meldungen
Schillerpreis für Andrea Breth
Unveraltet, unvergessen
11. Februar 2015. Die Regisseurin Andrea Breth (62) erhält den diesjährigen Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar. Das teilte laut verschiedener Medien die Stadt Marbach mit.
Rimini Protokoll übernimmt Schlingensief-Gastprofessur in Bochum
Simulation Europa
Bochum, 10. Februar 2015. Das Dokutheaterkollektiv Rimini Protokoll (Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel) übernimmt ab dem Sommersemester die erste Christoph-Schlingensief-Gastprofessur am theaterwissenschaftlichen Institut der Ruhr Universität Bochum. Das melden verschiedene Medien. Mit der neuen Stiftungsprofessur will die landeseigene Kunststiftung NRW die Szenische Forschung unterstützen.
Finanzierung der Augsburger Theater-Sanierung unklar
Hilfe vom Freistaat?
Augusburg, 5. Februar 2015. Die lange geplante Sanierung des Augsburger Stadttheaters wird offenbar teurer als zunächst gedacht. Laut Augsburger Allgemeine schätze der Kulturausschuss die Sanierungskosten für das große Haus jetzt auf 118 Mio. Euro, inklusive Werkstätten und Probenbühnen auf 200 Mio. Euro. Da die Stadt so viel Geld aus eigener Kraft nicht aufbringen könne, sei die Finanzierung der dringend nötigen Sanierung unklar.
Baseler Kulturförderpreis 2015 zum dritten Mal vergeben
Zukunftweisende Künstlerpersönlichkeiten
4. Februar 2015. Der Kulturförderpreis von Basel Stadt geht 2015 an das Kollektiv Firma für Zwischenbereiche (FfZB). Das teilt die Stadt auf ihrer Internetseite mit. Die FfZB realisiert, führt die Mitteilung aus, in unterschiedlichen Konstellationen Projekte an der Grenze zwischen Theater und Vermittlung. Zum Kernteam werden die Theaterfrauen Milena Meier, Eva Rottmann und Ute Sengebusch sowie die Szenografin Martina Ehleiter und die Medienkünstlerin Olivia Suter gezählt.
Preise beim Reutlinger Monospektakel-Festival
Das Für und Wider der Parallelwelten
4. Februar 2015. Im Reutlinger Theater Die Tonne ging am vergangenen Sonntag das Solo-Festival "Monospektakel" mit einer Preisvergabe zu Ende. Das berichtet das Online-Portal der Südwest Presse. Eine siebenköpfige Jury wählte dem Bericht zufolge unter den sieben eingeladenen Stücken drei Preisträger aus. Platz eins wurde dem Stück "Ben X" des belgischen Autors Nic Balthazar zuerkannt, einer Produktion des Theaters an der Glocksee in Hannover. Der Schauspieler Jonas Vietzke, der den Preis als Darsteller der Titelrolle entgegennahm, ist auch künstlerischer Co-Leiter des Theaters.
Schauspielerin Elisabeth Orth zur Doyenne des Burgtheaters ernannt
Hervorragende künstlerische Leistungen als Ensemblemitglied
2. Februar 2015. Die Schauspielerin Elisabeth Orth, Ehrenmitglied des Burgtheaters, wird nach dem Tod von Annemarie Düringer die neue Doyenne des Wiener Burgtheaters. Das teilte das Theater mit.
Einladungen zum Theatertreffen 2015
Die Allerbemerkenswertesten
Berlin, 2. Februar 2015. Zum Theatertreffen 2015 sind von insgesamt 36 diskutierten diese zehn Produktionen eingeladen:
