meldungen

Primeurs-Autorenpreis 2016 für frankophone Dramatik in Saarbrücken vergeben

Ein Theater-Allrounder

27. November 2017. Der französische Autor Fabrice Melquiot ist mit dem Primeurs-Autorenpreis 2016 ausgezeichnet worden. Das teilte das Saarländische Staatstheater Saarbrücken mit, wo der Preis jährlich per Publikumsvotum im Rahmen des Festivals französischsprachiger Dramatik Primeurs vergeben wird. Melquiot wurde für seine Komödie Schwanengesänge / La Grue du Japon ausgezeichnet. Darin geht es um die Liebe zwischen einer alternden Opernsängerin und einem jungen Mann.

Geldstrafe für Theater Neumarkt wegen der Aktion "Schweiz entköppeln"

Wer aneckt, soll löhnen

24. November 2016. Der Zürcher Regierungsrat kürzt dem Theater Neumarkt vorübergehend die Zuschüsse um 50.000 Franken als Strafe für die Aktion "Schweiz entköppeln" vom Zentrum für politische Schönheit. Das berichtet Ruedi Baumann im Tages-Anzeiger (online 23.11.2016). In der Absenkung der Unterstützung von bisher 330.000 Franken auf 280.000 Franken seien "die Aufwendungen der kantonalen Stellen im Zusammenhang mit der umstrittenen Vorstellung im Programm 2016 berücksichtigt", wird die Begründung des Regierungsbeschlusses zitiert. Ab 2018 liegt die Förderung durch den Kanton wieder bei 330.000 Franken.

Trumps Vize Mike Pence in New Yorker Theater ausgebuht

"Conversation Is Not Harassment"

20. November 2016. In New York hat der designierte Vizepräsident Mike Pence das pulitzerpreisgekrönte Musical "Hamilton" besucht. Es erzählt die Geschichte des ersten US-Finanzministers Alexander Hamilton, der ein Einwanderer aus der Karibik war und dem der Aufstieg zur rechten Hand des ersten US-Präsidenten George Washington gelang.

Milo Rau übernimmt Saarbrücker Poetikdozentur 2017

Konsequenter Denker

18. November 2016. Milo Rau tritt im Mai 2017 die sechste Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik an, die von der Universität des Saarlandes, der Stadt Saarbrücken, dem Saarländischen Staatstheater und der Volkshochschule gemeinsam veranstaltet wird. Das gaben die Universität des Saarlandes und Raus Theaterproduktionsfirma "International Institute of Political Murder" (IIPM) bekannt.

Trier kündigt Intendant und wählt Kulturdezernent ab

Mehr als zwei Jahresgehälter Abfindung

18. November 2016. Die Stadt Trier hat dem Intendanten des Theaters Karl Sibelius zum 1. Dezember gekündigt – als Abfindung erhalte Sibelius, dessen Vertrag im August noch um vier Jahre verlängert worden war, 300.000 Euro, meldet der SWR. Darauf hätten sich beide Seiten am Donnerstag geeinigt, noch vor der nichtöffentlichen Ratssitzung, in der es offiziell besiegelt wurde. Sibelius' Jahresgehalt als Intendant betrug dem nun aufgekündigten Vertrag gemäß 120.000 Euro.

Mobiles Theater für Berliner Volksbühne geplant

Satelliten-Theater

16. November 2016. Der Architekt Francis Kéré will für das ehemalige Flugfeld in Berlin-Tempelhof "ein mobiles, temporäres Theater“ bauen. Das wurde laut 3sat.de heute auf der Werkschau "Francis Kéré. Radically Simple" in der Münchner Pinakothek der Moderne bekannt gegeben. Kéres runde, amphitheaterähnliche Bühne werde bis zu 1000 Menschen Platz bieten. Sie solle sich in einem Hangar befinden, könne aber auch nach draußen gefahren werden.

