Plädoyer für einen erweiterten Begriff des Übersetzens – Warum ein deutsches Theaterstück kein zwingend deutschsprachiges mehr sein muss

Quantensprung des Übersetzens

von Henning Bochert

9. Januar 2017. Theaterstücke für ein mehrheitlich deutschsprachiges Publikum werden nicht mehr notwendig auf Deutsch geschrieben. Erfahrene Autor*innen aus anderen Sprachräumen kommen zu uns, im Gepäck ihre Lebensgeschichten, und leben in Deutschland. Zwei Beispiele bereits arrivierter Autoren: Der Syrer Mohammad Al-Attar, dessen Stück Während ich wartete als Produktion des Kunstenfestivaldesarts in Brüssel nach Avignon eingeladen wurde, lebt jetzt in Berlin. Er produziert unter schwierigsten Bedingungen mit seiner syrischen Theatergruppe, deren Mitglieder in der Türkei, in Damaskus, in Ägypten leben. Peca Stefan, einer der bekanntesten rumänischen Theaterautoren, lebt ebenfalls in Neukölln. Er spricht kein Deutsch, schreibt aber für und produziert mit Gruppen unter anderem am Ballhaus Ost.

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters - Warum Ensembletheater tragende Säulen der deutschsprachigen Theaterlandschaft sind. Samuel Schwarz macht sich Gedanken über trumpsche Regietypen

Theater im Zeichen des Horrorclowns

von Samuel Schwarz

21. Dezember 2016. Immer wieder kann man lesen oder hören, dass der Wahlsieg Donald Trumps ein möglicher Segen für die Kunst sei, weil nun – nach den langweiligen Jahren unter einer zu vernünftigen Obama-Administration – die Kunst wieder ein Feindbild zur Verfügung habe.

Ich stelle mir für diesen Text die Frage: Wie ist das denn für den Regisseur in mir?

Armin Petras verlässt Stuttgart - Der Schauspielchef über seine Gründe, den Posten vorzeitig abzugeben

Eine schlechte Kritik bedeutet ein leeres Haus

30. November 2016. Über die Krisen-Signale wurde bereits im Sommer berichtet. Armin Petras würden die Zuschauer davon laufen, hieß es. Die Auslastung sank binnen zwei Jahren von 145 000 auf 113 000 Besucher in der Spielzeit 2015/16, die Kritik wuchs. Kurzum: Die Chemie zwischen Stuttgart und Petras schien nicht mehr zu stimmen. Im Herbst versprach er noch einen Turnaround, dann wurde bekannt, dass Petras die vereinbarte Vertragsverlängerung bis 2021 doch nicht erfüllt und das Haus frühzeitig verlässt. Aus persönlichen und familiären Gründen, wie es vage hieß. Verena Großkreutz sprach mit ihm.

Performer oder Schauspieler?
von Kevin Rittberger
Wie sich das politische Theater selbst betrügt
von Michael Wolf
Ungarn als Europas populistische Avantgarde?
von Esther Slevogt
Münchner Kammerspiele in der Krise?
von Simone Kaempf
Debatte um die Zukunft des Stadttheaters
von Harald Wolff
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von Esther Slevogt
Thomas Oberender über Kultur im Ruhrgebiet unter den Vorzeichen von D...
von
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von Wolfgang Behrens
Wozu braucht man eigentlich noch Juristen?
von Rupprecht Podszun

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