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Impulse Theater Festival abgesagt

Die Lücke aushalten und zulassen

29. April 2020. Die 30. Ausgabe des Impulse Theater Festivals in Köln, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr wird wegen der Corona-Krise abgesagt. Das gab das Festival am heutigen Mittwoch bekannt. "Wegen der Gesundheitsrisiken und vor dem Hintergrund der ungewissen Situation für Kulturveranstaltungen" sei dieser Schritt "unausweichlich" gewesen, so die Pressemitteilung. "Dieses Virus trifft nicht nur die Körper von Menschen, es trifft das Theater als solches und es bringt eine Lücke, einen Mangel an den Tag, den wir nicht einfach füllen können, sondern den wir, auch wenn es schmerzhaft ist, aushalten und zulassen sollten", teilte Haiko Pfost, Künstlerischer Leiter des Festivals, mit.

Ruhrtriennale: Christoph Marthaler kritisiert Absage

Chance verspielt

28. April 2020. In einem Offenen Brief an NRW-Kultusministerin Isabelle Pfeiffer-Poensgen hat der Regisseur Christoph Marthaler die Absage der Ruhrtriennale kritisiert. Es sei "enttäuschend, dass die Kulturpolitik kein Zeichen zu setzen vermag, die Bewältigung zukünftiger Aufgaben Hand in Hand mit den Kunstschaffenden realisieren zu wollen", heißt es darin unter anderem.

3sat-Preis an Regisseur Alexander Giesche

"Erste große Inszenierung zum Thema Klimawandel"

27. April 2020. Der Regisseur Alexander Giesche erhält für seine am Schauspielhaus Zürich entstandene Inszenierung "Der Mensch erscheint im Holozän" nach Max Frisch den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis im Rahmen des Berliner Theatertreffens. Das gaben die Berliner Festspiele heute bekannt. Die Jury aus Margarete Affenzeller (Theaterkritikerin und Mitglied der Theatertreffen-Jury), Yvonne Büdenhölzer (Leiterin des Theatertreffens) und Wolfgang Horn (ZDF-Redaktion Musik und Theater)  erklärte in ihrer Begründung, dass Giesche mit dem Abend die "erste große Inszenierung zum Thema Klimawandel" vorgelegt habe. Seine "irisierenden, visuell beeindruckenden Bilder zwischen Fernsehrauschen und Club-Atmosphäre" eröffneten "Denkräume ohne moralischen Imperativ, indes mit wuchtiger Wirkung".

Ensemble-Netzwerk: Umfrage zu Gagenzahlung

Mangelnde Zahlungsmoral

21. April 2020. Das Ensemble-Netzwerk hat in einer Pressemitteilung Umfrageergebnisse zur Gagenfortzahlung der freien Mitarbeiter*innen an den Theatern in der Corona-Krise veröffentlicht. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge erhalten 49% der freischaffenden Theatermacher*innen im deutschsprachigen Raum keinen Lohn. 

Bühnenvereins-Präsident kritisiert Politik

Nur wer schreit, wird gehört

Berlin, 20. April 2020. Während sich die Lage in anderen Bereichen ganz allmählich beginne zu normalisieren, fehle für die Theater jede Perspektive, kritisiert der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon auf Deutschlandfunk Kultur. Die Künste kämen "im Denken und im Sprechen der Großpolitik" nicht vor, beklagt Khuon, der auch Intendant des Deutschen Theaters in Berlin ist. Die Theater bräuchten klarere Ansagen, "wann welche Häuser wieder öffnen dürfen". Bisher sehe alles danach aus, dass sie noch lange geschlossen blieben. Wenn es schlecht laufe, gar bis zum Ende der Saison.

Oberhausen: Intendant Fiedler nicht verlängert

Geringe "emotionale Bindung"

Oberhausen, 16. April 2020. Der Vertrag des Intendanten am Theater Oberhausen, Florian Fiedler, wird "in beiderseitigem Einvernehmen" von der Stadt Oberhausen nicht über das Jahr 2022 hinaus verlängert. Das meldeten die Zeitungen der Funke Mediengrupppe bereits am 7. April. Demnach seien Fiedler und der Vertreter der Stadt Oberhausen, der Beigeordnete für Kultur und Finanzen, Apostolos Tsalastras, in den planmäßig angesetzten Verhandlungen über Fiedlers Zukunft am Theater "einvernehmlich zu dem Schluss (gekommen), den Vertrag nicht zu verlängern".

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