Dominique Caron tritt Intendanz in Hagen nicht an

Personalquerelen ohne Ende

Hagen, 16. November 2016. Dominique Caron wird ihre Hagener Intendanz zum Beginn der Spielzeit 2017/18 nicht antreten. Das meldet das Onlineportal der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung derwesten.de (16.11.2016). Die 59 Jahre alte Französin, die seit 2011 die Eutiner Festspiele leitet, war erst im September 2016 berufen und im Oktober 2016 durch den Stadtrat bestätigt worden. Sie wird den Eutiner Festspielen weiter erhalten bleiben, wie die Lübecker Nachrichten schreiben.

Robert Wilson gewinnt Hörspielpreis der ARD

Die Kraft der Kunst

16. November 2016. Robert Wilson ist bei den Hörspieltagen der ARD mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.

Stuttgarter Schauspielchef Armin Petras geht vorzeitig

Persönliche und familiäre Gründe

14. November 2016. Der Stuttgarter Schauspielchef Armin Petras wird das Theater bereits im Sommer 2018, also drei Jahre früher als geplant, "aus persönlichen und familiären Gründen" verlassen. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung. Am heutigen Montagnachmittag habe Petras dem Verwaltungsrat des Theaters seine Entscheidung bekanntgegeben. Petras' Vertrag war im November 2015 über die ursprüngliche fünfjährige Laufzeit hinaus bis zum Sommer 2021 verlängert worden.

Regisseur Thomas Ostermeier wird Ehrendoktor

Ehrendoktor der Künste

13. November 2016. Thomas Ostermeier, Regisseur und Künstlerischer Leiter der Berliner Schaubühne wird die Ehrendoktorwürde "Doctor of Arts" der University of Kent im britischen Canterbury verliehen. Das teilte die Universität in einer Presseaussendung mit.

Theater Lübeck soll 800.000 Euro einsparen

Geht im Leuchtturm bald das Licht aus?

12. November 2016. Das Theater Lübeck soll 800.000 Euro einsparen. Das melden die Lübecker Nachrichten. Die Bürgerschaft hatte dem Bericht zufolge zuvor mit deutlicher Mehrheit die Einführung einer Tourismusabgabe abgelehnt, aus der die Stadt Lübeck drei Millionen Euro Einnahmen erhalten hätte. Weil diese Summe aber im Rahmen eines Schuldenpakts an das Land zurückgezahlt werden muss, so der Bericht weiter, müsse die Stadt andere Wege finden, diesen Betrag aufzubringen oder einzusparen.

Trier will sich von Intendant Karl Sibelius trennen

Es dauerte kein Jahr

8. November 2016. Die Stadt Trier will sich von ihrem Theaterintendanten Karl Sibelius trennen. Das berichtet die Trierer Tageszeitung Der Trierische Volksfreund. Der Stadtvorstand will – das gab dem Bericht zufolge der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Montag bekannt – nicht mehr mit Sibelius zusammenarbeiten. Der Stadtrat müsse der Trennung am 17. November noch zustimmen. Eine Umfrage unter den Fraktionen habe aber gezeigt, dass er dies tun werde, "selbst wenn es teuer wird – läuft der Vertrag doch noch bis 2020".

Zukunfts-Konzept beschlossen fürs Theater Chemnitz

Schöne Aussicht Kulturquartier

10. November 2016. Der Chemnitzer Stadtrat hat gestern mit großer Mehrheit das Konzept beschlossen, wie es mit der Städtischen Theatergesellschaft über das Jahr 2018 hinaus weitergeht, wenn der Haustarifvertrag ausläuft, berichtet die Chemnitzer Freie Presse in ihrer heutigen Ausgabe. Demnach sieht der Beschluss vor, dass die 450 Angestellten auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, im Gegenzug will die Stadt ihre Subventionen anheben, von derzeit knapp 27 Millionen Euro schrittweise auf 32,5 Millionen Euro im Jahr 2025.

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