5 Tage, 5 Theater, 5 Stücke - die erste Twitter-Theater-Woche

Second Stage

Zu den Umständen des 400.000-Euro-Defizits am Theater Leipzig

Einen großen Bogen machen

von Matthias Weigel

Leipzig, 5. Dezember 2013. Verlierer sind längst schon alle. Ob es stimmt, wie die Stadt nun nach einer Prüfung durch ihre Tochtergesellschaft mitteilt, dass Ex-Intendant Sebastian Hartmann für das 400.000-Euro-Defizit am Theater Leipzig verantwortlich ist, macht da auch keinen Unterschied mehr. Denn der eigentliche Schaden ist bereits entstanden: Zwei Intendanten schieben sich öffentlich den Schwarzen Peter zu, die Stadtverwaltung schaut regungslos zu und braucht drei Wochen zum Nachrechnen, während eine Boulevard-Zeitung populistische Lügen darüber verbreitet, wofür das fehlende Geld angeblich verprasst worden sei. Reaktionäre Stimmen freuten sich über das Öl in ihrem Feuer, während Stadt und Theater erst einmal ihr Gesicht wieder finden müssen.

Frank Krolls Wunschzettel für einen neuen Stückewettbewerb

Lieber Dramatikernikolaus...

Berlin, 4. Dezember 2013. Das Berliner Theatertreffen hat seinen angegliederten Stückemarkt wenn nicht abgeschafft, dann doch radikal verändert. Wie sollte ein neuer Wettbewerb idealerweise aussehen? Was sollten die Rahmenbedingungen sein? Nach seinem persönlichen Wunschzettel fragten wir Frank Kroll, der im Suhrkamp-Verlag die Abteilung Theater und Medien leitet und in den Kommentaren zur Stückemarkt-Debatte bereits "ein Klagenfurt für neue Dramatik" gefordert hatte.

Crowdfunding - In Frankfurt setzt die Aventis Foundation auf ein neues Fördermodell

Zwei Dampfnudeln gehen stiften

von Esther Boldt

Frankfurt am Main, 27. November 2013. "Oder wir ziehen uns aus", sagt eine Dampfnudel zur anderen. "Das funktioniert ja oft." – "Ein bisschen geht es ja darum bei dem Ding hier", stimmt die andere zu. "Das Ding hier" ist ein Cofunding-Projekt, das die Frankfurter Aventis Foundation gemeinsam mit der Crowdfunding-Plattform startnext.de unter den Namen "Kulturmut" ins Leben gerufen hat. Die Dampfnudeln treffen sich im Werbevideo eines Projektes – schließlich geht es darum, die Internetgemeinde davon zu überzeugen, das eigene Theaterstück mit zu finanzieren. Bei Kulturmut waren Kulturschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet geladen, ihre Projekte auf der Plattform zu bewerben, und wenn sie ihr Ziel erreichten, würde die Stiftung ihren Anteil hinzutun.

Warum Autoren am Theater nicht mehr gebraucht, Schreiber aber dringend...
von Administrator
Chronik der Debatte um die Protestaktion des Billeteurs Christian Diaz...
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A debate on theatre criticism and its crisis in the UK
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Der britische Theaterkritiker Andrew Haydon zur vermeintlichen und tat...
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Fünf Fragen an Matthias Hartmann anlässlich der Protestrede des Bill...
von Christian Rakow
Zum 125. Burgtheater-Jubiläum
von Björn Bicker
Bekommt das Stadttheater noch mit, wie sich Gesellschaft verändert?
von Jürgen Reuß
Umsatzsteuerdebatte
von Sophie Diesselhorst
Anmerkungen zu Botho Strauß' Polemik wider die Netzkultur
von Dirk Pilz

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