Die Macht teilen

23. November 2023. Viele Theater für junges Publikum gehen derzeit einen nächsten Schritt bei Mitbestimmung und Partizipation. Sie beziehen Kinder und Jugendliche in Beiräten nicht nur in Entscheidungen mit ein, sondern wollen mehr. Ein Essay zur Reihe "Play Time – Stream und Diskurs Junges Theater".

Von Simone Kaempf

Das Theater auf den Kopf stellen: Mitbestimmung im jungen Theater © Lena Schäfferling

23. November 2023. Als vor zwei Wochen "Es liegt etwas in der Luft" in Bochum Premiere hatte, war die Inszenierung des Jungen Schauspielhaus zuvor durch etliche Feedbackschleifen gelaufen. Immer samstags trafen sich Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren aus der Beirats-Gruppe Drama Control mit dem künstlerischen Team zum Showing und zur anschließenden Diskussion, um konkret die künstlerische Arbeit mitzugestalten. Zusammen mit der Regisseurin Sue Buckmaster diskutierte die Gruppe, wie das Stück enden müsste, eine dramaturgisch kniffelige Aufgabe. Ohne die Beratung der Kinder hätte dieses Theaterstück für die Allerkleinsten ab 4 Jahren anders ausgesehen, weniger ernsthaft, mit weniger Reality-Check und weniger glaubhaft erzählter Welt.  

Drama Control ist das Kinder- und Jugendgremium des Jungen Schauspielhaus Bochum. Die 15 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 21 Jahren bringen einerseits ihre Perspektive in die künstlerischen Prozesse ein, bestimmen aber auch weitreichend mit. Drama Control gibt nicht nur Feedback während der Proben, sondern hat bereits über Regiepositionen entschieden. Auf ihren Vorschlag laufen demnächst zwei Gastspiele am Haus. Die Gruppe leitet Nachgespräche und hat die Räume der Spielstätte Theaterrevier mitgestaltet. Und das alles klappt so gut, dass der Beirat derzeit Vorbildcharakter hat.

Drama Control vom Jungen Schauspielhaus Bochum: Kinder- und Jugendbeirat mit Vorbildcharakter © Heike Kandalowski

Die Heranwachsenden spielen nicht Theater, dafür gibt es am Haus einen eigenen Spielclub. Übers Theatermachen wurde aber bei vielen von ihnen das Interesse geweckt, auch die Bedingungen für Teilhabe mitzugestalten. Keine Entscheidung soll am Haus ohne sie stattfinden, auch wenn das noch nicht in allen Bereichen der Fall ist, bei der Budget-Verwaltung zum Beispiel. Aber sie sind weitreichend eingebunden, mit dem beiderseitigen Wunsch nach Mehr – so wie bei vielen der anderen Kinder- und Jugendgremien, die in den vergangenen Jahren an Theatern für junges Publikum gegründet wurden.

Naheliegender nächster Schritt

Theater wollen Kunst machen für eine diverse Gesellschaft. Dieser Anspruch gilt an vielen Schauspielhäusern als gesetzt. Und doch gründen sie keine Publikumsbeiräte, laden sie ihr erwachsenes Publikum nicht zur Mitsprache ein über Stoffe, Spielpläne oder gar Personalfragen. Im Theater für junges Publikum ist Partizipation gelebte Praxis. Hier herrscht ein viel größeres Bewusstsein, dass diejenigen, die Theater machen, schon allein altersmäßig nicht das Publikum sind. Der enge Austausch mit der Zielgruppe gehört daher seit langem zur alltäglichen Arbeit. Es gibt kein junges Theater, das nicht Projekte wie Probenklassen oder Jugendclubs anbietet. Die Gründung von Jugend- und Kindergremien ist der nächste Schritt darüber hinaus, auf viel mehr Ebenen kontinuierlich mitzuentscheiden, bis hin zu Leitungsfragen.

