meldungen
Israels Regierung droht Kultureinrichtungen Mittelstreichungen an
Ende der Akzeptanz
11. Juni 2015. Die israelische Kulturministerin Miri Regev hat am gestrigen Mittwoch im Armee-Sender des Landes Galei Zahal Kultureinrichtungen mit der Streichung staatlicher Zuwendungen gedroht, die aus ihrer Sicht den israelischen Staat schädigen würden. Das berichten diverse Medien, darunter die Wiener Tageszeitung Die Presse und die Jerusalem Post.
Nike Wagner kritisiert die Bayreuther Festspiele
Großer Familienzwist
Bayreuth, 6. Juni 2015. Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner und Intendantin des Bonner Beethovenfests, Nike Wagner, sieht die Bayreuther Festspiele tief in der Krise, das meldet unter anderem Focus.de. Sie und ihre Geschwister fürchten als Nachkommen von Wieland Wagner um eine Aushöhlung der Richard-Wagner-Stiftung. "Mein Familienzweig – Wieland Wagners geistigem Erbe verpflichtet – kämpft schon seit langem gegen das Aushöhlen der Rechte der Stifterfamilie in der Stiftung." Die Stiftung war in den 1970er Jahren gegründet worden, um das Erbe Wagners zu wahren und das Festspielhaus für die Nachwelt zu erhalten.
Bürgerschaft in Rostock bestätigt Zielvereinbarung zum Spartenabbau
"Kein Erpressungspotential"?
Rostock, 5. Juni 2015. Die Bürgerschaft in Rostock hat die Zielvereinbarung von Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling und Mecklenburg-Vorpommerns Kultusminister Matthias Brodkorb bestätigt. Wie das Online-Magazin das-ist-rostock.de berichtet, habe sie damit für den Abbau zweier Sparten gestimmt.
Mülheimer Dramatikerpreis 2015 für Ewald Palmetshofer
Der Unangefochtene
5. Juni 2015. Ewald Palmetshofer gewinnt mit die unverheiratete den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis 2015. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und gilt als wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Gegenwartsdramatik. Das Stück des gebürtigen Linzers Palmetshofer (Jahrgang 1978) wurde am Wiener Burgtheater von Robert Borgmann uraufgeführt. Es thematisiert die Aufarbeitung des Denunziantentums in der NS-Vergangenheit.
Neuer Intendant für das Theater Nordhausen
Dirigent wird Theaterleiter
4. Juni 2015. Der Schweizer Dirigent Daniel Klajner soll neuer Intendant des Theaters Nordhausen werden. Das meldet der MDR auf seiner Internetseite. Der Meldung zufolge habe der Aufsichtsrat der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH der Gesellschafterversammlung Klajner als Nachfolger von Lars Tietje empfohlen. Tietje wechselt 2016 als Intendant ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin.
Preise beim Westwind-Festival vergeben
Pur, gnadenlos, magisch
Düsseldorf, 4. Juni 2015. Zum Abschluss von Westwind, dem NRW-Festival für junges Publikum, wurden am Mittwoch Abend die Preise vergeben. Die aus Marij de Nys (künstlerische Ko-Leiterin BRONKS, Brüssel), Franziska Henschel (freie Regisseurin) und Veit Sprenger (Theatermacher Showcase Beat Le Mot) bestehende Jury entschied dabei über ein vom nordrhein-westfälischen Kulturministerium gestiftetes Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Dabei gingen jeweils ein Drittel (3333,33 Euro) an folgende drei Produktionen:
Deutsche Bundesregierung räumt Bedrohung der Kultur durch Ceta und TTIP ein
"Unangemessene Beeinträchtigungen"
Berlin, 3. Juni 2015. Die Bundesregierung hat erstmals zugegeben, dass das geplante Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (Ceta) auch Folgen für den Kultursektor in Deutschland haben kann. Wie Zeit Online meldet, sieht der Ceta-Vertrag die Einführung von privaten Schiedsgerichten vor, die auch für ausländische Investitionen im Kulturbereich zuständig sein werden. Ceta gilt als Modell für das geplante europäisch-amerikanische Abkommen TTIP. Gegen beide Abkommen protestieren Kulturschaffende seit Monaten.
Castorf-Vorstellungen in Wien abgesagt
Kaputt gespielt?
Wien, 2. Juni 2015. Die verbleibenden Vorstellungen von Die Brüder Karamasow in der Regie von Frank Castorf bei den Wiener Festwochen wurden abgesagt. Wie die Festspiele auf ihrer Homepage mitteilen, musste sowohl die Vorstellung gestern als auch die Dernière heute entfallen.
Jeanine Meerapfel ist neue Präsidentin der Berliner Akademie der Künste
Weibliche Doppelspitze
30. Mai 2015. Die 45. Mitgliederversammlung der Berliner Akademie der Künste hat die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Jeanine Meerapfel zur neuen Präsidentin gewählt. Das teilt die Akademie der Künste in einer Presseaussendung mit. Die Schriftstellerin und Theaterautorin Kathrin Röggla wurde neue Vizepräsidentin.
nachtkritik.de-Autorin Teresa Präauer für Bachmann-Preis nominiert
Wir sind Klagenfurt!
