meldungen

Leipziger Studie: Kultur ist rentabel

Satte Renditen durch Theater

14. Mai 2014. Investitionen in Kultur rechnen sich. Und zwar nicht nur ideell, sondern auch ökonomisch betrachtet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, die die Genossenschaft Deutscher Bühnen Angehöriger (GDBA) auf ihrer Website veröffentlicht. Die Studie war von der Stadt Leipzig in Auftrag gegeben worden, um die wirtschaftliche Relevanz ihrer öffentlichen Theaterhäuser – Oper, Schauspiel und Theater der Jungen Welt – zu prüfen. Das Ergebnis: "In allen denkbaren Szenarien bringen die Häuser mehr Geld in die Stadt als sie an Zuschüssen benötigen", so referiert Jörg Rowohlt auf der GDBA-Website die Studie.

Theatertreffen-Jurorin Daniele Muscionico zurückgetreten

Kein Einzelfall

Berlin, 12. Mai 2014. Als Konsequenz aus der Plagiats-Affäre beim Berliner Theatertreffen tritt die Schweizer Jurorin Daniele Muscionico mit sofortiger Wirkung aus der Theatertreffen-Jury zurück. Das teilen die Berliner Festspiele in einer Pressemeldung auf ihrer Website mit. Ein Nachfolger werde zeitnah benannt.

Vorwürfe gegen Alain Platels "Tauberbach"

Ästhetischer Kolonialismus?

Berlin, 12. Mai 2014. Gegen Alain Platels Inszenierung "Tauberbach" (hier der Shorty vom Theatertreffen-Gastspiel) wurden anlässlich der gestrigen zweiten Vorstellung beim Berliner Theatertreffen Plagiats-Vorwürfe erhoben. Das schreibt Hannah Wiemer auf Theatertreffen-Blog.de.

Autor Jörg Albrecht drei Tage lang in Abu Dhabi inhaftiert

Emiratische Gastfreundschaft

10. Mai 2014. Der Autor Jörg Albrecht, Gast auf der Buchmesse von Abu Dhabi, wurde dort drei Tage lang inhaftiert, ist aber mittlerweile wieder freigekommen, berichtet Joachim Güntner in der Neuen Zürcher Zeitung. Albrecht war, wie zwei weitere deutsche und sieben Schweizer Autoren, offizieller Gast der Messe und des bei der Kulturbehörde angesiedelten Übersetzungsprojekts Kalima ("Wort").

Kythera-Preis an Yasmina Reza

Eindringliche Fehlerdarstellung

8. Mai 2014. Die französische Dramatikerin und Romanautorin Yasmina Reza erhält dieses Jahr den Kythera-Preis. Das meldet der WDR. In der Würdigung der Jury wird Reza als "genaue Beobachterin ihrer Mitmenschen" beschrieben. Sie bringe die Fehler und Lächerlichkeiten ihrer Protagonisten "auf ebenso unterhaltsame wie eindringliche Weise" zur Vorstellung.

Rostock gefährdet durch Kahlschlagpläne die Existenz des Volkstheaters

Kräftig abkassieren

Rostock, 6. Mai 2014. Die Verwaltung der Stadt Rostock plant den städtischen Zuschuss für das Volkstheater ab 2018 um 3,8 Millionen Euro zu kürzen. So berichten die Norddeutschen Neuesten Nachrichten (NNN) auf ihrer Onlineplattform. Zudem sehe der Entwurf des Haushaltssicherungskonzepts vor, dass das Theater in dem verbleibenden Etat von rund 14 Millionen Euro (aus Zuschüssen von Stadt und Land) Abschreibungen für den vorgesehenen Theaterneubau vornehmen müsse. Die Gesamthöhe der Belastungen würde damit bei rund 6 Millionen Euro liegen, wird Geschäftsführer Stefan Rosinski zitiert.

