3. Schweizer Theatertreffen in Genf nebst Schweizer Theaterpreisen - ein Festival auf der Suche nach seinem Charakter
Palmarès vom Schreibtisch?
von Andreas Klaeui
Genf, 27. Mai 2016.Wer einmal eine seiner Produktionen gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen. Das Zürcher Theater Hora ist schon eine ganz besondere Institution. Seit einem Vierteljahrhundert leistet es Pionierarbeit in der künstlerischen Förderung von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Die allererste Produktion war "Momo" nach dem Roman von Michael Ende, die Figur des Meisters Hora darin, der die Zeit verwaltet, gab dem Theater den Namen. Über den Umgang mit Zeit kann man manches lernen in den Hora-Aufführungen, über Geduld, und Hingabe auf der Bühne. International bekannt – und kontrovers diskutiert – wurde es mit Disabled Theater in der Inszenierung von Jérôme Bel, das den Schutz von Rollen hinter sich ließ. Das aktuelle Langzeitprojekt nennt sich "Freie Republik Hora": Hier entwickelt das Ensemble eigene Inszenierungen und Choreografien; abermals ein Schritt über das herkömmliche "Behindertentheater" hinaus.
Videodokumentation der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 4" in Berlin 2016
Die Panels bei "Theater und Netz. Vol. 4"
Mai 2016. Unter dem Schwerpunkt "[Digitale] Bühnen des Extremismus" veranstalteten nachtkritik.de und die Heinrich Böll Stiftung am 8. Mai 2016 in Berlin die vierte Auflage der Konferenz "Theater und Netz". Die Diskussionsveranstaltungen des Tages wurden live gestreamt. Die Mitschnitte der Panels stehen hier zur Nachschau zur Verfügung. Arne Vogelgesangs Performance "Medienkompetenztraining für Propaganda-Einsteiger" kann aus rechtlichen Gründen nicht als Mitschnitt veröffentlicht werden. Das gesamte Konferenzprogramm finden Sie unter www.theaterundnetz.de.
Texte zu den Schwerpunkten der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 4" am 8. Mai 2016 in Berlin
[Digitale] Bühnen des Extremismus
Berlin, 6. Mai 2016. In dieser Sammlung finden Sie eine Auswahl von Texten zu den Diskussionsschwerpunkten der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 4" von nachtkritik.de und der Heinrich Böll Stiftung am 8. Mai 2016 in Berlin. Sie präsentiert Linkhinweise und Beiträge, die nachtkritik.de in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit den Konferenzthemen in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Alles über das diesjährige Tagungs-Programm von "Theater und Netz" finden Sie auf der Konferenzwebsite www.theaterundnetz.de.
Theaterblogs, Social Media & Theater
Das Barcamp "Theater und Internet" am Thalia Theater Hamburg – von Esther Slevogt (11/2012)
Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen – von Georg Kasch (5/2013)
Krise, welche Krise? Zur vermeintlichen und tatsächlichen Krise der Theaterkritik (und Theaterblogs) in Großbritannien – von Andrew Haydon (10/2013)
Second Stage. Übersicht zur ersten Twitter-Theater-Woche (12/2013)
Twitterflegel. Gesammelte Tweets zum Live-Twitter-Experiment des Münchner Residenztheaters (12/2013)
Twitter und Theater – Wie die Sozialen Medien im Theater funktionieren (könnten) – von Anne Peter (4/2014)
Kulturmanagement-Blog von Christian Henner-Fehr (Linkhinweis)
Liste aller Beiträge zur Blogparade #TheaterImNetz – von Kulturfritzen (Linkhinweis, 11/2015)
Zum Bloggercafé auf der #tn16 – von Kulturfritzen (Linkhinweis, 4/2016)
Theater trifft Politik. Politisches Theater in der Postdemokratie
Zu Nicolas Stemann und seinen Inszenierungen – Lexikoneintrag
Borgen – Nicolas Stemann bastelt sich an der Berliner Schaubühne aus der erfolgreichen dänischen TV-Politserie ein Postdemokratie-Seminar – Nachtkritik von Anne Peter (3/2016)
Jürgen Trittin im Gespräch mit Liane von Billerbeck über Nicolas Stemanns "Borgen" – Radiokritikgespräch auf Deutschlandradio Kultur (Linkhinweis, 3/2016)
[Digitale] Bühnen des Extremismus
Kolumne: Aus dem bürgerlichen Heldenleben – über Volkstribune auf YouTube und im Theater – von Esther Slevogt (2/2016)
Hass auf allen Kanälen. Die offene Netzgesellschaft und ihre Feinde
Small Town Boy – Falk Richter entwirft am Maxim Gorki Theater ein Gegenbild zum homosexuellen Coming Out – Nachtkritik von Simone Kaempf (1/2014)
FEAR – An der Schaubühne Berlin schickt Falk Richter seine Darsteller in die linksintellektuelle Blase – Nachtkritik von Georg Kasch (10/2015)
AfD-Sprecher filmt "Fear" an der Schaubühne und fliegt beinahe raus – Meldung (11/2015)
Schaubühne Berlin wehrt sich gegen rechte Kritik an "Fear" – Meldung (11/2015)
Kolumne: Queer Royal – über Widersprüche der Konservativen – von Georg Kasch (12/2015)
Bastion der Mitte oder Ort des Gegendiskurses. Quo vadis, Theater?