28. Mai 2015. nachtkritik.de-Autorin und Kolumnistin Teresa Präauer (Wien) ist zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2015 nach Klagenfurt eingeladen.
Gutachten zur NS-Vergangenheit von Hans Robert Jauß liegt vor
Theaterfiktion und Realität
Konstanz, 22. Mai 2015. Der Konstanzer Romanist Hans Robert Jauß (1921 bis 1997) war für NS-Kriegsverbrechen mitverantwortlich. Das geht aus einem Gutachten hervor, das der Historiker Jens Westemeier am Dienstag im Audimax der Universität Konstanz vorstellte und das auch online einsehbar ist. Die öffentliche Diskussion um die Vergangenheit des renommierten Literaturwissenschaftlers, der u.a. die "Rezeptionsästhetik" mit durchgesetzt hatte, wurde durch das Stück "Die Liste der Unerwünschten" von Rechtsanwalt, Dramatiker und nachtkritik.de-Autor Gerd Zahner angefacht, das im vergangenen November aufgeführt wurde.
Theaterfinanzierung: neuer Grundlagenvertrag für Plauen-Zwickau
Abschmelzende Zuschüsse
21. Mai 2015. Die Oberbürgermeister der Städte Plauen und Zwickau, Ralf Oberdorfer und Pia Findeiß, unterzeichneten am Donnerstag in Zwickau einen neuen Grundlagenvertrag, der die Finanzierung des von beiden Kommunen getragen Theaters Plauen-Zwickau regelt. Das berichten verschiedene Medien, darunter SZ-Online.
Matthias Hartmann wieder nach Bochum?
Rheinischer Rumor
21. Mai 2015. Matthias Hartmann, im März 2014 fristlos entlassener Direktor des Wiener Burgtheaters, soll sich um die Nachfolge Anselms Webers als Intendant des Bochumer Schauspielhauses bemühen. Das geht aus einer Glosse des in Essen erscheinenden NRW-Kulturmagazins K.West hervor, und wurde nachtkritik.de auch von anderen Quellen bestätigt. Hartmann, der Chef des Zürcher Schauspielhauses war, bevor er ans Burgtheater wechselte, war von 2000 bis 2005 schon einmal Intendant des Bochumer Schauspielhauses. In Wien sind zur Zeit noch juristische Verfahren zur Klärung des Finanzskandals anhängig, der Hartmann die Burgtheater-Intendanz kostete.
Tarifeinigung über Gagenerhöhung
Nach Warnstreik und Detailstreit
Köln, 21. Mai 2015. Die Gagen von künstlerischen Mitarbeitern der Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen sowie von Orchestermusikern werden angehoben. Als verhandelnde Tarifparteien haben sich auf Arbeitgeberseite der Deutsche Bühnenverein und auf Arbeitnehmerseite die Künstlergewerkschaften GDBA, VdO und DOV am Mittwoch über eine Lohnerhöhung von 2,1 Prozent für Beschäftigte an Einrichtungen der Länder und von 2,4 Prozent für Beschäftigte an kommunalen Theatern und Orchestern geeinigt, rückwirkend zum 1. März 2015. Wie üblich orientiert sich dieser Tarifabschluss an den Lohnerhöhungen für den öffentlichen Dienst.
Auswahl 2015 für "Szenenwechsel"-Förderung
Interesse für andere Weltregionen
Berlin / Stuttgart, 19. Mai 2015. Zehn Theater und freie Gruppen werden dieses Jahr im Rahmen des Programms "Szenenwechsel" der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Internationalen Theaterinstitut (ITI) gefördert. Das 2013 ins Leben gerufene Programm unterstützt "Theater, die sich für künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen in anderen Weltregionen interessieren", heißt es auf der Website www.szenenwechsel.org. Gefördert werden soll "die Entwicklung internationaler Kooperationsvorhaben zwischen einem Theater bzw. einer Freien Theatergruppe aus dem deutschsprachigen Raum und je einem ausländischen Partner entweder aus den Ländern Osteuropas oder dem nördlichen Afrika." Folgende zehn Projekte werden mit bis zu 15.000 Euro unterstützt (bei einer Fördersumme von insgesamt 125.000 Euro):
Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2015 an Gala Winter
Freiheit statt Zuschüttung
Berlin, 17. Mai 2015. Der mit 5000 Euro dotierte Alfred-Kerr-Darstellerpreis, der jährlich im Rahmen des Berliner Theatertreffens vergeben wird, geht in diesem Jahr an Gala Winter für ihre Rolle der Frida in John Gabriel Borkman (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) in der Regie von Karin Henkel. Alleinjuror Samuel Finzi traf seine Wahl unter den zehn zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen.
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