Essay: Hat die Postdramatik uns verroht?
Eine Schule des Lebens
3. Januar 2026. Als in den Neunzigerjahren die Postdramatik aufkam, geriet ein hohes Gut des Theaters in Bedrängnis: die Herausforderung, sich in Figuren hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen. Warum es höchste Zeit ist, wieder Empathie zu lernen. Ein Text aus dem vergangenen Frühjahr zu Jahresbeginn nochmal aus dem Archiv geholt.
Von Nicola Bremer
Nicola Bremer © Gregor Kühn-Belasi
24. April 2025. Als ich den Koalitionsvertrag las, hatte ich kein gutes Gefühl. Es wirkte auf mich, als hätten die Politiker:innen, die ihn formulierten, wenig Gespür, wie es vielen Menschen wirklich geht, als wären sie nicht besonders empathisch gegenüber den Bedürfnissen der Mehrheit. Allerdings gehen wir sogenannten "normalen" Menschen (und Angehörige dieser Mehrheit) derzeit wohl selbst nicht besonders empathisch miteinander um.
Einladung zum Perspektivwechsel
Aber was verstehe ich unter Empathie? Empathie bedeutet für mich, die Sichtweise eines anderen Menschen nicht nur zu verstehen, sondern sie für einen Moment mitzufühlen – ohne sich selbst dabei aufzugeben. Sie hat eine kognitive Seite (ich kann mir vorstellen, wie jemand denkt) und eine emotionale Seite (ich kann nachvollziehen, wie jemand fühlt). Aber jenseits dieser Begriffe ist Empathie für mich vor allem eines: Eine Grundvoraussetzung für das Zusammenleben. Und ich habe den Eindruck, dass diese Fähigkeit zunehmend unter Druck gerät – nicht zuletzt, seit Leute wie Elon Musk öffentlich behaupten: "Die grundlegende Schwäche der westlichen Zivilisation ist Empathie." Hannah Arendt sah das ja noch ganz anders: "Der Tod der menschlichen Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Kultur gerade in Barbarei verfällt." Aber was hat das alles mit Theater zu tun?
Für mich ist Theater eine Kunstform, die im Kern auf radikalem Perspektivwechsel basiert. Autor:innen schreiben oder adaptieren Stücke, in denen erfundene Figuren so gestaltet sein müssen, dass ihr Handeln glaubhaft ist – und zugleich nicht vollständig vorhersehbar. Schauspieler:innen verkörpern diese Figuren, oft sogar mehrere in einem Stück, und versetzen sich dabei tief in deren Denk- und Gefühlswelten hinein. Und wir im Publikum sind eingeladen, uns auf diese Innenwelten einzulassen – so sehr, dass wir die Geschichten dieser Figuren erleben, als wären es unsere eigenen. Kurz gesagt: Wenn ich mich vom Bühnengeschehen berühren lasse, wenn ich mitschwinge, verändert sich etwas in mir.
Fragmentierung, Kommentierung, Distanz
In der deutschsprachigen Theaterlandschaft haben (ungefähr) seit den 1990er-Jahren sogenannte postdramatische Formen an Bedeutung gewonnen. Diese Stücke verzichten oft auf zusammenhängende Erzählungen, auf psychologisch motivierte Figuren und auf klare Handlungsentwicklungen. Stattdessen setzen sie auf Fragmentierung, Kommentierung, performative Konzepte – und häufig auf eine bewusst gewählte Distanz. Selbstverständlich erkenne ich an, dass diese Ästhetiken neue Ausdrucksräume eröffnet haben (auch ich habe in meinem Leben mehrere, ganz unterschiedliche postmoderne Theaterstücke inszeniert).
Aber in letzter Zeit frage ich mich immer öfter: Spiegelt sich darin nicht auch ein stückweit unsere gesellschaftliche Entwicklung wider? Unsere Welt wird zunehmend fragmentierter und es fällt uns immer schwerer, uns wirklich auf etwas einzulassen – vor allem auf andere Menschen. Wir beobachten, kommentieren, analysieren – aber vermeiden es, uns wirklich in andere hineinzuversetzen. Denn das würde bedeuten, uns mit ihnen ernsthaft auseinanderzusetzen – und eventuell uns selbst ändern zu müssen. Eine provokante Frage drängt sich mir auf: Macht das zeitgenössische Theater etwa genau das – Distanz statt Nähe, Kommentar statt Mitgefühl?
