meldungen
Frie Leysen wird ab 2014 Schauspieldirektorin bei den Wiener Festwochen
Pendelverkehr Berlin-Wien
17. August 2012. Die gebürtige Belgierin Frie Leysen (Jahrgang 1950) soll 2014 die Schauspielsparte der Wiener Festwochen übernehmen, wie verschiedene Medien, u.a. der Wiener Standard, melden. Leysen ist eine der profiliertesten Kuratorinnen der internationalen freien Theaterszene. Sie ist u.a. Gründerin des Brüsseler Kunstenfestivaldesarts (1992) und war 2010 als Programmdirektorin für das Festival "Theater der Welt" in Mülheim und Essen verantwortlich. In diesem Jahr stellt Frie Leysen das neu ins Leben gerufene Festival "Foreign Affaires" für die Berliner Festspiele zusammen (September bis Oktober 2012).
Unerwartete neue Sparvorgabe fürs Theater Dessau
Alles wieder anders
Dessau, 14. August 2012. Sachsen-Anhalts Kultusministerium wird dem Anhaltischen Theater in Dessau-Roßlau im Jahr 2013 Mittel in Höhe von 205.000 Euro streichen, berichtet der mdr. Diese Nachricht kommt überraschend, weil sich der Stadtrat im April für die Erhaltung des Theaters ausgesprochen hatte und Einsparungen vorerst kein Thema mehr gewesen seien.
Petr Fomenko gestorben
Prägender Regisseur, einflussreicher Lehrer
11. August 2012. Einer der bedeutendsten Theaterregisseure Russlands ist tot. Das geht aus Meldungen unterschiedlicher Medien hervor, u.a. dem Wiener Standard, der sich auf die Nachrichtenagetur Interfax beruft.
Dramatiker und Ex-Ohnsorg-Intendant Konrad Hansen gestorben
Labskaus un Schampanjer
11. August 2012. Der Dramatiker, Regisseur und einstige Intendant des Hamburger Ohnsorg-Theaters Konrad Hansen ist tot. Das meldet das Hamburger Abendblatt. Hansen, 1933 im holsteinschen Schönberg geboren, galt als Erneuerer und Förderer der niederdeutschen Dramatik.
Zahl der Uraufführungen 2010/2011 leicht gesunken
"Immer noch auf einem hohem Niveau"
8. August 2012. Wie der Deutsche Bühnenverein mitteilt, ist die Zahl der Uraufführungen in der Spielzeit 2010/2011 erstmals seit fünf Jahren zurückgegangen. Sie sank um zwei Prozent auf 660. Nach Meldungen verschiedener Medien, u.a. der Märkischen Oderzeitung mit Berufung auf dpa, führt Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, den leichten Rückgang weniger auf Sparvorgaben denn auf die "weiter steigende Zahl der Aufführungen insgesamt" zurück (der Anstieg liegt bei 0,6 Prozent auf 86 563 Aufführungen insgesamt). "Die Uraufführungen sind immer noch auf einem hohen Niveau", wird Bolwin zitiert. Die Zahl der gespielten Werke stieg auf fast 4000.
Rahel Varnhagen von Ense-Medaille für die Verlegerin Maria Sommer
Sechzig Jahre Theaterwirken
3. August 2012. Die Berliner Bühnenverlegerin Maria Müller-Sommer wird in diesem Jahr mit der Rahel Varnhagen von Ense-Medaille ausgezeichnet, teilt die Berliner Senatskanzlei mit. Die Medaille, benannt nach der Berliner Schriftstellerin Rahel Varnhagen von Ense (1771 bis 1833), die zwischen 1790 und 1806 einen der berühmten Berliner literarischen Salon geführt hatte, ist gestiftet vom Land Berlin und von der Stiftung Preußische Seehandlung und wird in unregelmäßigen Abständen vergeben. Sie ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich um die Förderung des literarischen Lebens in Berlin verdient gemacht oder sich in ihrem literarischen Werk mit Berlin auseinandergesetzt haben.