Für viele, mit denen man darüber spricht, ist das eine Konsequenz der vergangenen Jahre und längst überfällig. "Im Grunde ist es total naheliegend und auch notwendig, nicht nur Kunst für Kinder und Jugendliche zu machen, sondern sie viel früher schon einzubeziehen, auch in inhaltliche und organisatorische Fragen", beschreibt es Valerie Eichmann, die beim Frankfurter Kinder- und Jugendtheaterzentrum, kurz KJTZ, für Kinder- und Jugendbeteiligung in den Darstellenden Künsten für junges Publikum zuständig ist. Auch dort steht das Thema seit einiger Zeit weit oben auf der Agenda, denn es beschäftigt viele Macher:innen, wie man solche Kollaboration im Theateralltag umsetzen kann.

Lernprozess für alle

Im September 2023 treffen sich dafür junge Menschen und Theatermacher:innen beim 2. Netzwerktreffen zur Kinder- und Jugendbeteiligung am tjg Dresden. Vertreter:innen von elf Gremien sind angereist, 130 Heranwachsende und Theatermacher:innen, mehr als 100 sind junge Menschen, und sie haben das Programm größtenteils selber gestaltet: Audio-Walks und eigene Inszenierungen, 1-zu-1-Tischgespräche, selbstmoderierte Workshops, Party-Programm oder Aufwärmspiele, die erahnen lassen, dass man Kinder nicht in stundenlangen Leitungsgesprächen bei der Stange hält, sondern lockere Begegnungsformate braucht.

Tischgespräche beim 2. Netzwerktreffen junges Theater, das im September 2023 in Dresden stattgefunden hat © sik

Nach dem Wochenende erzählt Valerie Eichmann, dass dieses Mal viel mehr Selbstgestaltung von den jungen Beiratsmitgliedern geleistet wurde als beim ersten Netzwerktreffen vor einem Jahr. Mitbestimmung ist ein Lernprozess für alle Seiten, auch für die Theater, die sie initiieren. Kinder und Jugendliche in Entscheidungen zu integrieren, bedeutet, im laufenden Betrieb Strukturen zu verändern und langfristig neue Wege der Zusammenarbeit zu etablieren. So können Zugänge und Räume geschaffen werden, die umfassende Teilhabe ermöglichen.

Beiräte an freien und festen Häusern

Aufgestellt sind die Kinder- und Jugendgremien an den Theatern sehr unterschiedlich. Es gibt Beiräte, die neben der organisatorischen und inhaltlichen Mitsprache auch künstlerisch arbeiten, wie das Konnektiv* des Jungen Nationaltheaters Mannheim. JourNutz wiederum sind eine junge Nutzerinnen-Vertretung, angesiedelt am Theater Grüne Soße, das beim Umbau des Frankfurter Zoogesellschaftshauses zu einem Theater für junges Publikum berät. Die tak-tiker vom tjg Dresden arbeiten künstlerisch, aber eigenverantwortlich und unabhängig vom Spielclub. Und zu den Theater-Berater:innen des Fundus Theater Hamburg gehören Kinder und Jugendliche mit internationalen Familiengeschichten und einem Fokus auf Themen wie Rassismus. Am Haus, aber auch in der Hamburger Kulturpolitik haben sie schon manches bewirkt, auch weil sie vom Theater fordern, Position zu beziehen.

Freie Theater wie das eher kleine Fundus Theater oder das größere Comedia Theater in Köln haben Beiräte, ebenso Festivals, die meisten Gremien aber sind an Stadt- und Staatstheatern angesiedelt. Ihre Anliegen und Aufgaben sind individuell ausgestaltet, in der Regel aber geht es bei neu gegründeten Gremien um strukturelle Mitsprache, wie beim Dramakomitee Karlsruhe oder dem Beirat des Theaters an der Parkaue Berlin.

