meldungen
Sprengstoffanschlag auf Kulturzentrum in Chemnitz
Einschüchterungsversuch?
8. November 2016. Auf das Chemnitzer Kulturzentrum Lokomov ist in der Nacht zu Dienstag ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Das melden unter anderen die Chemnitzer Tageszeitung Freie Presse und Spiegel online.
Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff erhält Carl-Zuckmayer-Medaille
Moah, Herrschaftszeiten!
Mainz, 8. November 2016. Der Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff erhält die Carl-Zuckmayer-Medaille 2017 des Landes Rheinland-Pfalz. Die Auszeichnung wird am 18. Januar, dem Todestag Zuckmayers verliehen. Mit der Ehrung als Gabe verbunden ist ein 30-Liter-Fass Nackenheimer Weins. Das meldet der Berliner Tagesspiegel.
Nestroy-Preise 2016 in Wien verliehen
Am Ende wird abgeräumt
8. November 2016. Gestern Abend wurden im Wiener Theater Ronacher die Nestroy-Theaterpreise des Wiener Bühnenvereins verliehen. Bereits vorab hatten drei Preise festgestanden. Frank Castorf, Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, erhielt nach dem deutschen Theaterpreis Der Faust auch den Nestroypreis für sein Lebenswerk, die Jury hatte einstimmig für diese Auszeichnung votiert, wie die Jury-Vorsitzende Kathrin Kattrein im Deutschlandradio berichtete, ein Vorgang, den sie so zum ersten Mal in in ihrer Jury-Laufbahn erlebt habe. Den Autorenpreis für das beste Stück gewann Yael Ronen für die Uraufführung von Lost and Found am Volkstheater Wien. Harald B. Thor wurde ausgezeichnet für seine Ausstattung in Andreas Kriegenburgs Inszenierung Wassa Schelesnowa von Maxim Gorki am Burgtheater.
exil-DramatikerInnenpreis 2016 an Mehdi Moradpour
Dramenjuwel
Wien, 7. November 2016. Der exil-DramatikerInnenpreis 2016 geht an Mehdi Moradpour für sein Stück "türme des schweigens". Der exil-dramatikerInnenpreis wird vom Wiener Verein exil gemeinsam mit den Wiener Wortstaetten ausgelobt und ist mit € 2.000,- dotiert.
Faust-Preise 2016 verliehen
Altmeister-Gala
Freiburg, 5. November 2016. Den Theaterpreis Der Faust für den besten Darsteller und den besten Regisseur haben der Schauspieler Edgar Selge für sein Solo in Karin Beiers Inszenierung von Michel Houllebecqs Unterwerfung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und Frank Castorf für seine als Koproduktion der Volksbühne und der Wiener Festwochen entstandene Inszenierung Die Brüder Karamasow erhalten. Die Preisverleihung fand am Abend im Theater Freiburg statt, Moderator der Festveranstaltung war der Schauspieler Milan Peschel. Für Frank Castorf, der eine Umbesetzungsprobe in Berlin leiten musste, nahm sein Dramaturg Carl Hegemann den Preis entgegen.
Millionendefizit am Theater Augsburg
Minus durch Ausweichspielstätten und Tariferhöhungen
5. November 2016. Dem Theater Augsburg drohen finanzielle Schwierigkeiten. Durch die Verlagerung des Spielbetriebs in Ausweichspielstätten sehe der Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2016/2017 ein Minus von 1,47 Millionen Euro vor. Das berichtet die Augsburger Allgemeine (5.11.2016). "Im Plan ist ausgewiesen, dass die Stadt Augsburg und der Freistaat die Zuschüsse massiv erhöhen müssen, um einen Ausgleich zu schaffen. Passiert dies nicht, fällt das Minus noch höher als die jetzt genannten 1,47 Millionen aus", heißt es im Beitrag von Michael Hörmann.
"Jedermann" in Salzburg 2017 mit Tobias Moretti und Stefanie Reinsperger
Neuer Eintrag im Who is Who
3. November 2016. Tobias Moretti wird der neue "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen, Stefanie Reinsperger vom Wiener Volkstheater übernimmt die Rolle der Buhlschaft. Das teilte Intendant Markus Hinterhäuser laut Bericht der Tageszeitung "Die Presse" (3.11.2016) heute auf einer Pressekonferenz mit.
Prix Renaudot für Yasmina Reza
Wenig Geld, viel Ruhm
3. November 2016. Yasmina Reza erhält für ihren Roman "Babylone" den undotierten Prix Renaudot, der als einer der fünf großen Literaturpreise Frankreichs gilt. Er wurde 1926 aus der Taufe gehoben und ist nach dem Begründer des modernen Journalismus in Frankreich Théophraste Renaudot (1586–1653) benannt.
