Gegen unbequemes Theater

Köln, 17. September 2014. Den Vorschlag von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, den jetzigen ungarischen Außenminister Tibor Navracsics zum EU-Kommissar für Bildung, Jugend, Kultur und Bürgergesellschaft zu berufen (siehe Meldung vom 11. September 2014), stößt beim Deutschen Bühnenverein auf scharfe Ablehnung.

"Es kann nicht sein, dass ein Politiker wie Navracsics ein EU-Ressort übernimmt, das von einer zentralen Bedeutung für das geistige Klima in Europa ist", betonte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Prof. Klaus Zehelein, laut Pressemitteilung des Bühnenvereins, heute in Köln. Die regierende, europakritische Fidesz-Partei, der Navracsics angehört, stehe in Ungarn für Einschränkungen der Pressefreiheit sowie für Entlassungen von unbequemen Theater-Intendanten.

(chr)

mehr meldungen

Kommentare

Kommentare  
#1 Bühnenverein gegen Navracsics: Juncker selbstFrank-Patrick Steckel 2014-09-18 14:05
Juncker selbst ist doch bereits das Problem: ein kapitalhöriger Hintertreppenpolitiker, der jahrelang die lukrativsten Steueroase Europas regierte - und zwar völlig unangefochten.

Kommentar schreiben