Ein Ministerium versteht keinen Spaß

16. Oktober 2020. Im August sorgte das Kollektiv "Peng!" mit Anrufen bei Managern großer deutscher Konzerne für Aufsehen. Die Aktivist*innen hatten sich als Mitarbeiter*innen eines fiktiven deutschen Bundesamts ausgegeben. Wie der SPIEGEL berichtet, ermittelt nun die Berliner Staatsanwaltschaft in der Sache. Nach einer Strafanzeige des Wirtschaftsministeriums hatte das Landeskriminalamt einen Anfangsverdacht bestätigt.

Unklar sei laut SPIEGEL noch, wegen welches Straftatbestandes und gegen welche konkreten Personen oder Institutionen ermittelt werde. Peng habe nach eigenen Angaben bislang keinen Kontakt zur Staatsanwaltschaft gehabt.

Der von dem Nachrichtenmedium befragte Jurist Hans Kudlich hält es für "sehr fraglich", ob die Bedingungen für eine Verurteilung der Aktivist*innen vorlägen. "Sie haben sich nur als Mitarbeiter einer erfundenen Behörde vorgestellt – und das wohl nicht in der Absicht, sich Vorteile zu ergaunern. Sie wollten einfach nur reden."

(Der Spiegel / miwo)

 

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