Platonow - Jan Bosse schaut dem lethargischen Personal von Tschechows Erstling beim Dauercamping zu
Misere der Dauercamper
von Falk Schreiber
Hamburg, 1. September 2012. "Und?" fragt Nikolaj Iwanowitsch. "Langweilig!" stöhnt Anna Petrowna, "Jetzt schon!" Nach gerade mal fünf Minuten. Raffiniert nimmt Jan Bosse den Kritikern den Wind aus den Segeln, den Kritikern, die bemängeln, dass sein "Platonow" am Hamburger Thalia durchaus Längen hat: Das hier ist Tschechow! Natürlich ist das langweilig, was erwartet ihr denn? Und immerhin ist das uferlose Frühwerk des erst 18-jährigen Dramatikers von über sieben auf gute vier Stunden zusammengekürzt, da braucht man sich wirklich nicht über Langeweile zu beschweren.
Dantons Tod - Am Thalia Theater Hamburg rockt Jette Steckel das historische Drama
Auf dem Todesstern
von Falk Schreiber
Hamburg, 21. April 2012. Was für ein Einstieg. Das Volk tobt, Gitarre und Sampler dröhnen, die Revolutionäre stolpern über die Drehbühne, ackern, prügeln, wärmen sich am offenen Feuer. Und im Hintergrund rotiert eine mehrere Meter hohe Bühnenskulptur, eine Mischung aus Klettergerüst, Todesstern und Firmenlogo (Bühne: Florian Lösche). Minutenlang geht das so, und als endlich die ersten Worte mehr gestammelt als gesprochen werden, hat man kapiert: Wenn Jette Steckel am Hamburger Thalia Büchners "Dantons Tod" inszeniert, wird einem nichts geschenkt. Weder den Zuschauern noch den Darstellern – noch bevor das Stück richtig begonnen hat, schwirrt den einen schon der Kopf und sind die anderen schweißgebadet.
Regie: Herbert Fritsch
Regie: diverse
Regie: Nuran David Calis
Regie: Katherine Halbach, Lina Kröhnert, Franziska Oehme, Charlotte Puder, Ramona Rauch
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