2011 vor der Insolvenz stand und sich unter der Intendanz von Kai Kuntze seit 2012 nicht nur stabilisiert hat, sondern auch diverse Theaterpreise eingefahren, Zuschauerzahlen und Einnahmen gesteigert hat und sich einen guten Ruf weit über die Region erarbeitet hat. Offenbar für ihn und die Belegschaft überraschend, wurde in der Theaterpause dennoch versucht ihm zu kündigen. Aus der Ferne klingt das nicht nur sehr seltsam sondern auch danach Probleme zu schaffen, wo es keine gibt. Weisd irgendjemand, was eigentlich dahintersteckt?
Hier kann man einiges über die Vorgänge in Gera nachlesen.
https://www.altenburg.tv/nachrichten/21019/Kuendigungsklausel_beim_Vertrag.html
In Altenburg wurde das Thema erst später durch AfD und pro Altenburg aufgegriffen. Vor dem Hintergrund, dass zum Jahresende der kaufmännische Geschäftsführer geht und seit vielen Jahren das Theatergebäude saniert wird und kein Termin für die Wiedereröffnung steht, aber auch die Ersatzbühne Theaterzelt bald nicht mehr bespielt werden kann, erhält der Versuch, den Intendanten in dieser Situation loszuwerden zusätzliche Brisanz und treten die dahinter stehenden Absichten deutlich zu Tage.
Albert Zetzsche.
Der Bericht der OTZ über die Stadtratszitzung in Gera in der Sie die Kündigung Kuntzes eingebracht haben, widerspricht komplett Ihrer Darstellung. In der Ausgabe vom 30.7. heißt es zu Ihrer Kündigungsbegründung:
„Nicht etwa mangelnde Fähigkeit oder Misswirtschaft, weder als Intendant noch als Operndirektor, dessen Funktion Kuntze seit 2012 ebenfalls innehat. Auch im Theater gibt es keine Tumulte gegen den Chef, die seine Ablösung fordern würden. Ein Neuer soll her, frische Ideen mit einer stärkeren Hinwendung zur Stadtgesellschaft, um jüngeres Publikum anzuziehen – das sind die Forderungen, die von den Kritikern zu hören sind. Soll heißen: Die Kommunen hoffen auf mehr eigene Erlöse des Theaters – aktuell im niedrigen einstelligen Millionenbereich –, um damit weniger Zuschuss an den Musentempel zahlen zu müssen.“ Mit anderen Worten: Kuntze macht zwar alles richtig, aber wenn wir ihn kündigen, müssen wir weniger zahlen. Darum ging es.
Also jetzt bitte nicht im Nachhinein die Motivationen verdrehen!
Im übrigen ist „Mehr Hinwendung zur Stadtgesellschaft“ völlig lächerlich, angesichts des derzeitigen Projekts „Weg des Orpheus“.
Gestern Abend konnte die mehrheitliche Zustimmung zur Bilanz durch die anderen Fraktionen hergestellt werden. Aber die Drohgebärde des Herrn Müller, Pro Altenburg, stand gespenstisch im Raum...
Das sollen alle wissen, die das Theater lieben und gleichzeitig solche Parteien wählen.
Was für eine menschenverachtende und kunstfeindliche Haltung! Ich hätte nicht gedacht, dass jemand im Jahr 2025 so antiquierten Texte schreibt.
Gute Theater-Kunst entwickelt sich gerade in angstfreien Räumen und in Kontinuität!
Wie es scheint, ist das am Theater Gera-Altenburg seit vielen Jahren der Fall. Selten genug in der Theaterlandschaft! Lasst sie doch einfach in Ruhe weitermachen.
Wie man liest, sind ja auch die Zuschauer:innenzahlen gut. Wer also verlangt hier wirklich nach „Abwechslung“?
Der Jahresabschluss ist deutlich besser ausgefallen, als im Wirtschaftsplan beschlossen. Es gab keinerlei Grund diesen nicht zu bestätigen. Dennoch haben die Fraktionen von ProAltenburg und AfD dagegen gestimmt.
Das dokumentiert noch einmal deutlich, dass diese Parteien prinzipiell gegen das Theaters agieren und Kuntzes im Interview geäußerte Einschätzung, dass die Debatte um die Kündigung seines Vertrages als Angriff auf das Theater aus dieser Ecke zu werten ist richtig ist, sekundiert von Zetzsche und dem Stadtrat Gera.
