Medienschau: Tagesspiegel – Über das Krisenmanagement von Berlins Kultursenator
Causa Dörr – Causa Lederer?
Causa Dörr – Causa Lederer?
27. August 2022. Im Tagesspiegel nimmt Rüdiger Schaper den gewonnen Prozess von Ex-Volksbühnenintendant Klaus Dörr gegen die taz zum Anlass, den Blick auf Berlins Kultursenator Klaus Lederer und "sein seltsames Krisenmanagement" zu werfen.
Die "dünnen Verdachtsmomente" hätten Lederer, der von Haus aus Jurist sei, ausgereicht, "um Dörr aus dem Theater zu entfernen“, schreibt Schaper – und nennt das Vorgehen "eine billige Show": "Dörr ist ein Theaterarbeiter, zählt eher nicht zur Prominenz. Da konnte sich Lederer mit Gratismut als konsequenter Politiker darstellen, der bei MeToo-Affären unverzüglich durchgreift. Er hat Klaus Dörr fallen lassen und seine Klientel bedient. Und den wirklich hart von MeToo Betroffenen einen Bärendienst erwiesen, wie sich jetzt zeigt."
Berlins Kultusenator Lederer, so Schaper, messe mit zweierlei Maß. Als im April 2021 etwa Machtmissbrauchsvorwürfe gegen Shermin Langhoff, die Intendantin des Maxim Gorki Theaters, öffentlich wurden, sollen die Probleme "intern gelöst worden sein, mit Mediation und Coaching".
Das Fazit des Tagesspiegel-Redakteurs: Die Causa Dörr sei auch "eine Causa Lederer".
(Der Tagesspiegel / cwa)
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