Opernsänger Nikitin bestreitet, dass sein Tattoo ein Hakenkreuz war
Falschinterpretation
3. August 2012. Wie Zeit online meldet und sich unter anderem auf die New York Times beruft, hat der russische Opernsänger Evgeny Nikitin bestritten, dass es sich bei der Tätowierung, wegen der er vier Tage vor der Premiere des "Fliegenden Holländers" seinen Auftritt bei den Bayreuther Festspielen absagte, um ein Hakenkreuz gehandelt habe. Das jedenfalls ließ die New Yorker Metropolitan Oper mitteilen. Nikitin sagt, dass skandinavische Mythologie und Metal-Musik seine Tattoos beeinflusst hätten, er aber nie ein Hakenkreuz auf seiner Brust trug. Die Tätowierung, die in den Filmaufnahmen zu sehen ist, auf deren Basis sich die Diskussion entfacht hatte, sei lediglich unfertig gewesen. Er bedauere diese Falschinterpretation.
In der New York Times ist die komplette Brust-Tätowierung zu sehen, die erst in diesem Frühjahr fertig wurde, weil Nikitin bei der ersten Sitzung im Tattoo-Studio zu bluten begann. Das Motiv habe er selbst entworfen und dabei nie an ein Swastika-Symbol gedacht. "It's just my fantasy. It's just an eight-pointed star with a shield on it, an ax, a sword crossed with a helmet on top. What is wrong with that?", zitiert ihn die NYT.
(Zeit-online/NYT/sik)
Mehr dazu:
25. Juli 2012: Der fliegende Holländer – Jan Philipp Glogers Wagner-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen 2012
21./22. Juli 2012: Wegen eines Nazi-Tattoos sagt Evgeny Nikitin seinen Auftritt in Bayreuth ab
Moses-Mendelssohn-Preis für Shermin Langhoff
Praktiken zur Horizonterweiterung
1. August 2012. Shermin Langhoff erhält den diesjährigen Moses-Mendelssohn-Preis, den das Land Berlin alle zwei Jahre zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden auslobt. Das teilte die Berliner Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten mit.
Schauspielerin Susanne Lothar ist tot
Nicht raffiniert und doch voller Erotik
25. Juli 2012. Die Schauspielerin Susanne Lothar ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Dies habe der Anwalt der Familie am Mittwoch in Berlin mitgeteilt, wie unter anderem der NDR meldet. Lothar, 1960 in Hamburg als Tochter des Schauspielerpaars Hanns Lothar und Ingrid Andree geboren, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Nach der Ausbildung war sie erst am Thalia Theater Hamburg, dann in Köln, ab 1986 dann am Deutschen Schauspielhaus Hamburg engagiert, wo sie als Lulu in Peter Zadeks Inszenierung einen ihrer größten Erfolge feierte.
Christoph Dittrich soll neuer Intendant in Chemnitz werden
Kenner der sächsischen Theaterlandschaft
24. Juli 2012. Christoph Dittrich soll ab der Spielzeit 2013/14 neuer Intendant der Theater Chemnitz werden. Das meldet unter anderem der MDR auf seiner Internetseite. Die Findungskommission unter Leitung von Kulturbürgermeister Phillip Rochold habe sich am vergangenen Freitag einstimmig auf den promovierten Musikwissenschaftler verständigt. Am 19. September werde der Stadtrat über den Vorschlag entscheiden.
Lessing-Preis für Volker Lösch
Stimmgeber der Ausgegrenzten
23. Juli 2012. Volker Lösch erhält den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen. Das geht aus Meldungen diverser Medien hervor, u.a. der Internet-Seite des MDR-Sachsen.
Steffen Mensching verlängert in Rudolstadt
Neue Formate, neue Zuschauerkreise
20. Juli 2012. Steffen Mensching bleibt weitere vier Jahre Intendant am Theater Rudolstadt. Am Morgen des 20. Juli unterzeichnete Mensching einem Bericht des thüringischen Internetmagazins Deutschland today zufolge im Rudolstädter Rathaus den neuen Vertrag. Der Aufsichtsrat des Theaters habe zuvor einstimmig der Vertragsverlängerung zugestimmt. Der neue Vertrag beginne am 1. August 2012 und laufe bis zum 31. Juli 2016.
Linie-1-Komponist Birger Heymann gestorben
Immer eine Idee komplizierter
18. Juli 2012. Der Komponist Birger Heymann ist heute im Alter von 69 Jahren in Berlin gestorben. Das melden verschiedene Medien, darunter die Berliner Zeitung.
Elisabeth Sobotka neue Intendantin der Bregenzer Festspiele
Ein Ende der Wirrungen?