Ambiguitätstoleranz trainieren
Damit will ich nicht sagen will, dass wir zu klassischen Formen zurückkehren sollten. Nein – ich wünsche mir ganz einfach ein Theater, das uns allen – Schreibenden, Spielenden, Zuschauenden – wieder ein Stück Empathie beibringen kann. Denn wer bringt uns das heute sonst noch bei? Und wer könnte es unmittelbarer, praktischer und wirksamer tun als das Theater? Dass Theater diese Wirkung tatsächlich entfalten kann, belegen mittlerweile auch zahlreiche Studien. Sie zeigen, dass der regelmäßige Besuch von Theateraufführungen die Fähigkeit zur Ambiguitätstoleranz (die Kompetenz, widersprüchliche Informationen auszuhalten, ohne vorschnell zu urteilen) fördert. Eine Studie aus Norwegen mit über 50.000 Teilnehmer:innen kam sogar zu dem Ergebnis, dass Menschen, die regelmäßig Theaterveranstaltungen besuchen, signifikant länger leben – unabhängig von Einkommen oder Bildungsstand.
Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont inzwischen, dass kulturelle Teilhabe die Gesundheit fördert. Sie kann Depressionen lindern, chronische Schmerzen reduzieren und das Immunsystem stärken. In Ländern wie Großbritannien oder Kanada gibt es bereits Modelle, in denen Ärzt:innen Kulturangebote verschreiben. Auch in Deutschland existieren erste Pilotprojekte, die in diese Richtung denken. Für mich zeigt das ganz klar: Wenn Kultur nicht nur berührt, sondern auch heilt, dann kann sie keine Nebensache sein – sondern ein relevanter Teil unserer gesellschaftlichen Daseinsvorsorge.
"Die Feinfühlige", Skulptur von Miguel Blay um 1910 © Luis García, CC BY-SA 3.0
Damit das mit dem Empathietraining im Theater gelingen kann, braucht es Inszenierungen, die diesen Aspekt bewusst in den Mittelpunkt stellen. Um konkreter zu beschreiben, was ich damit meine, füge ich einen Auszug aus dem Text ein, den ich gemeinsam mit Wiebke Heeren für das Programmheft unserer Inszenierung Rishi (von Kees Roorda, Premiere am 1. Februar 2025) am Theater der Altmark verfasst habe:
"In einem Theaterstück übernehmen Schauspieler:innen verschiedene Rollen und verkörpern Menschen, die sie selbst nicht sind. Um diese Menschen authentisch darzustellen, müssen sie sich in sie hineinversetzen. Das heißt: Sich vorstellen, selbst in ihrer Situation zu sein – und sich fragen, wie man unter diesen Umständen handeln würde. Währenddessen beobachtet das Publikum das Geschehen. Durch das Beispiel der Darstellenden werden auch die Zuschauer:innen eingeladen, sich in die Figuren auf der Bühne hineinzuversetzen. Nur so kann eine Geschichte wirklich berühren. Indem die Zuschauer:innen in etwas Fremdes eintauchen und unterschiedliche Perspektiven nachvollziehen, erfahren sie, wie andere Menschen denken, fühlen und handeln – und entwickeln dadurch ein tieferes Verständnis. Das fördert einen Perspektivwechsel, erweitert den eigenen Horizont und macht uns empathischer.
Im Theaterstück Rishi schlüpfen drei Schauspieler:innen in insgesamt 25 verschiedene Figuren. Aber was bedeutet es, für einen Moment in das Leben von 25 anderen Menschen einzutauchen? 25 verschiedene Leben zu leben? An 25 unterschiedliche Wahrheiten zu glauben? In Rishi widersprechen sich viele dieser Wahrheiten sogar fundamental. Warum also sollte das Publikum all diesen Stimmen zuhören, wenn nicht alles, was gesagt wird, wahr sein kann? Zuhören – also der Versuch, jemanden wirklich zu verstehen – bedeutet noch lange nicht, mit ihm einverstanden zu sein. Sich in jemanden hineinzuversetzen bedeutet, sich Zeit für unsere Mitmenschen zu nehmen. Und in einer Welt, in der Konflikte zunehmen, erscheint es uns dringender denn je, nicht impulsiv weiteres Öl ins Feuer zu gießen, das vielerorts bereits brennt.
Hören wir also zu – bis zum Schluss. Warten wir ab, bevor wir urteilen. Suchen wir gezielt nach anderen, gegensätzlichen, irritierenden Perspektiven. Und dann? Dann erkennen wir vielleicht, dass es im ersten Moment wichtiger ist, das Feuer gemeinsam zu löschen – unabhängig davon, wer es gelegt hat. Wer das wirklich war, finden wir später heraus. Und vielleicht entdecken wir dabei, dass wir selbst es waren – ohne es zu wollen."