Ich empfehle jedem Stadtrat, der die Absetzung von Intendant Kay Kuntze gefordert hat, in die aktuelle Aufführung „Weg des Orpheus“ zu gehen. Wer danach seine Meinung nicht ändert, dem ist nicht mehr zu helfen. Ganz Gera und weit darüber hinaus spricht von dieser atemberaubenden Aufführung.
Ich freue mich auf viele weitere spannende Premieren in Gera und wünsche Kay Kuntze und seinem Team weiterhin so viel Erfolg.
Ich finde es auch gut und wichtig, dass vorne am Theater das Transparent „nie wieder ist jetzt“ hängt, obwohl das erschreckenderweise für Kritik sorgt.
Dass „grosse Teile des Ensembles seinen Führungsstil kritisieren“, wie Kommentar 4 behauptet oder es hier im Ensemble eine generelle Unzufriedenheit mit Kay Kuntze als Intendant gibt, wie jetzt im Stadtrat behauptet wird, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Einzelne Nörgler schon, aber wo gibt’s die nicht? Viele von uns freuen sich jedenfalls, dass er bleibt und sind sauer auf die Politik, die in unsere Ferienzeit so viel Unsicherheit gebracht haben. Wir wussten überhaupt nicht Bescheid, ob Kay Kuntze nun gekündigt wurde oder nicht. Es kursierten die wildesten Gerüchte und Sorgen, wie es jetzt auch für jeden einzelnen weitergeht, da Wechsel der Intendanz ja leider immer noch für viele das Ende ihres Engagements bedeutet.
Es ist sehr einfach, unbequeme Kritiker in die Schmuddelecke abzuschieben, umso mehr verdient es Respekt, dass wenige sich trauen, die Probleme anzusprechen und den Finger in die Wunde zu legen!
Man könnte auch hinter dem Agieren in Altenburg die Vermutung hegen, man hat alles getan, um den 60 Prozent-Gesellschafter Gera auszumanövrieren. Denn eins muss klar sein: der Altenburger Oberbürgermeister ist seit Längerem über die Lage informiert. Briefe, Berichte an den und im Aufsichtsrat lassen sich dokumentieren.
Warum schreiben Sie dann, wenn es Ihrer Meinung nach nicht möglich ist, dass abgebildete Thema zu diskutieren???
Der Jahresabschluss ist nicht schlechter ausgefallen. Sie müssen dabei aber natürlich den von Stadträten und Kreistag genehmigten Wirtschaftsplan 2024 mit der Bilanz 2024 vergleichen.
Die von Zetzsche unterstützte Fraktion ProAltenburg lässt seit Jahren keine Gelegenheit aus, gegen das Theater zu schiessen und zwar prinzipiell, nicht weil sie etwa konkrete Gründe gegen die Qualität von Aufführungen, irgendwelche Ereignisse oder den aktuellen Intendanten hätten. Was hat das mit Schmuddelecke oder Mut zu tun?
Was den Jahresabschluss betrifft, sind Sie falsch informiert. In der Stadtratssitzung ist erläutert worden, dass das GEPLANTE, durch Rücklagen AUSGEGLICHENE Defizit geringer ausgefallen ist, als im Wirtschaftsplan geplant.
Da Sie offenbar über gute Kontakte in den Aufsichtsrat verfügen (oder ihm angehören?) sollten Sie das eigentlich wissen.
Ich verstehe nicht, warum jetzt immer mehr Unwahrheiten und vermeintliche Gründe gegen Kuntze konstruiert werden oder angebliche Inhalte aus Aufsichtsratssitzungen (in anderen Aufsichtsräten unterschreiben die Mitglieder eine Verschwiegenheitsklausel, ist das beim Theater eigentlich anders?) zu internen Prozessen in die Öffentlichkeit gezerrt werden. Was soll das jetzt noch bringen, außer die Stimmung noch weiter zu vergiften? Das grenzt ja inzwischen an Rufmord. Die Sache ist doch längst erledigt. Einige wollten dass Kuntze geht, andere freuen sich, dass er bleibt. Warum jetzt immer weiter nachtreten?
