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Berliner Theatertreffen: Bettina Stucky ist Kerr-Preis-Jurorin
Schauspielerin Bettina Stucky vergibt den Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2025 © BAK/Gneborg
17. März 2025. Die Schauspielerin Bettina Stucky wird Jurorin des diesjährigen Alfred-Kerr-Darstellerpreises beim Berliner Theatertreffen, wie die veranstaltenden Berliner Festspiele mitteilen.
Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt die herausragende Leistung eines*r jungen Schauspieler*in in einer der zum Theatertreffen eingeladenen 10 bemerkenswertesten Inszenierungen und wird seit 1991 in Erinnerung an den Berliner Theaterkritiker Alfred Kerr stets von einer Alleinjurorin oder einem Alleinjuror vergeben.
Bettina Stucky wurde 1969 in Bern geboren. Bedingt durch die Berufe ihrer Eltern – ihr Vater war Archäologe, die Mutter Kunsthistorikerin – verbrachte sie ihre Kindheit in Beirut und Athen. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Bern. Neben Festengagements – an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Basel, am Schauspielhaus Zürich sowie über mehrere Jahre regelmäßig an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin – war Bettina Stucky wiederholt freischaffend in Projekten tätig und als Gast an verschiedenen Bühnen engagiert, unter anderem am Theaterhaus Jena, am Staatstheater Kassel, an der Schaubühne Berlin, an den Münchner Kammerspielen, am Burgtheater Wien und am MC93 in Paris (ehemals Théâtre Bobigny).
Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Christoph Marthaler. Zudem arbeitete sie regelmäßig mit Luk Perceval, René Pollesch, Stefan Pucher, Anna Viebrock und Jossi Wieler zusammen.
Seit der Spielzeit 2013/14 gehört Stucky dem Ensemble des Deutschen SchauSpielHaus Hamburg an. Aktuell ist sie dort unter anderem in der zum diesjährigen Theatertreffen eingeladenen Inszenierung "Bernarda Albas Haus" in der Regie von Katie Mitchell zu sehen. Zudem spielt Bettina Stucky regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen.
Bettina Stucky wurde selbst auf dem Theatertreffen 2002 von der Jurorin Elisabeth Trissenaar für ihre Rolle der Natalja in "Drei Schwestern" (Regie: Stefan Pucher) sowie für ihre Rolle im Ensemble von Schuberts "Die schöne Müllerin" (Regie: Christoph Marthaler) mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt sie zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter den Schweizer Grand Prix Theater Preis 2019, den Schweizer Fernsehpreis 2007 sowie den Schweizer Filmpreis 2004, und war als Jurorin für die Mühlheimer Theatertage (2015) und die Berliner Autor*innentheatertage am Deutschen Theater (2018) tätig.
Der diesjährige Alfred-Kerr-Darstellerpreis wird zum Abschluss des 62. Theatertreffens am Sonntag, 18. Mai 2025, im Haus der Berliner Festspiele verliehen.
Ehemalige Juror*innen waren unter anderem Edith Clever, Maren Eggert, Samuel Finzi, Martina Gedeck, Marianne Hoppe, Nina Hoss, Imogen Kogge, Eva Mattes, Ulrich Matthes, Bernhard Minetti, Ulrich Mühe, Franz Rogowski, Edgar Selge, Thomas Thieme, Gerd Wameling, Martin Wuttke und zuletzt 2024 Ursina Lardi.
Ehemalige Preisträger*innen waren unter anderem Kathrin Angerer, Lina Beckmann, Benny Claessens, August Diehl, Dominik Dos-Reis, Fritzi Haberlandt, Julia Häusermann, Steffi Kühnert, Johannes Nussbaum, Wiebke Puls, Samouil Stoyanov, Devid Striesow, Johanna Wokalek und im vergangenen Jahr Nikita Buldyrski.
(Berliner Festspiele / chr)
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