Ulf Schmidt gewinnt den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes

Das Dorforakel gewinnt

Heidelberg, 4. Mai 2014. Der Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014 geht an Ulf Schmidt. Zum Abschluss der 31. Ausgabe des Heidelberger Stückemarkts wurde Ulf Schmidt für sein Stück Der Marienthaler Dachs ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde von einer Jury vergeben, bestehend aus der Regisseurin Anna Bergmann, dem Kritiker Vasco Boenisch, dem Dramaturgen Jürgen Popig, dem Regisseur Erich Sidler und dem Dramatiker Bernhard Studlar.

Henriette Dushe gewinnt Autorenpreis der Stadt Essen

Preis-Sammlerin

Essen, 28. April 2014. Für ihr Stück "Von der langen Reise auf einer heute überhaupt nicht mehr langen Strecke" hat die in Halle an der Saale geborene Autorin Henriette Dushe die zum dritten Mal vom Schauspiel Essen ausgerichteten Autorentage "Stück auf!" gewonnen. Das teilt das Schauspiel Essen mit. Bei der Endausscheidung um den mit 5000 Euro dotierten Autorenpreis der Stadt Essen setzte sich Dushe gegen sechs weitere Finalisten durch. Die Uraufführung ihres Stückes wird am 19. April 2015 am Schauspiel Essen stattfinden.

Neuer Schweizer Theaterpreis mit 100.000 Franken dotiert

Grand Prix du théâtre national

27. April 2014. Im Rahmen des neu begründeten Schweizer Theatertreffens (Erstausgabe vom 23.-25 Mai 2014 in Winterthur, hier die Auswahl) wird ab 2014 jährlich der mit 100.000 Franken dotierte Grand Prix an eine "Persönlichkeit des Schweizer Theaterschaffens" vergeben. Das schreibt der Tagesanzeiger (24. April 2014). Der vom Bundesamt für Kultur (BAK) gestiftete Grand Prix ersetze den Hans-Reinhart-Ring, den die Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur seit 1957 vergeben hatte und der in den letzten Jahren u.a. an Christoph Marthaler und Volker Hesse ging.

Thüringer Theaterpreis 2014 an Stellwerk Weimar

Sturm und Drang, ungeschminkt

Rudolstadt, 24. April 2014. Der Thüringer Theaterpreis 2014 geht an das D.A.S. Jugendtheater im Stellwerk Weimar für seine Inszenierung Kabale und Liebe, bei der zehn junge Spieler zwischen 14 und 20 Jahren sich mit Schillers Text auseinandersetzen (Regie: Yves Hinrichs). Das meldet der Thüringer Theaterverband, der den Preis für die freie professionelle und nichtprofessionelle Theaterszene in Thüringen seit 2012 alle zwei Jahre ausschreibt. Er ist mit 2000 Euro dotiert, wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gestiftet und von einer Fachjury vergeben.

Burgtheater weist für 2012/13 fast 20 Mio. Euro Bilanzverlust aus

Zwischen Liquidität und Rückstellungen

Wien, 25. April 2014. Das in finanzielle Schieflage geratene Burgtheater hat seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2012/2013 präsentiert. Der Jahresabschluss, der dem Aufsichtsrat und der Bundestheater Holding vorgelegt wurde, weist einen Bilanzverlust von 8,6 Millionen Euro aus, der den Prognosen entspricht. Zusätzlich jedoch schlagen Risikovorsorgen und Rückstellungen in Höhe von 11 Millionen Euro zu Buche, so dass sich der Bilanzverlust de facto auf knapp 20 Millionen Euro beläuft.

Leiter des Internationalen Forums beim Berliner Theatertreffen geht

Fester Bestandteil

25. April 2014. Uwe Gössel, seit zehn Jahren der Leiter des Internationalen Forums, wird die Berliner Festspiele verlassen. Das wurde am Rande eines Pressegesprächs über das Programm des diesjährigen Berliner Theatertreffens im Haus der Berliner Fespiele bekannt. Die Personalie ist auch dem Programmheft zum Theatertreffen zu entnehmen. Das als "Forum junger Bühnenangehöriger" gegründete Internationale Forum findet in diesem Jahr zum 50. Mal statt.

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