Genossenschaft soll Erfurts Schauspielhaus retten
Investoren gesucht
Erfurt, 2. November 2016. Eine Genossenschaft soll das seit Jahren leerstehende Schauspielhaus in Erfurt retten. Wie u.a. die Thüringer Allgemeine meldet, ist der Auftakt zur Gründung für den 4. November 2016 geplant.
Rolf Mares Preise 2016
Preisregen
Hamburg, 1. November 2016. Im Hamburger Ohnsorg Theater sind zum elften Mal die Rolf Mares Preise der Gemeinschaft aller Hamburger Theater vergeben worden. Wie das Hamburger Abendblatt meldet, sind die Preisträger in den vier Kategorien:
Milo Rau-Gastspiel in Frankfurt abgesagt
Der Jugendschutz sagt Nein
31. Oktober 2016. Die Aufführung von Milo Raus Produktion Five Easy Pieces am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, geplant für den 2. bis 4. November 2016, ist abgesagt. Wie das Künstlerhaus auf seiner Website mitteilt, habe das Regierungspräsidium Darmstadt eine notwendige Genehmigung für die Aufführung nicht erteilt. Das am belgischen Produktionshaus CAMPO in Gent mit Kindern und Jugendlichen erarbeitete Stück rollt den Fall des Kinderschänders Marc Dutroux auf. Für eine solche Mitwirkung von Menschen unter 14 Jahren ist eine entsprechende Auftrittsgenehmigung erforderlich. Bereits bei den Vorstellungen an den Münchner Kammerspielen im Oktober hatte das Gewerbeaufsichtsamt Oberbayern in Raus Inszenierung eingegriffen (Nacktheitsverbot). Nun wird in Hessen den Kindern die Auftrittsgenehmigung komplett verweigert.
Münchner Kammerspiele sagen "Unterwerfung" ab
Verwerfung
München, 31. Oktober 2016. Die Münchner Kammerspiele setzen die für den 19. November 2016 vorgesehene Premiere von "Unterwerfung" nach dem Roman von Michel Houellebecq ab. Die Inszenierung war erst vor kurzem von Hausregisseur Nicolas Stemann übernommen worden, nachdem der ursprünglich verantwortliche Regisseur Julien Gosselin ausgestiegen war. Auf Facebook schreibt der für die Produktion als Gast engagierte Schauspieler Sebastian Weber über das Scheitern der Arbeit: "Und wenn mich jemand fragt: was ist passiert? Dann muss ich ehrlich sagen: ich weiß es nicht."
Anna Badora und Alvis Hermanis für unpolitischste Theaterproduktionen Wiens ausgezeichnet
Thesenfreie Positionierung
Julius Deutschbauer © Nicole Viktorik29. Oktober 2016. Im Wiener Theater Werk X sind gestern die "unpolitischsten Theaterproduktionen Wiens" ausgezeichnet worden. Als Juror fungierte der "Theatergeheimrat" Julius Deutschbauer. Der undotierte Preis wurde in fünf Kategorien vergeben, in denen jeweils drei Kandidaten nominiert waren. Leer ausgingen etwa "Claus Peymann für sämtliche Äußerungen im Zuge der Übernahme des Berliner Ensembles" oder Dieter Dorn für seine Inszenierung von Endspiel. Die Preisverleihung fand zum fünften Mal statt.
Bürgerbegehren gegen Sanierung des Theaters Augsburg gescheitert
Es darf saniert werden
27. Oktober 2016. Die umstrittene Bürgerinitiative gegen die Sanierung des Augsburger Theaters ist endültig gescheitert. Statt der für ein Bürgerbegehren erforderlichen 10500 Stimmen hätten nur 8800 vorgelegen. Das meldet der Bayerische Rundfunk mit Hinweis auf einen Beschluss des Augsburger Stadtrats.
Düsseldorfer Kulturdezernent positioniert sich im Sanierungsstreit
Sanierung zur Disposition gestellt
20. Oktober 2016. Die Probleme um die Sanierung des Düsseldorfer Schauspielhauses gehen in eine neue Runde. Nachdem jüngst bekannt wurde, dass der Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) einen Abriss des Hauses, dessen Sanierungskosten im Moment explodieren, nicht mehr ausschließt, zeigt sich Intendant Wilfried Schulz entsetzt. Einen Abriss des Schauspielhauses Düsseldorf könne er sich "in seinen schlimmsten Albträumen" nicht vorstellen, zitiert ihn die Rheinische Post online.