In der letzten Altenburger Stadtratssitzung wurde Kuntze übrigens auch noch einmal mit 20 zu 15 Stimmen bestätigt. Wäre zwar eigentlich auch nicht mehr nötig gewesen, zeigt aber noch einmal, dass es die notwendigen Mehrheiten für eine Absetzung Kuntzes einfach nicht gibt. Und nun raten Sie mal, von wo die 15 Gegenstimmen kamen. Natürlich ProAltenburg und AfD. Das hat nichts mit „in die Schmuddelecke stellen“ zu tun, das sind Fakten.
Nein! da muss die OTZ mit einem - meiner Ansicht nach reißerischem - Beitrag von Petra Lowe die Angelegenheit weiter "köcheln" lassen, ohne auch nur den geringsten Lösungsbeitrag zu leisten. Pikant ist, dass sowohl im ersten als auch im letzten Artikel einer politischen Gruppierung mit Bild und Text eine Bühne gegeben wird, die sowohl in der Vergangenheit (Boykottaufrufe gegen das Theater und das Lindenau-Museum) als auch Gegenwart (Stadtratsbeschluß zum positiven (!) Jahresabschluß des Theaters in Altenburg) keine Gelegenheit ausläßt, das Theater zu torpedieren und die mit der AfD eine traute Allianz bildet.
Ich gewinne langsam den Eindruck, dass hier eine Kampagne betrieben wird und die OTZ sich peu à peu ein BILD-Zeitungs_Image verschaffen will: Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht (sh. auch Artikel vom 22.Juni 2025 die Fête de la musique betreffend). Das veranlaßt mich, mein jahrzehntelanges Abonnement der OTZ zu kündigen.
Zudem möchte ich meinen Leserbrief an die OTZ auch in diesem Medium zur Kenntnis geben, der inhaltlich auch noch etwas weiter ausgreift.
Leserbrief zu „Böser Fingerzeig auf Gera – und eine ganze Stadt schweigt?“
(OTZ 18.09. 2025)
Ich habe den Artikel unter zwei Aspekten mit gelinde gesagt großer Verwunderung gelesen. Da wird von einem Fraktionsvorsitzenden in offensichtlich voller Unkenntnis der Faktenlage die Forderung aufgemacht (gleichbedeutend mit Vorwurf an das Theater), dass sich das Theater mehr für die Fête de la Musique engagieren sollte. Dazu in Kürze die Fakten zum Engagement des Theaters für das Straßenmusikfest:
- Der damalige Chefdramaturg Felix Eckerle war in die Organisation der 1. „Fête“ 2014 voll integriert und sie wurde vom Philharmonischen Orchester auf dem Markt eröffnet.
- Das Philharmonische Orchester war des weiteren 2015 und 2016 aufgetreten und im Jahr 2017 wurde das abendliche Open-air – Konzert im Hofwiesenpark auf den 21. Juni im Anschluß an die Fête gelegt.
- Das Theater war weiterhin mit Auftritten von Chor und Künstlern 2016, 2022, 2023, 2024 und 2025 vertreten.
- Philharmonische Chor hat 2018 dazu beigetragen, eine andere Veranstaltungsreihe aus der Taufe zu heben - „Adventssingen im Rathaussaal“
Den „Verein Musik für Gera“ verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Theater, was auch mit Anzeigen in den Spielzeitheften 2023/2024 und 2025/2026 (S. 81) zum Ausdruck gebracht wird: „Fête de la musique trifft Theater“!
Der zweite Aspekt betrifft den Fingerzeig auf Gera. Die Äußerungen Herrn Kuntzes in seinem Interview habe ich als eindeutigen Fingerzeig in Richtung Altenburg verstanden, nicht auf Gera. Den Stadträten in Gera müßte es eigentlich bekannt sein, dass in Altenburg von zwei politischen Gruppierungen seit 10 (!) Jahren in unsäglicher Weise gegen das Theater gehetzt und verleumdet wird bis hin zu Boykottaufrufen. 2017 hatten es die Vorkommnisse dort (rassistische Übergriffe auf Schauspieler) sogar bis in „Die Zeit“ vom 09.02.2017 und ins „Heute Journal“ des ZDF am 25.02. 2017 mit Claus Kleber gebracht.
Hier wäre es angemessen, unser Theater gegen derartige Angriffe zu verteidigen gegen Menschen, die keine noch so absurde Gelegenheit auslassen, um gegen das Theater zu schießen und es zu torpedieren.
Prof. Dr. med. habil. Lothar Hoffmann