Medienschau: Schweizer Radio und Fernsehen – Enttäuschung über Pfauen-Beschluss

Never ending Pfauen

11. März 2022. Das Zürcher Stadtparlament hat sich gegen einen Neubau und für eine Sanierung des Zürcher Pfauen entschieden. Das ist eine große Enttäuschung – zumindest für Benjamin von Blomberg, Co-Intendant des Schauspielhauses Zürich, wie der SRF berichtet.

Über den Pfauensaal aus den 1920er-Jahren wird seit Jahren gestritten. "Die Stadtregierung will einen Neubau, aber Denkmal- und Heimatschutz haben das durchkreuzt. Ihr Argument, dass der traditionsreiche Saal erhalten bleiben müsse, überzeugte die Mehrheit am Stadtparlament. Zu wichtig sei seine Geschichte während und nach dem Zweiten Weltkrieg", berichtet der SRF. Inititativen wie "Rettet den Pfauen!" und der "Heimatschutz" schritten ein, als es im November 2020 hieß, der Stadtrat wolle den Pfauen abreißen und neu bauen.

Dass der Gemeinderat nun eine "sanfte Sanierung" im Wert von knapp 14 Millionen Franken beschloss, sei für den Zürcher Stadtrat und das Schauspielhaus Zürich "eine krachende Niederlage", schreibt der SRF weiter.
Denn es gehe mit Einschränkungen einher: "Technik, Zeit, Probebedingungen: Alles, was wir brauchen, um zu produzieren – ist schwierig hier", wird von Blomberg im SRF zitiert.

Der Schiffbau biete keine Alternative: "Der Ort leistet nicht das, was sich eine Stadt wie Zürich wünscht: ein lebendiges und vitales Theater sowie aufregendes, wechselndes Repertoire-Theater. Das geht nur in einem Betrieb wie dem Pfauen", so von Blomberg weiter, der sich mit Intendant Nicolas Stemann weiter für ein "aufregendes Theater" einsetzen wolle.

Über die endgültige Finanzierung muss das Zürcher Stimmvolk noch abstimmen.

(SRF / www.heimatschutz.ch / www.rettetdenpfauen.ch / joma)

 

Kommentare  
Medienscha Pfauen: Demut
Intendanten kommen und gehen. Häuser bleiben. Mehr Demut!
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