medienschau
Unsere auswahl ist subjektiv
Presseschau – Die Diskussion um Matthias Lilienthals Münchner Kammerspiele in der Übersicht
München jammert
17. bis 21. November 2016. Matthias Lilienthal steht zu Beginn seiner zweiten Spielzeit als Intendant in der Kritik. Nachdem mehrere Schauspieler*innen aus ästhetischen Gründe ihre Kündigungen einreichten, steht die Zielsetzung Lilienthals auf dem Prüfstand. Wir fassen die Debatte in einer Zusammenstellung Pro- und Contra-Lilienthal zusammen.
Presseschau vom 17.-24. November 2016 – Reaktionen auf den designierten Berliner Kultursenator Klaus Lederer
"Wir sind sehr neugierig"
17. bis 24. November 2016. Klaus Lederer wird neuer Berliner Kultursenator – und sofort schießen Spekulationen ins Kraut. "Die Anzeichen mehren sich, dass Klaus Lederer und einige Politiker der Grünen die Uhr zurückdrehen wollen", findet Rüdiger Schaper im Tagesspiegel – und warnt davor, den Dercon-Vertrag "in Donald-Trump-Manier" zu brechen: "Es wäre juristisch kompliziert und für das Land Berlin auch sehr teuer, Dercon und seine Vorbereitungstruppe zu entlassen, es wäre auch ohne Beispiel. Möglich ist es – wenn der Ruf Berlins als weltoffene Kulturhauptstadt mit fairen und seriösen Umgangsformen egal ist." Zudem schreibt er, dass Armin Petras zum Ersatzkandidaten werden könnte. Petras hatte erst Anfang der Woche angekündigt, sein Amt als Intendant des Schauspiel Stuttgart vorzeitig zu verlassen. Petras selbst sagt dazu nun im Interview mit der Welt: "Es gibt keinerlei Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Berlin. Und ich werde mit aller Kraft meiner Arbeit in Stuttgart den Vorrang geben."
Presseschau vom 16. November 2016 – Armin Petras streitet sich mit der Stuttgarter Zeitung über die Erträge seiner Intendanz am Schauspiel Stuttgart
"Ich muss verunsichern"
16. November 2016. Für die Stuttgarter Zeitung treffen sich Noch-Schauspielintendant Armin Petras und einer seiner schärfsten Kritiker, der Journalist Roland Müller, zu einem höchst lebhaften Gespräch über Petras' vorzeitiges Ausscheiden 2018.
Presseschau vom 14. November 2016 – Die Münchner AZ befragt Resi-Intendanten Martin Kusej zur Münchner Theaterkrise
"Ich zolle dem Respekt"
14. November 2016. "Ich finde, dass diese Diskussion absolut ärgerlich ist", sagt Martin Kusej, Intendant am Münchner Residenztheater im Gespräch mit Michael Stadler in der Münchner AZ über die von der Süddeutschen Zeitung ausgerufene Münchner Theaterkrise um die Kammerspiele. "Die behauptete Theaterkrise ist an den Haaren herbeigezogen. Diese Krise wird anhand von normalen Vorgängen herbeigeschrieben und herbeigeredet, ohne dass es dafür eine fundierte Grundlage gibt."
Presseschau vom 12. November 2016 – Spiegel online zur Debatte um Matthias Lilienthals Münchner Kammerspiele
Sehnsucht nach alten Zeiten?
12. November 2016. Auf Spiegel online positioniert Anke Dürr sich in der Debatte um die vermeintliche Krise der Münchner Kammerspiele zu Beginn der zweiten Spielzeit der Intendanz Matthias Lilienthal pro Lilienthal.
Presseschau vom 11. November 2016 – Die Süddeutsche Zeitung widmet sich ganzseitig der vermuteten Krise an Matthias Lilienthals Münchner Kammerspielen
Im Sozialtheaterverein
11. November 2016. Die Süddeutsche Zeitung widmet heute der vermeintlichen Krise an den Münchner Kammerspielen, die nicht zuletzt durch Kündigungen einiger Schauspieler*innen virulent geworden ist, die gesamte Titelseite des Feuilletons.