Bregenz, 17. Juli 2012. Elisabeth Sobotka wird ab 2015 Intendantin der Bregenzer Festspiele am Bodensee. Die Festspiele bestätigten inzwischen Berichte verschiedener Österreichischer Medien, darunter der Kleinen Zeitung. Mit der Berufung Sobotkas, derzeit noch Intendantin der Oper Graz, wird ein Schlussstrich unter die längeren Wirrungen um die Bregenzer Intendanz gesetzt.
Der türkische Dramatiker Güngör Dilmen ist tot
Frühe moderne Stimme
Berlin, 11. Juli 2012. Wie die Deutsch Türkischen Nachrichten melden, ist der türkische Dramatiker, Regisseur und Theaterwissenschaftler Güngör Dilmen am vergangenen Sonntag im Alter von 82 Jahren in Izmir verstorben. Dilmen, 1930 in der Provinz Tekirdag geboren, war einer der einflussreichsten Autoren des modernen türkischen Theaters.
Puppentheatermacherin aus Berlin mit französischem Orden geehrt
Außerordentliche Verdienste
5. Juli 2012. Silvia Brendenal, künstlerische Leiterin der Berliner Schaubude, einer der herausragenden Bühnen für Puppen- und Figurentheater dieses Landes, wurde vom französischen Kulturminister Frédéric Mitterand zum "Chevalier de l'ordre des Arts et des Lettres" ernannt. Das geht aus einer Mitteilung der Schaubude hervor. Die Französische Botschaft in Berlin habe die Auszeichnung mit Brendenals "außerordentlichen Verdiensten um die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich" begründet, heißt es.
Augsburger Intendantin fordert Kulturbeitrag von Unternehmen
Standortvorteil Kultur
5. Juli 2012. Die Intendantin des Augsburger Theater, Juliane Votteler, fordert einen jährlichen Kulturbeitrag von Unternehmen. Das ist unter anderem auf der Internetseite des Webradiosenders Antenne Bayern nachzulesen, der sich auf ein Interview Juliane Vottelers mit dpa bezieht.
Kasachischer Regisseur Bolat Atabayev ist frei
Endlich frei
4. Juli 2012. Wie das Goethe-Institut meldet, ist der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabayev aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Preisträger der diesjährigen Goethe-Medaille war am 15. Juni 2012 wegen "Anstiftung zur sozialen Unruhe" verhaftet worden. Dies hatte deutschlandweit Proteste ausgelöst.
Theater Eisleben soll mit Städtebundtheater fusionieren
Rosen statt Theater
Eisleben, 3. Juli 2012. Die Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben soll mit dem Nordharzer Städtebundtheater fusionieren. Dies meldet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf den zuständigen Landrat Dirk Schatz (CDU).
Hintergrund ist, dass einerseits die in finanzielle Not geratene Stadt Eisleben ihren Zuschuss von 150.000 Euro nicht mehr aufbringen kann. Andererseits will der Landkreis seine Zuschüsse von bisher 1,3 Millionen Euro kürzen, da mit dem Geld in Zukunft ein Rosengarten in Sangerhausen finanziert werden soll. Der Gesamtetat der Landesbühne Eisleben betrug bisher rund drei Millionen Euro.
Ziel der Fusion sei, "die Theaterlandschaft dauerhaft zu retten", wird Landrat Schatz zitiert. Man breite derzeit Entwürfe für eine Fusionierung vor, über die dann die Stadträte von Eisleben und Hettstedt, der Kreistag sowie die Gesellschafter der Kulturwerk GmbH (Betreiber des Eisleber Theaters) abstimmen würden. Über einen eventuellen Verbleib des Eisleber Personals machte Schatz keine Aussagen.
"Mit dem Städtebundtheater haben wir einen guten Partner für konstruktive und zukunftsorientierte Gespräche gefunden", wird der Landrat weiter zitiert. Das Nordharzer Städtebundtheater ging 1992 aus einer Fusionierung der Theater in Halberstadt und Quedlinburg hervor. Im vergangenen Oktober wendete sich das Nordharzer Theater in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten, da, obwohl schon an der "untersten Grenze der Arbeitsfähigkeit", von neue Einsparungen die Rede war. Eine Schließung konnte damals nur knapp vermieden werden.
Wie sich die Politik die Fusion beider Theater vorstellt, soll bei der übernächsten, der einhundertsten Zweckverbandsversammlung am 24. September um 14 Uhr in der Kammerbühne Halberstadt durch die Träger des Theaters bekannt gegeben werden, wie das Städtebundtheater nachtkritik.de mitgeteilt hat.
(Mitteldeutsche Zeitung / mw / sle)
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