Technischer Direktor der Salzburger Festpiele fristlos entlassen
Verdacht auf Misswirtschaft
Salzburg, 29. Januar 2010. Klaus Kretschmer, seit zwei Jahrzehnten Technischer Direktor der Salzburger Festspiele und eigentlich hoch gelobt, ist vor einigen Tagen fristlos entlassen worden, wie die Wiener Tageszeitung Der Standard (29.1.2010) berichtet. Grund ist seine Arbeit für die Osterfestspiele, die der Leitung der Salzburger Festspiele bisher nicht bekannt gewesen sein soll; Kretschmer hatte dort ein "Nebenbeschäftigungsverbot". Er soll – ohne dass dies bereits letztgültig erwiesen wäre – "ungerechtfertigte Beraterhonorare kassiert haben", so Trenkler. Diese habe Kretschmer für Leistungen erhalten, die die Osterfestspiele, die selbst keine Opern produzieren können, bei den Sommerfestspielen bestellt hatten. Sie sollen also zweimal gezahlt haben: an die Salzburger Festspiele und an Kretschmer.
Neuer Dramatikerpreis des Kölner KunstSalons an Christoph Nußbaumeder
Konzentration auf die Kunst des Fallens
Köln, 29. Januar 2010. Von diesem Jahr an will der Kölner KunstSalon, eine Privatinitiative zur Förderung von Kunst und Kultur, jährlich einen Dramatikerpreis verleihen und damit das Theater der Stadt unterstützen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und soll es dem Preisträger ermöglichen, für das Schauspiel Köln ein Stück zu schreiben und "sich auf das Schreiben zu konzentrieren". Das Schauspiel soll seinerseits für die Uraufführung des Werkes sorgen.
Kürzungen am Theater Augsburg
2 von 27 weg
Augsburg, 28. Januar 2010. Wie Michael Hörmann in der Augsburger Allgemeinen (29.1.) berichtet, wird das Theater Augsburg aufgrund der "dramatischen städtischen Finanzlage", wegen der die Zuschüsse für die Kultur gekürzt werden, in der nächsten Spielzeit vermutlich auf zwei seiner 27 Inszenierungen verzichten müssen – auf eine Oper und ein Schauspiel. Auch in anderen Kulturbereichen muss gespart werden. Der Augsburger Kultur- und Sportreferent Peter Grab verteidigte die Sparpolitik: "Natürlich tun die Kürzungen weh. Aber es sind alle Referate betroffen. Mit der Kultur und dem Sport geht es weiter in Augsburg. Viele Dinge werden trotz der Haushaltskrise stattfinden."
Internationales Figurentheaterfestival soll in Erlangen abgeschafft werden
Riskiert die Stadt einen Image-Totalschaden?
Nürnberg, 28. Januar 2010. Von einem "skandalösen und von jedem Sachverstand unbeleckten Vorschlag im Erlanger Stadtrat" spricht Andreas Radlmaier von der Nürnberger Abendzeitung angesichts der Idee, das renommierte Internationale Figurentheaterfestival, das parallel in Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach stattfindet, ab 2011 nicht mehr in Erlangen stattfinden zu lassen. Damit will die Stadt 300.000 Euro einsparen.
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