Der aus dem Dunkel leuchtet

Berlin, 18. Mai 2008. Der diesjährige Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die besondere Leistung eines Nachwuchsschauspielers geht einer Meldung der Berliner Festspiele zufolge an den jungen Schauspieler Niklas Kohrt für seine Darstellung des Bruno Mechelke in Michael Thalheimers Inszenierung "Die Ratten" am Deutschen Theater Berlin.

Juror Gerd Wameling beschrieb Kohrt in seiner Begründung als "Schauspieler, der aus dem Dunkel leuchtet" und zu großen Hoffnungen Anlass gebe.

Niklas Kohrt wurde 1980 in Luckenwalde geboren und studierte an der Berliner Ernst-Busch-Schule, bevor er ans Deutsche Theater Berlin kam. Dort arbeitete er neben Michael Thalheimer mit Jürgen Gosch und Robert Schuster. Aber auch im Kino war Kohrt zu sehen, u.a. in Detlev Bucks Film "Knallhart" und Markus Mittelmeiers "Muxmäuschenstill".

Der Alfred Kerr-Preis wird seit 1991 im Rahmen des Theatertreffens an einen hoffnungsvollen Nachwuchsschauspieler verliehen und wurde von der Familie Kerr in Gedenken an den bedeutendsten Theaterkritiker der Weimarer Republik, Alfred Kerr, gestiftet. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören u.a. Fritzi Haberlandt, Devid Striesow, Wiebke Puls, Felix Goeser und Julischka Eichel.

Ebenfalls im Haus der Berliner Festspiele wurde der mit 10.000 Euro dotierte 3sat-Preis "für besonders zukunftsweisende Leistungen des deutschen Schauspiels" (sic!) verliehen, und zwar an Stephan Kimmig und Katja Haß, den Regisseur und die Bühnenbildnerin von Schillers "Maria Stuart" am Thalia Theater Hamburg. Juriert haben Joachim Sartorius, der Leiter der Berliner Festspiele, der Jury-Kritiker Christopher Schmidt und Benedikt Gondolf vom ZDF.

Und der Schauspieler Josef Bierbichler erhielt den diesjährigen Theaterpreis der Berliner Stiftung Preußische Seehandlung. Diese mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in diesem Jahr von Joachim Sartorius, dem Jury-Kritiker Hartmut Krug sowie den Regisseuren und Intendanten Wolfgang Engel (Leipzig) und Hasko Weber (Stuttgart) vergeben.

(sle/peko)

 
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