von Sascha Westphal
Bochum, 12. August 2015.
Zunächst ist es nur ein schickes Bild, eine extrem körperbetonte und dabei zugleich noch angemessen satirische Spielerei. In der Mitte der kleinen, grottenartigen Bühne des Theaters in der Rottstr. 5 liegt eine durchsichtige Plastikplane, die mit Wasser und Duschgel übergossen wurde. Auf ihr absolviert der von Felix Lampert gespielte Patrick Bateman erst einmal sein morgendliches Fitness- und Schönheitsprogramm. Es bleibt zwar bei einer eher angedeuteten Übung. Aber dann gleitet der nur mit Boxershorts bekleidete Lampert bäuchlings von der einen Seite der Bühne zur anderen und wieder zurück. Währenddessen zählt er all die Kosmetikprodukte auf, mit deren Hilfe sich der 26-jährige Investment-Banker sein jugendliches Aussehen bewahren will. Eine perfekte Einstimmung auf die Oberflächen-Welt eines Mannes, der alles hat und dem nichts etwas bedeutet außer seinem Aussehen, seiner eigenen Oberfläche.