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Nachlass von Karl-Ernst Herrmann im Deutschen Theatermuseum
7. November 2023. Das Deutsche Theatermuseum in München erhält den Nachlass des Bühnen- und Kostümbildners und Opernregisseurs Karl-Ernst Herrmann (1936–2018), wie es in einer Presseaussendung mitteilt.
Der Nachlass umfasst ca. 1600 graphische Blätter, vor allem Bühnenentwürfe, schematische Zeichnungen und Kostümentwürfe und deckt über 60 Theaterproduktionen von prägenden Regisseuren des europäischen Sprech- und Musiktheaters, darunter Peter Stein, Claus Peymann und Luc Bondy, ab. Herrmanns in seinem Nachlass befindliche szenografische Arbeiten entstammen den Jahren 1972 bis 2018.
Karl-Ernst Herrmann, 1936 in Neukirch in der Lausitz geboren, assistierte nach seiner Ausbildung zum Bühnenbildner in Berlin ab Anfang der 1960er bei Wilfried Minks. In den 1970ern war er gemeinsam mit Regisseur Peter Stein und Dramatiker Botho Strauß einer der Protagonisten der Berliner Schaubühne, deren Bühnenästhetik er wesentlich mitprägt. Er arbeitete über Jahre eng mit Claus Peymann, während der Intendanzen in Bochum, Stuttgart, Wien und am Berliner Ensemble. 2018 schuf Karl-Ernst Herrmann das Bühnenbild zu Claus Peymanns Inszenierung von Shakespeares "König Lear", bei dessen Rückkehr ans Schauspiel Stuttgart.
In den späteren Jahren seines Schaffens lag Herrmanns Schwerpunkt auf der Oper. Gemeinsam mit seiner Frau Ursel Herrmann inszenierte er an den größten europäischen Opernhäusern. Zu Herrmanns zahlreichen Auszeichnungen gehören der Theaterpreis Berlin (1989) und der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis (2005).
Am Deutschen Theatermuseum München lagern neben dem neu erworbenen Nachlass auch andere Bestände von Bühnengestaltern wie Caspar Neher, Helmut Jürgens, Jürgen Rose und Karl Kneidl.
(Deutsches Theatermuseum / chr)
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