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Baby in der Kassenhalle des Wiener Burgtheaters entbunden
Eigentlich müsste er Hippolytos heißen
27. November 2010. "Gestern Abend, Freitag, 26. November 2010, wurde um 21:47 h in der Kassenhalle des Burgtheaters ein gesunder Bub entbunden," vermeldet soeben sehr freudig die Pressestelle des Wiener Burgtheaters. Die hochschwangere Mutter habe in der dritten Rangloge gesessen und von dort aus eine Vorstellung von Racines Phädra verfolgt, von Hausherr Matthias Hartmann ursprünglich für die Salzburger Festspiele inszeniert. Gegen Ende der Vorstellung habe die Frau den Billeteur informieren müssen, dass sie Hilfe brauche.
Dieser, so das Burgtheater weiter, "verständigte per Funk die Oberbilleteurin, die mit dem Theaterarzt zu Hilfe eilte. Die Frau war mittlerweile bereits selbständig in die Kassenhalle gegangen, und noch während der Besucherstrom zum Vorstellungsende (21:45 h) über die Feststiegen umgeleitet wurde, war das Kind mit Hilfe des Theaterarztes auf die Welt gekommen."
Noch vor Ort habe Direktor Matthias Hartmann der jungen Mutter gratuliert: "Das ist ein gutes Omen vor Weihnachten, wenn in einem Theater ein Kind geboren wird. Eigentlich müsste er Hippolytos heißen, wie Theseus' Sohn. Sobald er daran Freude hat, schenken wir ihm ein Abonnement". Kurz darauf habe ein Rettungswagen Mutter und Sohn in das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien gebracht.
(Burgtheater / sle)
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Gibt es für den Arzt im Burgtheater keinen mit den ärztlichen Grundbedüfnissen ausgestatteten Behandlungs- und Untersuchungsraum, in den der Billeteur die Frau hätte führen können?
Eine Geburt in der Kassenhalle, wo gerade hunderte Leute mit nassen, kalten, dreckigen Schuhen herumgestanden sind, klingt nach 3. Welt.
"Manche Leute können das. Die lassen die Zeit nicht nutzlos verstreichen, die führen ihr Leben. Glücklich. Mit jemandem, der sie liebt. Ich hasse sie."
Racines Männer dagegen haben ja immer etwas Weibliches an sich. Schön.