Was das Theater noch tun könnte
Neben Inszenierungen, die Empathie fördern, könnten Theater gezielt Empathietraining-Workshops anbieten. Hier können Gruppen von Zuschauer:innen üben, sich in Figuren aus Theaterstücken hineinzuversetzen – sei es durch die Analyse bestehender Stücke oder durch das gemeinsame Schreiben neuer Stücke. Seit vier Jahren leite ich einen solchen Workshop an der Universität Turin (Italien) sowie an der Scuola Holden (ebenfalls in Turin), und meine Erfahrung zeigt: Diese Arbeit schafft einen unmittelbaren, persönlichen Zugang zum Theater – gerade für Menschen, die sich zunächst weniger für Theater, dafür aber umso mehr für das Thema Empathie interessieren.
Gleichzeitig nehmen viele junge Menschen teil, die Theater lieben, aber nicht selbst auf der Bühne stehen möchten – und deshalb Theater als aktives Hobby für sich ausgeschlossen hatten. Für sie ist das gemeinsame Schreiben eine wunderbare Möglichkeit, sich kreativ mit Theater auseinanderzusetzen und dabei ganz nebenbei die eigene Empathiefähigkeit zu stärken. In solchen Workshops entsteht ein geschützter Raum, in dem man sich ausprobieren kann – ohne performativen Druck. Und nicht zuletzt: Viele Teilnehmer:innen meiner bisherigen Workshops haben nach der Erfahrung angefangen, häufiger ins Theater zu gehen.
Theater als Reinigung und Heilmittel
Theater hat im Laufe seiner Geschichte viele Rollen und Funktionen übernommen. Im antiken Griechenland war es ein wesentlicher Bestandteil der demokratischen Kultur. Tragödien und Komödien wurden im Rahmen religiöser Feste wie den Dionysien öffentlich aufgeführt und boten der Bevölkerung nicht nur Unterhaltung, sondern eine kollektive Reflexion über Gerechtigkeit, Schuld, Verantwortung und gesellschaftliches Handeln. Theater hatte auch eine heilende Funktion: Aristoteles sprach von der "Katharsis" – der reinigenden Wirkung durch das Miterleben von Angst und Mitleid – als einem zentralen Ziel der Tragödie. Deshalb waren viele Theater architektonisch mit Heilzentren verbunden, wie etwa im Asklepios-Heiligtum von Epidaurus.
Im Mittelalter verschob sich die Funktion des Theaters in Europa: Es wurde zum Mittel religiöser Erziehung, etwa in Form von Mysterienspielen und Passionsdarstellungen. Diese sollten die christlichen Inhalte emotional erfahrbar machen und das religiöse Gemeinschaftsgefühl stärken – oft auf Marktplätzen oder Kirchhöfen. Theater verändert sich mit der Zeit (logisch). Es entwickelt sich mit den gesellschaftlichen Bedürfnissen und mit den Fragen weiter, die gerade drängen. Vielleicht ist jetzt ein Moment, in dem das Theater seine empathische Funktion wieder entfalten könnte. Als Raum, in dem wir nicht nur zuschauen, sondern mitempfinden. Nicht nur beobachten, sondern einander begegnen. Wo sollen wir uns denn sonst wirklich begegnen, wenn alles zunehmend digital und virtuell wird?
Die Hoffnung zum Schluss
In einer Gesellschaft, die zunehmend von Unsicherheit, Polarisierung und digitaler Beschleunigung geprägt ist, wünsche ich mir Räume, in denen Verstehen vor Verurteilen steht. Theater ist für mich ein solcher Raum. Es ermöglicht – strukturell und erfahrbar – das Training von Empathie. Wenn ich an die Zukunft des Theaters denke, habe ich folgende Hoffnung: Die Hoffnung auf einen Ort, an dem wir lernen können, genauer hinzusehen; Die Hoffnung, einander wirklich zu begegnen; Und die Hoffnung, alle ein Stück empathischer zu werden – füreinander und für uns selbst.
(P.S. Mit diesem Text möchte ich niemandem vorschreiben, welche Theaterstücke wie inszeniert werden sollten – genauso wenig geht es mir darum, Therapie oder andere Formen der Auseinandersetzung mit dem Menschsein kleiner zu machen. Es handelt sich hierbei um meine ganz persönliche Sichtweise, die ich aufgeschrieben habe – in der Hoffnung, dass sie für die Lesenden ein kleiner Denkanstoß sein kann. Nicht mehr, aber vielleicht auch nicht weniger. Danke fürs Lesen.)
Nicola Bremer ist ein deutsch-italienischer Theaterautor, Regisseur und Dozent. Er schreibt und inszeniert regelmäßig für Theater in Deutschland, Italien, Schweden, Norwegen und Rumänien. Ab der Spielzeit 2025/26 übernimmt er die Position des Oberspielleiters an der Landesbühne Niedersachsen Nord in Wilhelmshaven.
