Schweizer Theatertreffen - Männerbilder und Sprachräume dominieren den Abschluss des ersten Schweizer Theatertreffens in Winterthur
Jammerlappen und Motorradhelden
von Claude Bühler
Winterthur, 31. Mai 2014. Hat nun das erste Schweizer Theatertreffen den "Berliner Deutungsanspruch" (des Berliner Theatertreffens) angegriffen, wie es die Berliner Zeitung schrieb? Wohl kaum. Gibt es überhaupt genügend Theater in der kleinen Schweiz für eine regelmäßige, relevante Leistungsschau, wo die beiden bestimmenden Schauspielstädte Zürich und Basel, die mit Karin Henkels Amphitryon und Christoph Marthalers Das Weiße vom Ei präsent waren, nur eine Zugstunde auseinander liegen? Das wird sich mit den nächsten Jahrgängen erweisen. Eher bescheidene 2130 Eintritte wurden dieses Mal in Winterthur verzeichnet. Die mehrsprachig zusammengesetzte Kritiker-Jury hat aus 200 Vorschlägen sieben Produktionen ausgewählt, davon zwei französisch- und eine italienischsprachige. Letztere wurden mit Übertitelungen übersetzt.
Ab der Spielzeit 2015/16 wird Karl M. Sibelius Intendant des Theaters Trier. Wie übernimmt man ein Haus, das mit vielen Problemen zu kämpfen hat?
Im Westen was Neues
von Rainer Nolden
Trier, 21. Mai 2014. Von einem Rand der Republik an den anderen führt Karl M. Sibelius seine nächste Aufgabe. Der Österreicher, 1969 in Bregenz geboren, wird demnächst nach dreijähriger Intendanz am Theater an der Rott im niederbayerischen Eggenfelden, gut 120 Kilometer nordöstlich von München, in den äußersten Westen ziehen. Er tritt das Amt als Nachfolger von Gerhard Weber an, der sich nach zehn Jahren am Stadttheater Trier in den Ruhestand verabschiedet.
New Hamburg loves Veddel - Das Hamburger Schauspielhaus migriert auf eine Elbinsel
In der Köfteschlange
von Falk Schreiber
Hamburg, 18. Mai 2014. Die Veddel also. Ein kleiner Stadtteil Hamburgs auf einer Insel in der Elbe, zwei S-Bahn-Stationen südlich des Hauptbahnhofs. Keine 5000 Menschen leben hier auf rund viereinhalb Quadratkilometern, 5000 Menschen, davon 70 Prozent mit Migrationshintergrund. Die Veddel wird gerne als Problemstadtteil gelabelt: Knapp 30 Prozent der Einwohner beziehen Leistungen nach SGB II, der Wert ist dreimal so hoch wie im gesamten Hamburg. Auch die Kriminalität liegt höher als im Rest der Stadt, dafür ist die Quote der Schüler, die aufs Gymnasium gehen, extrem niedrig. Aber: Die Veddel ist auch ein sehr junger Stadtteil, knapp 22 Prozent der Einwohner sind unter 18 Jahren. Und: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt unter dem Schnitt (alle Zahlen hier).
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