Teilhabe radikal neu denken

Die Theaterleiterin Cathrin Rose hat sich in Deutschland früh für Jugendbeiräte engagiert. Bei der Ruhrtriennale baute sie die Vermittlungsarbeit auf und leitete sie viele Jahre. "Das Machtgefüge, das in dieser Arbeit steckt, hat mich von Anfang an beschäftigt. Erwachsene denken sich etwas aus, das für Kinder ist. Da ist irgendwas schief und entspricht ein Stück weit dem Adultismus in unserer Gesellschaft." Als die 54-Jährige von der Ruhrtriennale nach Bochum wechselte, kam sie an den Punkt, Mitbestimmung noch radikaler zu denken. "Wenn man nicht an einem sechswöchigen Festival, sondern einem ganzjährigen Theater arbeitet, ist man viel näher dran und man hat viel mehr Macht. Also kann man auch mehr Macht abgeben."

Als Leiterin des Jungen Schauspielhaus Bochum brachte sie im Jahr 2019 Drama Control an den Start. Sie sagt offen und deutlich, worum es eigentlich geht: die Macht zu teilen. Kaum jemand geht in diesem Wunsch so weit wie sie. Am Jungen Schauspielhaus Bochum soll Drama Control bei allem mitentscheiden, was auf der Bühne passiert, Festivals und Sommerfest eingeschlossen. Und es wurde eine fest finanzierte Stelle geschaffen. Mit Kat Heß kümmert sich am Haus eine eigene, feste Mitarbeiter:in darum, der Gruppe zu assistieren. "Ich bin wie das Sprachrohr zwischen der Gruppe und Cathrin. In dem Sinn bin ich keine Theaterpädagog*in, denn es geht weniger um Vermittlung, sondern darum, diese aufzubrechen", beschreibt Heß die eigene Aufgabe.

Presse Sommerfest Theaterrevier 1024 Vivien StaffDas Theaterrevier ist die Spielstätte des Jungen Schauspielhaus Bochum, auf dem Bild das Sommerfest 2023, das von Drama Control gestaltet wurde © Vivien Staff

Das Junge Schauspielhaus Bochum kann noch mit etwas anderem punkten: Mit dem Theaterrevier verfügt es über eine eigene Spielstätte für junges Publikum, die von ihnen selber gestaltet wurde. "Als Ort ist das Theater immer für sie da. Hier können alle machen, was sie wollen", so Cathrin Rose. Verankerung an einen konkreten Ort ist ein hilfreicher Puzzlestein. Denn die Motivation für viele Kinder ist erst einmal, Theater kennenzulernen und dort einen Platz zu finden. Das weckt in der Regel die Bereitschaft, auch organisatorisch mitzugestalten. Denn nicht alle wollen über alles mitbestimmen. "An bestimmten Dingen gibt es überhaupt kein Interesse, etwa daran, E-Mails zu schreiben oder Budgets zu verwalten. Auch wenn ich der Gruppe sage, sie müsste das eigentlich. Vielleicht entwickelt sich das noch", so Cathrin Rose.

Handbuch für Beteiligung

Auch das Berliner Grips Theater nimmt in der Entwicklung der Kinder- und Jugendgremien-Arbeit eine wichtige Rolle ein. Vor sieben Jahren gründeten sie als erstes Haus einen Beirat. Über ihre Erfahrungen haben drei beteiligte Dramaturginnen und Pädagoginnen, Friederike Dunger, Wiebke Hagemeier und Laura Mirjam Walter, jetzt ein Buch herausgegeben: "Kinder beraten Erwachsene", das im September auf dem Netzwerktreffen in Dresden präsentiert wurde und als Handbuch für alle beteiligten Seiten gedacht ist. Denn kaum jemand, der von außen kommt, versteht auf Anhieb das kleinteilige Räderwerk eines Theaters. Auch Kinder und Jugendliche nicht. Und Erwachsene müssen verstehen, was die anderen Bedürfnisse von jungen Menschen, für die Zusammenarbeit mit Beiräten bedeuten. "Je jünger sie sind, umso mehr muss man über die Veränderung der Strukturen nachdenken, damit Begegnung möglich ist", erzählt die Co-Autorin Wiebke Hagemeier. "Gemeinsame Treffen können nicht nach der Logik von Erwachsenen stattfinden."