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Ich wehre mich dagegen Theater auch nur für irgendetwas zu instrumentalisieren.
Wie entsteht Empathie beim Publikum? Durch größte Nachvollziehbarkeit der Figuren? Oder durch Produzieren einer Projektionsfläche? Der Möglichkeit eigenes Handeln (wieder-)zuerkennen?
Empathie kann auch empfunden werden, wenn schlicht Handlungen sichtbar sind. Sonst würden einen performative Formen ja kalt lassen. Zumeist aber, bedienen sich Inszenierungen diverser Strategien zugleich.
Wenn man Spielerinnen und Spielern zuhört, dann weiß man, dass sie sich über all die Jahre immer auch ROLLEN gewünscht haben und weniger Aufgaben als Funktionsträger und Erfüllungsbeauftragte von Regie-Konzepten. Ein Theater, das Empathie und Verständnis füreinander befördert, ist sicher auch ein probates Mittel, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern sowie Publikumsschichten jenseits einer eingefleischten Theater-Bubble zu erreichen. Existenzielle Dinge eben, die das Abgleiten der Schauspielhäuser in die völlige Bedeutungslosigkeit verhindern können.
Die Intendanzen landauf landab wären gut beraten, wenn sie auch Teile des Ensembles in die Gestaltung von Spielplänen mit einbeziehen würden!
ich finde es schön, dass diese Seite des Theaters wieder aus den Löchern kriechen darf. Theater ist beides: gnadenloses Durchdenken, aber such höchste Kunst des empfundenen Gefühls ohne Angst vor Peinlichkeit .
2. Postdramatisches Theater kann sehr wohl bewegend sein und Empathie erzeugen. Selten habe ich fremde Menschen so gerne wahrgenommen und plötzlich sogar Gemeinsamkeiten entdeckt wie bei Rimini Protokoll oder Gob Squad.
Und mehr: SIGNA thematisierte „Empathie“ (und deren Schulung !) sogar in einer zwölfstündigen Installation: „Das halbe Leid“ (Nachtkritik von Michael Laages dazu vom 17.11.2017) !
Alles nur „die süßen Versprechungen der Postdramatik“, wie TheaterHeute unter Verwendung eines Fotos von Signa Sörensen auf der Titelseite der Ausgabe 10/2008 in Pro- und Contra-Artikeln befragte ??
mitschwingen, nähe empfinden, erkenntnisse gewinnen, katharsis miterleben durch
„kulturelle teilhabe“! - schwierig zu verwirklichen vllcht : ambiguitäts (was für ein wort)
toleranz. es ist manchmal (mit zunehmendem alter) schwierig bestimmte, erregte
„meinungen“ auszuhalten, in distanz zu bleiben - es sei denn man/ frau hat grad
vorher meditiert… bin für bei sich bleiben, toleranz und für nähe und mitgefühl.
Es ist in der Politik wie in der Medizin: Es hilft nichts, an den Symptomen herumzudoktern, man muss die Ursachen finden und an diesem Punkt ansetzen. Wenn man also den Gedankengang dieses Beitrags vom Kopf auf die Füße stellen würde, könnte er schon mal etwas taugen. (Dann wären freilich immer noch diverse Fehlschlüsse und Unklarheiten zu beseitigen, darum wäre meine Empfehlung, ihn nach gründlicherem Nachdenken ganz neu zu schreiben.)
Werter arkadiusz zarthausch, ich muß gestehen, daß ich mich schwer mit diesem Text tue; einerseits begrüße ich ihn (und mir ist zum Danken zumute, wenn (junge) TheatermacherInnen an dieser Stelle mehr tun als ihren Job !), andererseits gefällt mir die Geste, in der er vorgetragen wird, nicht sonderlich; aus diesem Grunde begnügte ich mich in # 16 mit einer sehr groben Andeutung dessen, daß ich diesen Text als recht runde Behandlung eines unrunden Befundes empfinde und wurde durch den weiteren Threadverlauf nicht sonderlich dazu veranlaßt, weitere Kommentare anzuschließen. Wünschen Sie speziell von mir weitere Striche zu dieser „Sache“ oder, Sie scheinen mir die Kürze eines Kommentares nahelegen zu wollen, eben gerade nicht (zu irgendeiner Sache) ?? Jedenfalls googelte ich tatsächlich noch einmal „Zarthausch“ und wurde auf „Zarthäuschen“ aufmerksam gemacht; Mozart soll in einem so geheißenen 1791 „Die Zauberflöte“ komponiert haben; das wußte ich bislang nicht..
und Glückauf für Wilhelmshaven.
Brentano sprach von der „Kunst des sich Anverwandelns…“.