1. Common Ground
Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Yael Ronen
Nachtkritik vom 14. März 2014
2. die unverheiratete
Burgtheater Wien, Regie: Robert Borgmann
Nachtkritik vom 14. Dezember 2014
3. John Gabriel Borkman
Schauspielhaus Hamburg, Regie: Karin Henkel
Nachtkritik vom 21. September 2014
4. Atlas der abgelegenen Inseln
Schauspiel Hannover, Regie: Thom Luz
Nachtkritik vom 21. September 2014
5. Warten auf Godot
Ruhrfestspiele / Deutsches Theater Berlin, Regie: Ivan Panteleev
Nachtkritik vom 5. Juni 2014
6. Die Schutzbefohlenen
Theater der Welt / Thalia Theater Hamburg, Regie: Nicolas Stemann
Nachtkritik vom 23. Mai 2014
7. Warum läuft Herr R. Amok?
Münchner Kammerspiele, Regie: Susanne Kennedy
Nachtkritik vom 27. November 2014
8. Das Fest
Staatsschauspiel Stuttgart, Regie: Christopher Rüping
Nachtkritik vom 20. April 2014
9. Die lächerliche Finsternis
Burgtheater Wien, Regie: Dušan David Pařízek
Nachtkritik vom 6. September 2014
10. Baal
Residenztheater München, Regie: Frank Castorf
Nachtkritik vom 15. Januar 2015
Das gaben Berliner Festspiele-Intendant Thomas Oberender und Theatertreffenleiterin Yvonne Büdenhölzer zusammen mit der Kritiker*innen-Jury (Till Briegleb, Barbara Burckhardt, Wolfgang Huber-Lang, Peter Laudenbach, Bernd Noack, Stephan Reuter und Andreas Wilink) im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.
Die Einladung des "Baal" vom Residenztheater München, dessen Absetzung der Suhrkamp Verlag im Auftrag der Brecht-Erben erwirken will, sei auch als Impuls an die Brecht-Erben gedacht, ihre Entscheidung zu überdenken, so die Jury.
Theatertreffen-Leiterin Büdenhölzer bezeichnete den Jahrgang 2015 als "Festival der Debütanten und Erstaufführungen". Eine neue Generation von Regisseuren und Autoren dränge ins Theater. Außerdem sei eine Repolitisierung des Theaters festzustellen.
Thomas Oberender kündigte einen Fassbinder-Schwerpunkt für das Rahmenprogramm des Theatertreffens an – zu dem auch der Stückemarkt gehört, den die Berliner Festspiele Ende 2014 re-reformiert haben, indem sie nach einem Jahrgang im Zeichen der performativen Arbeiten und der Patenschaft zu den Stücken und zum Jury- und Wettbewerbsprinzip zurückkehrten.
Das 52. Theatertreffen findet vom 1. bis zum 17. Mai 2015 in Berlin statt.
(sle / sd)
Mehr zu Theatertreffen: Diese zehn wurden kürzlich von der nachtkritik.de-Userschaft in die Auswahl des virtuellen Theatertreffens 2015 geklickt.
Und diese zehn waren letztes Jahr zum Theatertreffen der Berliner Festspiele eingeladen.
Österreichs Theater gegen Steuererhöhungen auf Eintrittskarten
Bald nur noch für Oberschicht?
31. Jänner 2015. In Österreich gibt es Streit wegen einer möglichen Steuererhöhung für Eintrittskarten, das meldet unter anderen der Westdeutsche Rundfunk (30.1.2015).
Ärger um Frank Castorfs "Baal" in München
Absetzung soll erklagt werden
30. Januar 2015. Der Suhrkamp Verlag hat dem Residenztheater München mitgeteilt, dass er heute eine einstweilige Verfügung vor Gericht beantragen wird, um die Absetzung der zukünftigen Baal-Aufführungen (nachtkritik vom 15. Januar 2015) in der Inszenierung Frank Castorfs im Residenztheater zu erwirken. Das teilt das Theater in einer Pressemeldung mit. Intendant Martin Kušej sei von diesem Schritt des Verlags "außerordentlich irritiert und wir kämpfen dafür, dass die Inszenierung weiterhin im Residenztheater gezeigt werden kann".
Ruhr-Uni bekommt Schlingensief-Gastprofessur
Für einen internationalen Künstler
30. Januar 2015. Die Universität Bochum will am Theaterwissenschaftlichen Institut eine Christoph-Schlingensief-Gastprofessur einrichten, das meldet wdr.de. Sie soll mit international renommierten Künstlern besetzt werden, die den Studierenden aktuelle Entwicklungen in der Darstellenden Kunst vermitteln. Die Gastprofessur wird von der Kunststiftung NRW unterstützt. Sie ist nach dem 2010 gestorbenen Regisseur Christoph Schlingensief benannt, der aus Oberhausen stammte. Wer die Gastprofessur als erstes übernehmen wird, sei aber noch nicht bekannt.
(wdr.de / sik)
"Blackfacing" ist "Anglizismus des Jahres" 2014
Wer hat die kulturelle Deutungshoheit?
27. Januar 2015. Der Begriff "Blackfacing" ist der "Anglizismus des Jahres" 2014. Das meldet u.a. Spiegel online. Die "Bezeichnung für die Darstellung schwarzer Menschen durch dunkel geschminkte weiße Menschen" reflektiert nach Ansicht der Jury unter dem Vorsitz des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin "einen Konflikt zwischen einer Mehrheit, die für sich eine uneingeschränkte kulturelle Deutungshoheit in Anspruch nimmt, und einer (wachsenden) Minderheit, die das nicht mehr stillschweigend hinnimmt".