Presseschau vom 8. November 2016 – Die Münchner Abendzeitung spricht mit dem Intendanten der Münchner Kammerspiele Matthias Lilienthal
Der Schrecken ist alles Neuen Anfang
8. November 2016. In der Münchner Abendzeitung hat Michael Stadler ein langes, interessantes Gespräch mit Matthias Lilienthal geführt. Das verläuft zunächst einmal absehbar: "Sind die Kammerspiele in der Krise?" – "Nein."
Presseschau vom 5. November 2016 – Christopher Schmidt kommentiert in der SZ das Ausscheiden von Brigitte Hobmeier aus dem Ensemble der Münchner Kammerspiele
Wider den Paradigmenwechsel
5. November 2016. In einem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung (5.11.2016) versucht Christopher Schmidt, das Ausscheiden von Brigitte Hobmeier aus dem Ensemble der Münchner Kammerspiele, das die Süddeutsche Zeitung selbst vor zwei Tagen eingehend thematisiert hat, in die aktuelle Theaterentwicklung einzuordnen. "Die Empörung, die der Verlust von Brigitte Hobmeier auslöst, hängt auch damit zusammen, dass München zum Modellfall zu werden scheint für einen Paradigmenwechsel im Theater."
Presseschau vom 5. November 2016 – Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Gorki-Theaters, verurteilt Repressionen in Türkei und appelliert an Bundesregierung
Unerträglich
5. November 2016. Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Gorki-Theaters, appelliert in einem Offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich stärker für ein Ende der Repressionen gegen die türkische Opposition einzusetzen.
Presseschau vom 4. November 2016 – Der Philosoph Christoph Menke schreibt in der F.A.Z. über den Volksbühnen-Diskurs und ästhetische Weltveränderung durch Theater
Weltveränderungstheater
4. November 2016. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nimmt Christoph Menke, Philosophie-Professor der dritten Generation der Frankfurter Schule, direkten Bezug auf Hannah Lühmanns am 2. November in der Welt veröffentlichten Beitrag zur Diskussion um die Intendanz der Berliner Volksbühne. Dort schreibt Lühmann unter anderem, es sei Zeit "dass da mal etwas Neues passiert". Dem entgegnet nun Menke: "Es geht ihr nicht darum, dass das Theater der Volksbühne schlecht wäre, sondern dass Castorf Intendant der Volksbühne wurde, als sie gerade fünf Jahre alt war. Und es geht ihr auch nicht darum, dass nun Chris Dercon, der Neue, ein Theater ankündigte, das sie gut findet. Dercon ist ihr nur sympathisch, weil sie vermutet, dass er sich in der Volksbühne genauso langweilt wie sie es tut."
Presseschau vom 3. November 2016 – Der Berner Bund über den Ensemble-Umbau am Konzert Theater Bern
Garantien für kurz
3. November 2016. Im Berner Bund berichten Lena Rittmeyer und Daniel Di Falco über den Umbau des Schauspielensembles am Konzert Theater Bern. Sechs von vierzehn Schauspielerinnen und Schauspielern verlassen das Haus, zwei von ihnen unfreiwillig.* Dabei hätten Intendant Stephan Märki und Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel bei der Abberufung von Schauspieldirektorin Stephanie Gräve im Januar 2016 öffentlich bekräftig, mit dem bestehenden Ensemble in die Zukunft gehen zu wollen, merkt der Bund kritisch an.
Presseschau vom 3. November 2017 – Der Tages-Anzeiger über die Zurückweisung des SVP-Antrags auf Subventionsstreichung für das Theater am Neumarkt Zürich
"Linkes Unterhosentheater" weiter unter Strom
Zürich, 3. November 2016. Wie der Zürcher Tages-Anzeiger (3.11.2016) berichtet, ist die SVP-Initiative gegen das Theater Neumarkt gestern im Züricher Gemeinderat abgeschmettert worden. In Reaktion auf die Produktion Schweiz entköppeln vom Zentrum für politische Schönheit im März 2016 hatte die rechtsgerichtete Schweizerische Volkspartei (SVP) einen Antrag eingebracht, in dem die Stadt aufgefordert wurde, dem Theater am Neumarkt den Subventionsvertrag zu kündigen.
