Die Pressekonferenz von Oliver Reese und seinem Team zum Intendanzstart am Berliner Ensemble 2017/2018

Das Herz des Spiels

von Georg Kasch und Christian Rakow

Berlin, 30. Mai 2017. Große Fußstapfen locken ihn, scheint’s. Der Gang ins Berliner Ensemble ist der Eintritt in eine mächtige Traditionslinie: von Ernst Josef Aufricht, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Ruth Berghaus und Heiner Müller. Sie alle nennt Oliver Reese auf seiner Antrittspressekonferenz, die heute Vormittag im Rangfoyer des Berliner Ensembles über die Bühne ging. Vorgänger Claus Peymann ward aus dieser Linie geflissentlich ausgespart. Manchmal ist auch ein Verschweigen ein Seitenhieb. Und durchaus verständlich als zarte Retourkutsche für die harten Kanten, die Peymann gegen seinen Nachfolger zu Zeiten ausgeteilt hatte (wegen der Nichtverlängerungen des Peymann-Ensembles, wegen der Nähe zum "Phänotyp" Tim Renner, man erinnert sich...).

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters - Thomas Schmidt modelliert das neue Mitbestimmungstheater

Der Informierte Künstler

von Thomas Schmidt

Diese Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt.
(Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930)

 

Themen: Zukunftsfonds statt Fusionen | Zentrale Rolle des Ensembles | Der Informierte Künstler | Das Drei-Stufenmodell der Mitbestimmung | Überspielhonorare | Einheitstarifvertrag | Nicht-Verlängerungs-Sperre bei Intendantenwechsel | Drei-Gliedriges Gagensystem

 

3. April 2017. Im ersten Beitrag der von nachtkritik.de maßgeblich gestalteten Stadttheaterdebatte hat Matthias von Hartz die Frage aufgeworfen, ob dem Stadttheater noch zu helfen sei? (11/2011) Seitdem ist viel passiert. Das ensemble-netzwerk hat sich gegründet und zwingt die großen Player (Bühnenverein, Gewerkschaft) zu ernsthaften Gesprächen; Art but Fair arbeitet an einer neuen Arbeitsethik, und die Dramaturgische Gesellschaft überrascht gemeinsam mit dem ensemble-netzwerk mit gelungenen Lobby-Initiativen (40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten). Zuletzt haben Harald Wolff, Stephanie Gräve/Jonas Zipf, Christian Rakow und Marcel Klett in ihren Debattenbeiträgen das Theater, das Ensemble und neue Leitungsformen auf deren Zukunftsfähigkeit geprüft.

Podcast - Über Versuche der Theater, mit Denkern von Rechtsaußen ins Gespräch zu kommen

Bitte keine Ästhetisierung von Rechts

25. März 2017. Kann man mit den Feinden der Offenen Gesellschaft reden? Soll man überhaupt? Zuletzt tastete sich das Zürcher Theaterhaus Gessnerallee an den Rechtspopulisten Marc Jongen heran, um dem Eindruck zu wehren, dass an Hochkulturorten nur linke Positionen Gehör finden. Die Kritik ließ nicht auf sich warten. In aller Vehemenz. Das Zürcher Podium wurde abgesagt. Ein Streitgespräch fand trotzdem statt: auf nachtkritik.de, wo die Pros und Contras rund um die Veranstaltung wochenlang diskutiert wurden. Im Podcast in Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur reflektiert nachtkritik.de-Redakteurin Sophie Diesselhorst die Problemlage rund um den Diskurs mit Rechtsaußen. Das Gespräch führt Susanne Burkhardt, Redakteurin von Deutschlandradio Kultur.

Bühnenglauben
von Dirk Pilz
Chronik einer abgesagten Diskussion mit einem AfD-Funktionär im Theat...
von Nikolaus Merck
Der Dramaturg Alexander Kerlin denkt über gegenwärtige Bedrohungen f...
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Am Beispiel Bremen
von Marcel Klett
Podcast
von Georg Kasch
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters
von Christian Rakow
Interview mit Berlins Kultursenator Klaus Lederer
von Sophie Diesselhorst
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters
von Dieter Haselbach
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters
von Stephanie Gräve und Jonas Zipf

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