Medienschau: Standard / SZ – Mouawads "Vögel" in München abgesetzt
Absetzung nach Antisemitismus-Vorwurf
Absetzung nach Antisemitismus-Vorwurf
18. November 2022. Das Münchner Metropol-Theater hat nach Kritik jüdischer Student:innen das Theaterstück "Vögel" von Wajdi Mouawad vom Spielplan genommen, berichtet der Standard.
Am vergangenen Dienstag, den 15. November, hatte die Süddeutsche Zeitung über den Vorstoß der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und des Verbandes jüdischer Studenten in Bayern berichtet, die Mouawads Stück als antisemitisch betrachteten.
Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle hatte dazu aufgefordert, diese Kritik "ernst zu nehmen"; die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern forderte laut SZ "eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Inszenierung".
"Das Theater hat sich nach Angaben des Kulturreferates nun auf einen nicht-öffentlichen Austausch mit den Studierenden geeinigt, die die Kritik erhoben hatten", heißt es in der Meldung des Standard. "Da sich die Vorwürfe vor allem auf die Originaltexte von Wajdi Mouawad beziehen, wurde auch umgehend der Verlag eingebunden."
(standard.at / sueddeutsche.de / chr)
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