Offener Brief zur Krise der Mehrspartenhäuser und des Theaters Plauen-Zwickau – Meldung zum Offenen Brief von Roland May (4/2015)
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XX - Das Ensembletheater? Nur noch romantische Erinnerung! – von Matthias Weigel (4/2015)
Berlins Regierender Bürgermeister Müller präsentiert Frank Castorfs Nachfolger - Kommentar zur Ernennung von Chris Dercon zum Intendanten der Volksbühne – von Christian Rakow (4/2015)
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXI – Warum Ensembletheater tragende Säulen der deutschsprachigen Theaterlandschaft sind – von Thomas Bockelmann (5/2015)
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXII – Teamleitungen als Chance für reaktionsschnelle und lernfähige Theaterhäuser – von Esther Boldt (6/2015)
Stadttheaterdebatte XXIII – Die Dramaturgin Sabine Reich fordert das Theater dazu auf, seinen gymnasialen Habitus abzulegen – von Sabine Reich (10/2015)
Theater und Netz
Theater und Internet – Eine Expedition in die Tiefen des world wide web auf der Suche nach dem Theater – von Esther Slevogt (12/2001)
Mikro-Heroen. Theater als Text- und Themenmixmaschine, als Jetztzeitsurfsitzung mit 17 offenen Browserfenstern, als "Mashup-Pop" – von Jörg Albrecht (5/2008)
Die Dauerpräsenz des Publikums im Internetzeitalter und seine Folgen für das Künstlerbild – von Ina Roß (4/2013)
Thesen zur Konferenz "Theater und Netz. Vol. 1" – ein Bullshit-Bingo, umkleidet von dreißig Thesen – von Christoph Kappes (5/2013)
Übersicht zur Konferenz "Theater und Netz Vol. 1" im Mai 2013 in Berlin (5/2013)
Übersicht zur Konferenz "Theater und Netz Vol. 2" im Mai 2014 in Berlin (5/2014)
Auf dem Weg zum agilen Theater. Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VIII – ein Vortrag zum nächsten Theater – von Ulf Schmidt (1/2014)
Wider den sozialen Druck des Konformismus. Rede zur Eröffnung des Festivals Theater der Welt 2014 in Mannheim – von Jacob Appelbaum (5/2014)
Wissen und Gewissen – Im Schattenreich der Überwachung. Eröffnungsrede zum Dresdner Theaterfestival "Parallel Lives" – von Ilija Trojanow (6/2014)
Deutsche Bühne und kalifornische Ideologie. Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVIII – Über die Wiedergeburt des Theaters aus der Rhetorik des Digitalen – von Ulf Otto (10/2015)
Zeiten der Selbstermächtigung. Vortrag über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels – von Esther Slevogt (12/2014)
Mehr Beiträge finden Sie im Lexikon-Eintrag: Internet und Theater.
Die Heinrich Böll Stiftung, Partner von nachtkritik.de in der Konzeption und Durchführung der Konferenz, hat zur 2014er-Ausgabe von "Theater und Netz" den Sammelband Brennen ohne Kohle herausgebracht. In kulturpolitischen Aufsätzen und Recherchen werden die Finanzierungskrise der Stadttheater und der Freien Szene eingehend beleuchtet und Visionen einer künftigen Theaterarbeit diskutiert. Der Band ist auf der Tagung am 8. Mai 2016 in der Heinrich Böll Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte, erhältlich. Hier die Vorschau auf das Buch.
Outside the Image Inside Us - Rabih Mroué und Lina Majdalanie zeigen am Berliner HAU eine Werkschau
Zweifel in Flaschen
von Claudia Wahjudi
Berlin, 3. April 2016. Töten und getötet werden, verschwinden oder zurückbleiben: Rabih Mroués Stücke und Performances verhandeln Überlieferungen von Kriegen und Konflikten im Nahen Osten. Der Künstler glaubt keiner, noch nicht einmal seiner eigenen, wie seine Retrospektive durchaus mit feinem Humor plausibel macht.
Zur Auswahl der Mülheimer Theatertage 2016 — Videointerview mit Juror Franz Wille
"Trostpflaster werden nicht vergeben"
Videointerview von Christian Rakow
Franz Wille, Leitender Redakteur von "Theater heute" und Auswahljuror der Mülheimer Theatertage
Berlin, 2. März 2016. Franz Wille ist leitender Redakteur des Fachmagazins "Theater heute" und seit 1993 mit zwei Unterbrechungen (2003-2004 und 2011-2013) Auswahljuror der Mülheimer Theatertage. 2016 vertritt er das Auswahlgremium als Sprecher in der Preisjury für den Mülheimer Dramatikerpreis. Im Interview mit nachtkritik.de spricht Franz Wille u.a. über performative Textformen, die Vorzüge des Stadttheaters gegenüber der Freien Szene und über den Hit der Saison "Terror" von Ferdinand von Schirach, der nicht nach Mülheim eingeladen ist. Das Interview fand in der Bahnhofsmission des Berliner Hauptbahnhofs statt.
Mehr zu den sieben Stücken, die 2016 um den Mülheimer Dramatikerpreis konkurrieren.
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- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
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