Stadttheaterdebatte

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Begriff Definition
Stadttheaterdebatte

Stadttheaterdebatte. In der Artikel- und Interviewserie zur "Zukunft des Stadttheaters" – kurz Stadttheaterdebatte – schreiben auf nachtkritik.de Theatermacher*innen wie auch Theaterbeobachter*innen über die Gegebenheiten und Veränderungsmöglichkeiten der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

Im weltweiten Vergleich gilt die deutschsprachige Theaterlandschaft mit ihrer Vielzahl an öffentlich geförderten Theatern noch immer als einzigartig. Hervorgegangen aus den Hoftheatern des 18. und 19. Jahrhunderts und privaten bürgerlichen Theatern hat sich das Stadttheater im 20. Jahrhundert zu einer zentralen Stätte der Repräsentation, Vermittlung und Befragung von urbanen bürgerlichen Existenzbelangen entwickelt.

Die Institution Stadttheater – zu der im weiten Sprachgebrauch auch die auf Landesebene mitgeförderten Staatstheater gerechnet werden – operiert mit einem großen Apparat an festangestelltem Personal, durch den ein umfangreicher Ensemble- und Repertoirebetrieb ermöglicht wird. Inwieweit dieses traditionsreiche System den künstlerischen und sozialen Ansprüchen der Gegenwart genügt und in welchem Konkurrenz- oder Austauschverhältnis es zur großen, vornehmlich projektbezogen geföderten Freien Szene steht, wird in der Stadttheaterdebatte diskutiert.

Beiträge zur Stadttheaterdebatte auf nachtkritik.de:

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters I: Dem Stadttheater ist noch zu helfen – zu Positionen der Freien Szene, von Matthias von Hartz (6/2011)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters II: Die Funktion des Stadttheaters – zum Theater in der Netzgesellschaft, von Ulf Schmidt (7/2011)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters III: Geburt des Autors aus dem Nachspielen – zu Neuer Dramatik im Repertoirebetrieb, von Ute Nyssen (8/2011)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters IV: Kraftzentren im Dickicht der Städte – Stadttheater als kommunaler Diskursmotor, von Torsten Jost und Georg Kasch (9/2011)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters V: Tendenzieller Fall der Legitimitätsrate – Ein Brief zum Arbeitsbuch "Heart of the City. Recherchen zum Stadttheater der Zukunft", von Nikolaus Merck (10/2011)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VI: In den Städten finden Kämpfe statt – Dirk Pilz und Christian Rakow sprechen mit dem Intendanten des Deutschen Theaters Ulrich Khuon (10/2011).

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VII: Wer sich dauernd rechtfertigt, wird infrage gestellt – Marion Tiedtke zum Überleben der Theater als Ort der Kunst (1/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VIII: Auf dem Weg zum agilen Theater – Ulf Schmidts Vortrag zum "nächsten Theater" (2/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters IX: Bloß keinen Fisch essen – Tobi Müller über die angebliche Offenheit der Stadttheater (2/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters X: Domestizierte Kreativität – Frank Krolls Verleger-Replik auf Ulf Schmidts Thesen zur Agilisierung des deutschen Theatersystems (3/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XI: Wäre das schlimm? – Bernd Stegemann plädiert für das Künstlertheater (3/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XII: Ändere die Welt, nicht das Theater – Klaus Völker über das Regisseursprojektetheater (5/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XIII – Offener Brief. Mannheimer Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski fordert den Solidaritätszuschlag für die Kultur umzuwidmen (6/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XIV: Wer in der milchglasigen Käseglocke sitzt ... – Peter Grabowskis Antwort auf Burkhard C. Kosminskis Forderung nach einem Solidaritätszuschlag für Kultur (6/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XV: Denkt unökonomisch! – Der Heidelberger Intendant Holger Schultze plädiert für das Theater als nicht-interessengesteuerten Schutzraum (6/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVI: Reißt die Mauern der Tradition ein! – Die Theater müssen erst ihre Kunstfreiheit zurückerlangen, um überhaupt zukunftsfähig zu sein, findet Matthias Weigel (10/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVII – Wir müssen die alten Texte festhalten, indem wir sie loslassen, sagt der Dortmunder Dramaturg Alexander Kerlin

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XVIII – Über die Wiedergeburt des Theaters aus der Rhetorik des Digitalen von Ulf Otto (10/2014)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XIX – Über Gegenwartsdramatik und ein Theater jenseits des Mittelguten von Robin Detje (1/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XX – Das Ensembletheater? Nur noch romantische Erinnerung! von Matthias Weigel (4/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheates XXI – Warum Ensembletheater tragende Säulen der deutschsprachigen Theaterlandschaft sind schreibt Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel (5/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXII – Teamleitungen als Chance für reaktionsschnelle und lernfähige Theaterhäuser von Esther Boldt (6/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXIII – Die Dramaturgin Sabine Reich fordert das Theater dazu auf, seinen gymnasialen Habitus abzulegen von Sabine Reich (9/2015)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXIV – Einwurf von Außen: Das deutsche Theater ist nicht so renovierungsbedürftig, wie seine Kritiker behaupten von Holger Syme (10/2015)