Um solche Erfahrungen zu teilen, haben Hagemeier und ihre Kolleginnen das Buch herausgegeben, auch wenn sie mittlerweile alle drei nicht mehr am Grips Theater arbeiten. Eine konkrete Liste zum Gelingen von Beiratsarbeit liefert das Buch nicht, aber Erfahrungsberichte und Beispiele, was auf welche Weise geklappt hat und was erstmal fehlschlug. "Die größte Gefahr ist, wenn man die Teilhabe nur als Alibi nutzt, um sich Absolution abzuholen", fasst es Hagemeier zusammen, "die Kinder bemerken Unehrlichkeit, und das ist für sie ernüchternd und frustrierend". 

Entscheidungen aushandeln

All das bedeutet im Theater für junges Publikum einen Paradigmenwechsel. Wenn Stadt- und Staatstheater in den vergangenen Jahren junge Sparten gründeten, argumentierte man oft mit der Pflege des Theaterpublikums von morgen. Jetzt geht es um das Publikum heute und darum, dass seine Einflussnahme nicht auf morgen verschoben wird. Überfällig ist es, auch wenn das Engagement für alle Seiten aufwändig ist – auch für die jungen Menschen.

Beiratsarbeit ist eine außerschulische Aktivität, womöglich eine von vielen. Das verkompliziert Kontinuität und steckt dem Engagement auch Grenzen. Alle Prozesse dauern länger. Der Koordinierungs-Aufwand scheint von außen betrachtet immens. Denn es geht nicht darum, dass Erwachsene den Platz frei machen, sondern darum, gemeinsam auszuhandeln, wie man sich die Macht teilt. In den jungen Sparten, die nicht selten unterfinanziert sind, ist der höhere Ressourceneinsatz durchaus eine Herausforderung – doch sie wird von den Theatern angenommen.

Netzwerktreffen2 1200Notizen beim 2. Netzwerktreffen in Dresden © sik

"Ich sehe die Bringschuld und die Arbeit bei uns Theatermacher:innen", sagt Pascal Grupe vom Jungen Staatstheater Karlsruhe. Dort wurde das Dramakomitee 2021 zum zehnjährigen Bestehen der jungen Sparte gegründet, um Partizipation zu stärken. "Was müssen wir tun, damit gemeinsame Entscheidungen möglich werden? Theater sind hierarchisch organisiert. Wir müssen uns öffnen und Neues wagen." Wenn die Heranwachsenden jetzt Gespräche moderieren, dann laufen diese gut, aber anders als die Erwachsenen es erwarten. Das ist ein Lernprozess, durch den wir gehen“, so Grupe. Erfahrungen, die viele teilen. Und die auch zu Erfolgserlebnissen führen. "Ich kann mich mittlerweile öfter zurücklehnen, weil ich weiß, sie machen das schon", beschreibt es Kat Heß. "Die ganze Gruppe nimmt sich mehr Raum, und sie sind kritisch. Das ist schön zu beobachten."

Gegen Adultismus

Macht zu teilen bedeutet also auch, Kontrolle abzugeben und zu vertrauen. Das unterscheidet die Gremien-Arbeit von der bisherigen Partizipation und Beteiligung junger Menschen. Das gesellschaftliche Umfeld bestärkt die Entwicklung. Die UN-Kinderrechtskonvention weist Kindern das Recht zu, an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt zu werden. Und der deutsche Philosoph Markus Gabriel hat mit seiner Forderung nach einem Wahlrecht für Kinder, und zwar ab Geburt, die Sensibilität für Adultismus maßgeblich erhöht, also für die Geringschätzung junger Menschen und die normative Vorrangstellung der Erwachsenenwelt. Seiner Beobachtung nach unterschätzt jede Gesellschaft Kinder auf ihre Weise und betrachtet sie als Mängelwesen. Das bedeutet aber auch, dass das, was sie an Intelligenz und Innovation leisten können, unberücksichtigt bleibt.

