Medienschau: Freie Presse – Drohende Insolvenz in Chemnitz
Heftiger Fehlbetrag
12. August 2023. "Ausgerechnet im Kulturhauptstadtjahr droht dem städtischen Theaterbetrieb die Pleite", schreibt die Freie Presse über die Finanzkrise am Theater Chemnitz.
Grund der drohenden Insolvenz am Mehrspartenhaus sind laut Finanzbürgermeister Ralph Burghart "die inflationsbedingt hohen Tarifabschlüsse von durchschnittlich elf Prozent im öffentlichen Dienst ab 2024". Geplant worden sei mit lediglich mit zwei Prozent Tarifsteigerung. Zweiter Kostentreiber sei die Nutzung des Spinnbaus als Ersatzspielstätte während der Sanierung des Schauspielhauses. Der jährliche Fehlbetrag ab 2024 wird in dem Artikel (hinter Paywall €) auf 500.000 bis knapp eine Million Euro beziffert.
Das Konsolidierungsprogramm sehe vor, den "Umfang der Bühnenbilder" zu beschränken und freie Stellen nicht neu zu besetzen. Bis dato werde an dem Mehrspartenhaus mit Ausgaben von 42 Millionen Euro jährlich im Theater-Betrieb gerechnet, davon 31 Millionen fürs Personal. "Der jährliche Zuschuss beträgt aktuell 33,6 Millionen Euro, für 2024 sind 34,2 Millionen Euro geplant", so die Freie Presse.
(Freie Presse / chr)
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