Stadttheaterdebatte XXV – Mark Terkessidis plädiert für einen Theaterwandel auf Augenhöhe mit der Öffentlichkeit von Mark Terkessidis (1/2016)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXVI – Das Zeitalter der Dramaturgie von Christian Holtzhauer (1/2016)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXVII – Dramaturg Harald Wolff über Theater als Erfahrungsräume für Demokratie von Harald Wolff (11/2016)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXVIII – Stephanie Gräve und Jonas Zipf zu Leitungsstrukturen an Theatern von Stephanie Gräve und Jonas Zipf (1/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXIX – "Kulturinfarkt"-Co-Autor Dieter Haselbach zum Reformbedarf des deutschen Theatersystems von Dieter Haselbach (1/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXX – Christian Rakow widerspricht Dieter Haselbachs Forderung nach einem Ende des Stadttheatersystems von Christian Rakow (2/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXXI – Der Informierte Künstler – Thomas Schmidt modelliert das neue Mitbestimmungstheater (4/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXXII – Institutionen und Formate im Umbruch. Interview mit dem Intendanten der Berliner Festspiele Thomas Oberender (7/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXXIII – Dirk Pilz fordert bei den Römerberg-Gesprächen in Frankfurt/Main das Ende der selbstverlorenen Betriebsbespiegelung des Theaters (10/2017)

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XXXIV – Necati Öziri argumentiert bei den Römerberggesprächen in Frankfurt am Main für ein politisches Theater neuen Typus (11/2017)

Texte aus dem Umfeld der Stadttheaterdebatte auf nachtkritik.de:

Plädoyer für ein populäres Theater – gegen Nischendenken, von Stefan Keim (11/2007)

Der Traum von der Tabula rasa – zur Wiedergeburt des Stadttheaters aus dem Geist der Freien Szene beim Impulse Festival, von Dorothea Marcus (12/2007)

Es muss auch ohne Video gehen – über das Theater in Zeiten der Finanzkrise, Gespräch mit Ludwig von Otting, kaufmännischer Geschäftsführer des Thalia Theaters Hamburg (4/2009)

15 Versuche für die Zukunft des Theaters – zum Festival Impulse und den Positionen der Freien Szene, von Matthias von Hartz und Tom Stromberg  (11/2009)

Die Verschwörung der Heuchler – über das Stadttheater im Zeitalter seiner Beschleunigung, von Michael Eberth (9/2010)

Frieren fürs Migrantenprojekt? – zu Interkulturalität und Stadttheater, von Jürgen Reuß (1/2011)

Migranten spielen auf den Sprechbühnen keine Rolle – zu Interkulturalität und Stadttheater, von Özgür Uludag (5/2011)

Raus in die Stadt – aber wie? – zur Situation der Stadttheater in NRW, von Sarah Heppekausen (6/2011)

Kommentar zur Debatte um die Spielplanabstimmung des Thalia Theaters, von Georg Kasch (12/2011)

Videointerview mit Carl Hegemann zu den Ergebnissen der Thalia-Spielplanabstimmung, von Matthias Weigel (12/2011)

Buchrezension: "Der Kulturinfarkt" – vier Kulturpolitiker wollen die Kulturlandschaft umkrempeln, von Nikolaus Merck (3/2012)

Presseschau: "Der Kulturinfarkt" (3/4/2012)

Zur "Kulturinfarkt"-DebatteDer Angriff der Neoliberalen auf die Kulturförderung der öffentlichen Hand, von Matthias Burchardt (4/2012)

Theater als GmbH – Was aus dem einstigen Heilsversprechen geworden ist von Stefan Rosinski (3/2013)

Stuttgarter Rede zur Zukunft der Kultur von Heiner Goebbels (5/2013)

Warum wir eine Unternehmensethik für das Theater brauchen von Daniel Ris (6/2013)

Die Zukunft des Theaters von Thomas Ostermeier (7/2013)

Abschiedsrede zur Schließung des Wuppertaler Schauspielhauses von Christian von Treskow (7/2013)

Bekommt das Stadttheater noch mit, wie sich Gesellschaft verändert? – Wie das Theater Freiburg nach neuen Wegen sucht, von Jürgen Reuß (9/2013)

Über ein Theater der Nationen von Johan Simons (10/2013)

Wem gehört das Theater? – über ein Theater der Teilhabe von Björn Bicker (10/2013)

Das Wirtschaftsmagazin brand eins über das deutsche Stadttheater am Beispiel des Thalia Theaters Hamburg (Presseschau vom 5. September 2014)

Das Monatsmagazin Cicero schaut sich in der kriselnden deutschen Theaterlandschaft um (Presseschau vom 6. September 2014)

Selam Opera! Der Sammelband erzählt aufschlussreich von Diversity im Opern- und Kulturbetrieb (Buchbesprechung 11/2014)

Im Tagesanzeiger plädieren Christoph Fellmann und Andreas Tobler für eine gründliche Reform der Schweizer Theaterlandschaft (Presseschau, 16. Dezember 2014)

Zeiten der Selbstermächtigung – Über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels ein Vortrag von Esther Slevogt (12/2014)

Offener Brief zur Krise der Mehrspartenhäuser und des Theaters Plauen-Zwickau (4/2015)

Wie sich das politische Theater selbst betrügt – Ein Zwischenruf von nachtkritik.de-Redakteur Michael Wolf (11/2016)


Siehe auch: Hildesheimer Thesen