Die Debatte ermutigt junge Theaterinteressierten und Macher:innen, sich einzubringen – sofern sie das nicht von sich aus schon fordern. In Mannheim übten junge Zuschauer:innen Kritik am Festival "Junges Theater im Delta", genauer an dem Umstand, dass es nur von Erwachsenen gemacht wurde. Die Ausgabe im Sommer 2022 wurde daraufhin vom Konnektiv*, der Jugendvertretung des Jungen Nationaltheaters Mannheim, neu konzipiert. Und auch die Vertretung für junge Perspektiven, die das jüngste Augenblick mal! Festival begleitet hat, entstand aus der Kritik an den Verhältnissen.

Einspruch der Zielgruppen

Die Jugendredaktion der Festivalausgabe 2021 hatte kritisiert, dass Augenblick mal! sich ans Fachpublikum wandte, mit wenig Zugänglichkeit für junges Publikum. Daraufhin wurde sie von der Festival-Leitung eingeladen, die Ausgabe 2023 zu beraten. "Am Anfang stand erst einmal eine lange Findungsphase, weil wir für uns definieren mussten, was unsere Ziele und die Anliegen sind, die wir umsetzen wollen", erzählt Lena Riemer, die der Gruppe angehörte. Letztlich gestaltete die Vertretung die Festivalausgabe wesentlich mit und erwirkte, dass im fünfköpfigen Auswahlgremium künftig zwei Positionen mit jungen Menschen besetzt werden.

AM 23 JungeSpieler innen 89 WEBGesprächsrunde moderiert von der Vertretung der jungen Perspektiven beim Festival Augenblick Mal! 2023 in Berlin © Renata Chueire

Mittlerweile hat sich die Vertretung für junge Perspektiven aufgelöst, um den Weg für andere freizumachen, auch aus Altersgründen: "Ich wäre beim nächsten Festival 23 Jahre alt und fände es schwierig, für 14-Jährige zu sprechen“, sagt Lena Riemer. Sie und ihre Kolleg:innen machen an anderer Stelle weiter und bringen sich ein: als Jurorinnen für den nächsten Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis oder als Kurator:in für das nächste Augenblick mal! Festival – etwas, was vor Kurzem noch unmöglich erschien.

Im Gefüge der Jugendbeiräte ist die Vertretung für junge Perspektiven ein besonderer Fall, weil sie nicht an ein festes Haus, sondern an ein Festival angedockt war. Aber ihre Errungenschaften nach nur zwei Jahren zeigen, dass das Teilen von Macht produktiv möglich ist. Erwachsene sind es, die die Institutionen öffnen müssen, und dann gilt es, einen Weg zu finden, auf Augenhöhe zusammen zu entscheiden. Das junge Publikum lernt darüber die Theater genau kennen. Und begreifen sie, auch in Zukunft, als ihre Orte – von ihnen selbst mitgestaltet.

 

GeorgKasch ThomasAurin smSimone Kaempf ist Redakteurin bei nachtkritik.de und freie Autorin. Zusammen mit Elena Philipp verantwortet sie seit April 2022 auf nachtkritik.plus die Reihe "Play Time - Stream & Diskurs junges Theater", die noch bis Ende des Jahres laufen wird.

 

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Kommentare  
Beiräte im Jungen Theater: Frage an die Kritik
Eine Frage an die Kritik: Würde man bei einem solchen Modell und im Falle einer vergeigten Inszenierung denn dann auch das beiratende Kindergremium mit zur Rechenschaft ziehen (mit Namensnennung aller Beteiligten), oder wollte man den Kleinen dann doch nicht die Lust am Theater verleiden?
Beiräte im Jungen Theater: Altersdifferenz
Interessant ist das Thema der Altersdifferenz zwischen Bühne und Publikum: Pi mal Daumen 20 Jahre. Auf der Bühne agieren Mittdreissiger, unten sitzen 10- bzw. 60-Jährige. Beim Kindertheater wird das als Problem bemerkt und produktiv hinterfragt. Super! Beim Theater für den Abendspielplan wird das zwar auch bemerkt, aber als Problem des Publikums betrachtet und die Lösung ist, das Publikum zu verjüngen.
Komisch irgendwie...
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