Medienschau: Berliner Zeitung – Max Czollek trifft Shermin Langhoff
Kumpel*innentalk
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11. Juli 2023. In der Berliner Zeitung berichtet Janis El-Bira von einem "Kumpeltalk" zwischen der Intendantin des Berliner Gorki Theaters, Shermin Langhoff, und dem Autor Max Czollek, der dem Theater biografisch stark verbunden ist.
Anlaß ist die erste Ausgabe eines neuen, von Czollek moderierten Gesprächsformats im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Was gab es zu besprechen? "Schließlich wird Shermin Langhoff in einer gerade vieldiskutierten Reportage des RBB zum Thema Machtmissbrauch an den Theatern erneut mit einem – sagen wir es vorsichtig – nicht gerade samtenen Führungsstil in Verbindung gebracht."
El-Bira dazu: "Wer deshalb gekommen war, wurde enttäuscht. Von Max Czollek war allerdings von vornherein nicht zu erwarten gewesen, dass er die langjährige Wegbegleiterin Langhoff mit Fragen nach Nebensächlichkeiten wie der Lautstärke im Mitarbeitergespräch behelligen würde."
Die Gesprächszeit vergeht dann El-Biras Eindruck zufolge "zwischen viel Biografischem und Historischem, ein paar Umdrehungen Gegenwartsanalyse und jeder Menge Programmvorstellung. Eigenlob gehört bei Veranstaltungen dieser Art dazu, aber während man Langhoff und Czollek zuhört in ihrem selbsteingestandenen Hang zum Monologisieren, wird die anhaltende Besonderheit der Institution Gorki doch immerhin erstaunlich präzise greifbar. Als Ganzes wirkt sie längst größer und wichtiger als diejenigen, die sie sich einmal ausgedacht haben.
Die Angst, dass mit einer Krise der handelnden Personen auch eine Krise der Institution insgesamt herbeigeführt wird, lässt sich durch respektvolles Ausschweigen allerdings schwerlich lösen. Wie Langhoff es schaffe, die Beunruhigung aufrechtzuhalten, für die ihr Theater steht, fragt Czollek einmal. Viel wird davon abhängen, ob sich dieses außergewöhnliche Haus künftig auch im Innersten seiner Strukturen selbst beunruhigen lässt."
(Berliner Zeitung / sle)
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Es ist ein sehr extrem peinliches Verhalten, weil absolut infantil reflektiert wird, es ist extrem selbstzentriert und ruht sich auf einer imaginären Opferrolle aus, die ausschließlich konservativen und rechten Kräften in die Hände spielt!
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