Thomas Ostermeier wird Commandeur des Arts et des Lettres
Im Kommandostand der Künste
26. Januar 2015. Thomas Ostermeier, künstlerischer Leiter der Schaubühne in Berlin, wird Commandeur de L'Ordre des Arts et des Lettres. Damit steigt er in der Rangordnung des vom französischen Kulturministeriums verwalteten Ordens, der als wichtigste kulturelle Auszeichnung Frankreichs gilt, zur höchsten Stufe auf. Bereits zuvor war Ostermeier zum Chevalier und 2010 zum Officier de L'Ordre des Arts et des Lettres erhoben worden. Die Kulturministerin Fleur Pellerin wird den Orden am 9. Februar 2015 in Berlin überreichen. Zugleich wird auch die Schauspielerin Nina Hoss, die seit 2014 zum Ensemble der Schaubühne gehört, den Titel eines Chévalier de L'Ordre des Arts et des Lettres verliehen bekommen.
39 Projekte der freien Szene Hamburg gefördert
Freie Szene an der Waterkant
Hamburg, 23. Januar 2015. Die Hamburger Kulturbehörde hat ihre Förderentscheidung für die freie darstellende Kunst in Hamburg bekannt gegeben. In den Bereichen Kinder- und Jugendtheater, Tanztheater, Performance, Sprech- und Musiktheater werden für die Spielzeit 2015/2016 insgesamt 39 Projekte auf Grundlage von Juryempfehlungen mit insgesamt rund 625.000 Euro gefördert (der gleichen Fördersumme wie für die aktuelle Spielzeit, für die 40 Projektanträge bewilligt wurden). 128 Anträge waren im neuen Turnus eingegangen. Die vollständige Liste der geförderten Arbeiten findet sich auf der Onlineseite der Stadt hamburg.de.
Der Suhrkamp-Verlag ist gerettet
Unseld-Berkéwicz tritt ab
Frankfurt am Main, 21. Januar 2015. Der Suhrkamp-Verlag wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Wie Deutschlandradio Kultur mit Berufung auf das Unternehmen meldet, steigt die Darmstädter Unternehmerfamilie Ströher als neuer Aktionär mit ein. Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz will in den kommenden Monaten ihr Amt abgeben und in den Aufsichtsrat wechseln.
Der Dramatiker Georg Lohmeier ist tot
Ein guter Bayer kann auch aus Afrika sein
20. Januar 2015. Der Dramatiker Georg Lohmeier ist tot. Das meldet der Bayerische Rundfunk auf seiner Internetseite. Lohmeier, der nicht nur Theaterstücke und Hörspiele, sondern auch Fernsehserien, wie "Königlich Bayerisches Amtsgericht" schrieb, starb der Mitteilung zufolge am 19. Januar 2015 nach langer Krankheit.
Ulrich Tukur erhält den Helmut-Käutner-Preis 2015
Widersprüchliche Männerfiguren
20. Januar 2015. Der Helmut-Käutner-Preis 2015 wird in diesem Jahr an Ulrich Tukur verliehen, das meldet unter anderem die Westdeutsche Zeitung (20.1.2015). Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass "Tukur zu den herausragenden Schauspielern Deutschlands" gehöre. Seit den achtziger Jahren verkörpere er "überzeugend oftmals widersprüchliche Männerfiguren in deutschen und internationalen Filmproduktionen". Ihm gelängen stets "Charakterdarstellungen von bleibender Wirkung".
Kulturpreis des Berliner Boulevardblatts BZ für Shermin Langhoff und Barrie Kosky
Zwei bronzene Bären
19. Januar 2015. Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters und Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper in Berlin, erhalten den 24. Kulturpreis der Berliner Boulevardzeitung BZ. Das geht aus einer Mitteilung des Blatts hervor.
Mitbegründer des Steirischen Herbstes ist tot
Hybrides Interesse
Graz, 13. Januar 2015. Emil Breisach ist tot. Wie der Steirische Herbst mitteilt, zu dessen Mitbegründern Breisach gehörte, wurde er 90 Jahre alt.
Auch der Deutsche Bühnenverein solidarisiert sich mit Charlie Hebdo
Je suis Charlie
9. Januar 2015. Der Deutsche Bühnenverein verurteilt den Anschlag auf Charlie Hebdo und trauere an der Seite der Angehörigen um die getöteten Mitarbeiter dieser Zeitschrift und die getöteten Polizisten, heißt es in einer Pressemitteilung. "Charlie Hebdo" stehe für die Freiheit der Kunst. Diese Freiheit wurde vor allem in der französischen Revolution erstritten und prägt heute das Wesen jedes freiheitlichen Rechtsstaats.
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