Presseschau vom 3. November 2016 – Die SZ berichtet, dass die Schauspielerin Brigitte Hobmeier ihren Vertrag mit den Münchner Kammerspielen kündigt
Auf der Ersatzbank
3. November 2016. Nach der jüngsten Absage von "Unterwerfung", schon wieder schlechte Nachrichten für die Münchner Kammerspiele: Die Schauspielerin Brigitte Hobmeier kündigt ihren Vertrag mit dem Haus, und zwar weil sie sich angesichts des Spieplans "wie auf dem Abstellgleis" fühle, berichtet Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung (3.11.2016).
Presseschau vom 2. November 2016 – Die NZZ zitiert aus einem internen Gutachten Pläne zur Neuorganisation der Zürcher Bühnenlandschaft
Aus für das Theater am Neumarkt geplant?
2. November 2016. In der Neuen Zürcher Zeitung berichtet Daniel Fritzsche über Pläne zur Restrukturierung der Zürcher Theaterlandschaft. Der NZZ liege eine interne Studie für die Neuorganisation der Bühnenlandschaft vor, "die brisante Lösungsansätze" präsentiere.
Presseschau vom 28. Oktober 2016: Oliver Reese verteidigt das Intendanten-Modell in der FAZ
Kein Übermensch
28. Oktober 2016. Oliver Reese, Intendant des Schauspiels Frankfurt, wiederspricht in der FAZ (28.10.2016) der Kritik am Intendanten-Modell. "Ich betreibe, wie viele andere Kollegen auch, Theaterleitung auf moderne, kollegiale Weise und arbeite dabei vor allem zusammen und im Team." Es gebt keine wesentliche Entscheidung, egal ob sie Spielplan, Personalia oder Organisatorisches betreffe, die nicht wenigstens mit dem Leitungsteam besprochen und abgestimmt sei.
Presseschau vom 27. Oktober 2016 – Scheidender Ballett-Leiter erhebt Vorwürfe gegen Hagens Kulturpolitik
"Von der Politik auseinandergenommen"
27. Oktober 2016. Das Theater Hagen steckt seit Jahren in schweren Finanznöten. Nun kommen weitere Rückschläge hinzu. Der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, Werner Hahn, sowie der Ballettdirektor Ricardo Fernando geben zum Ende der Spielzeit ihre Ämter auf. Hahn ließ mitteilen, dass seine Entscheidung nichts mit der Krise des Hauses zu tun habe.
Presseschau vom 26. Oktober 2016 – In der Rheinischen Post plädiert Intendant Wilfried Schulz für ein Schauspielhaus im Herzen der Stadt
Wie wollen wir leben?
26. Oktober 2016. In einem Gastbeitrag für die Rheinische Post formuliert Wilfried Schulz, Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, sein Unvertändnis über und seinen Protest gegen Überlegungen, das marode Schauspielhaus nicht bzw. nicht als Theater zu sanieren. Schulz erklärt die Hintergründe der Haus-Schließung – wegen der Großbaustelle Kö-Bogen II kann nicht gespielt werden; diese Zwangspause wurde dafür genutzt, die Substanz des Gebäudes zu untersuchen, um es für die Zukunft zu sichern.
Presseschau vom 17. Oktober 2016 – Deutschlandradio über die Theaterreise der Staatsministerin für Kultur in die ostdeutschen Bundesländer
Ermutigung und Signal
17. Oktober 2016. Susanne Burkhardt gibt auf Deutschlandradio einen Bericht über die Theaterreise der Staatsministerin Monika Grütters nach Chemnitz, Halle, Jena und Senftenberg (hier kann man den Beitrag nachhören).
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