Obdach unter der Showbrücke

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Allabendlich ausverkauft ist die Palast-Show von Pollesch und Hinrichs, für die nach der Premiere Zusatztermine angesetzt wurden. Von einem Clash der Theatersysteme keine Spur. E und U mischen sich auf den Bühnen ja auch längst. Historisch erklärt die Herkunft der begrifflich trennenden Großbuchstaben der Theaterwissenschaftler Peter W. Marx im Podcast.

Elena Susanne 280 AnjaSchaefer uElena Philipp und Susanne Burkhardt © Anja SchäferVom gelungenen Austausch und von Veränderungen auch hinter den Kulissen erzählt Berndt Schmidt: Fühlte er sich im Kreis der Intendant*innen von Stadt- und Staatstheatern beim Bühnenverein oft wie die "Revuetänzerin im Vatikan“, pilgern nun "die Päpste in die Vergnügungshölle". Um dort, wie Schmidt sagt, die liebevoll dilettantische "Trabi-Variante" der berühmten Kickline oder Girlreihe zu bestaunen. Umgekehrt erlebten 26 Tänzerinnen und Tänzer des Friedrichstadt-Palasts in "Glauben an die Möglichkeit“ erstmals künstlerische Eigenverantwortung. Wird die Erfahrung nachhallen? Und wie kam's eigentlich zur Zusammenarbeit? Das verrät Berndt Schmidt im Theaterpodcast.

Spontan begeistert stellte der Intendant René Pollesch und Fabian Hinrichs den hypermodernen Theaterapparat des Palasts zur Verfügung. Auf dass sich "die flexibelste Kunstform" Revue und ihre Feier der Schönheit mit der Weltreflexion und Wärme des Theaters von René Pollesch und Fabian Hinrichs auflade. Fortsetzung folgt?

 

Korrektur vom 6. Dezember 2019: Fabian Hinrichs weist darauf hin, dass "Glauben an die Möglichkeit" nicht auf Songtexten von Morrissey und anderen basiert.

 

Ein Podcast in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur

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