Romeo und Julia - Passionstheater Oberammergau
In 24 Stunden zum Ehering
Wilhelm Tell - Christian Stückl inszeniert im Oberammergauer Passionstheater den gelungenen Aufstand
Eigenhändige Erlösung
von Willibald Spatz
Oberammergau, 6. Juli 2018. Noch zwei Jahre ist es hin bis zur nächsten Passion und doch ist diese schon großes Thema im Oberammergauer Passionstheater. Bevor es richtig losgeht, tritt der Regisseur Christian Stückl auf die Bühne und verkündet, dass hier nach einem Gottesdienst im Oktober die Besetzung für 2020 bekannt gegeben werde und dass die, die nun gleich "Wilhelm Tell" spielen, dann auch dabei sein werden und sich hiermit empfehlen. Denn sowohl heuer als auch bei den alle zehn Jahren aufgeführten Passionsspielen dürfen nur Original-Oberammergauer mitmachen und zwar jede Menge. Außer den Schauspielern gibt es noch ein von Markus Zwink geleitetes Orchester mit Chor, insgesamt weit über hundert Beteiligte.
Kaiser und Galiläer - Christian Stückl versucht sich in Oberammergau an einem "unspielbaren" Ibsen
Lass uns diesen Abgrund nicht zu Ende denken
von Steffen Becker
Oberammergau, 1. Juli 2016. In einer Vorschau zur Premiere im Passionstheater Oberammergau sieht man einen aufgedrehten Regisseur Christian Stückl atemlos berichten, wie irre knapp dran man dieses Jahr war. Nicht schlimm, Improvisation ist ja seine Stärke, und am Stück selbst fällt die ohnehin den wenigsten auf. Ibsen bezeichnete zwar "Kaiser und Galiläer" als sein wichtigstes Werk, aufgeführt wurde es laut Stückl aber zuletzt im Jahr 1906. 110 Jahre später wagt der es, zumindest einen Bruchteil des Textes auf die Bühne zu bringen.
Moses - In Oberammergau inszeniert Christian Stückl die (post)migratische Version des Bibel-Stoffs von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel
Der doppelt Fremde
von Steffen Becker
Oberammergau, 5. Juli 2013. Eine Fahrt nach Oberammergau – ins katholische Herzland Bayerns – schreit gerade zu danach, die alte Firmungs-Bibel herauszukramen. Christian Stückl, Oberammergauer, Passionsspielleiter und Volkstheaterintendant, inszeniert "Moses". Liest man heute die entsprechenden Bibelpassagen, ist man ganz überrascht, wie brutal und abstoßend dieses Buch sein kann. Bei Feridun Zaimoglu und Günter Senkel beginnt der Stoff mit Sex. Ein ägyptischer Aufseher vergewaltigt eine Hebräerin und will ihren Mann ermorden. Moses tötet ihn – und stolpert in eine Sinnkrise, die ihn zum Propheten werden lässt.
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