Theater Hagen verliert zwei Spartenleiter auf einmal
Weiter ohne Ballett und Kinder- und Jugendtheater?
26. Oktober 2016. Der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, Werner Hahn, sowie der Ballettdirektor Ricardo Fernando verlassen zum Ende der laufenden Spielzeit, also zum Start der Intendanz von Dominique Caron, das Theater Hagen. Das melden u.a. die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und der WDR.
Haushaltsprüfung beim Theater Trier offenbart weiteres Millionenloch
Aus für Sibelius?
26. Oktober 2016. Die Prüfung der Bücher beim Theater Trier durch den dem Intendanten Karl M. Sibelius im Sommer zur Seite gestellten kaufmännischen Leiter Herbert Müller hat ergeben, dass das Defizit des Hauses um mindestens 977.000 Euro größer ist als bisher angenommen. Außerdem gebe es, so Müller, "überhaupt keine realistischen Budgetansätze für die aktuelle Spielzeit". Das melden der Trier Reporter und der Trierische Volksfreund und beziehen sich auf eine spontan anberaumte Pressekonferenz des Trierer Stadtvorstandes mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Kulturdezernent Thomas Egger (beide SPD) sowie Müller am vergangenen Montag.
William Shakespeare bekommt einen Koautor zur Seite gestellt
Shakespeare sind viele
25. Oktober 2016. Unter anderem der Standard berichtet heute über die neue Ausgabe von "Heinrich VI.", das große dreiteilige Historiendrama über den letzten König aus dem Hause Lancaster, an dem William Shakespeare zwischen 1589 und 1592 schrieb.
Stella-Darstellender-Kunst-Preis für junges Publikum 2016 vergeben
Einziger nationaler Preis Österreichs
22. Oktober 2016. Am gestrigen 21. Oktober wurde in den Kammerspielen des Landestheaters Linz der Stella-Darstellender-Kunst-Preis für junges Publikum vergeben. Der von der ASSITEJ Austria 2007 ins Leben gerufene Preis ist Österreichs einziger nationaler Preis für Kinder- und Jugendtheater. In diesem Jahr wurde er zum zehnten Mal vergeben. Die dreiköpfige Jury bestehend aus der Schauspielerin und Regisseurin Caroline Richards, dem Autor und Regisseur Flo Staffelmayr und der Dramaturgin Dagmar Stehring sprach zuvor aus 138 gesichteten Produktionem insgesamt 17 Nominierungen in 5 Kategorien aus.
Neues Strukturkonzept fürs Volkstheater Rostock
Strategiewechsel
Rostock, 19. Oktober 2016. Joachim Kümmritz, seit Spielzeitbeginn Intendant des Volkstheaters Rostock, will die Norddeutsche Philharmonie verkleinern und zugleich die Schauspielsparte des Hauses stärken. Wie ndr.de berichtet, hat Kümmritz unter dem Titel "Bewahrung und Erneuerung" ein neues Konzept für sein Haus vorgelegt, demzufolge die 73 Musikerstellen auf 63 reduziert werden sollen. Zugleich will er das Schauspiel auf 14 Stellen ausbauen – das wäre ein Plus um zehn Stellen, wenn man vom aktuell von Stadt und Aufsichtsrat beschlossenen Konzept ausgeht. Wie die Pressestelle des Volkstheaters auf Nachfrage von nachtkritik.de mitteilt, handelt es sich bei dem Konzept um ein internes Papier von der Geschäftsführung an den heute tagenden Aufsichtsrat, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war.
Zentrum für Politische Schönheit verklagt Bundesregierung
Verfassungswidrig?
Berlin, 19.10.2016. Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Wie das Aktionskunstkollektiv meldet, ist Klagegegenstand "die rechtswidrige Einmischung des Bundesministeriums des Inneren in die Aktion 'Flüchtlinge fressen' des ZPS, die Verfassungswidrigkeit von § 63 des Aufenthaltsgesetzes sowie des EU-Türkei-Pakts". Das ZPS hatte die Klage zum Abschluss seiner Aktion angekündigt.
Räumungsurteil gegen die Ku'dammbühnen Berlin
Langer Streit
Berlin, 18. Oktober 2016. Das Landgericht Berlin hat in der Räumungsklage heute sein Urteil gegen die beiden Bühnen im Ku'damm-Karree entschieden. Das meldet unter anderem der Tagesspiegel. Damit setzten sich in der ersten Instanz die Eigentümer durch, die eine Umgestaltung des Karrees planen und Intendant Martin Woelffer wegen nicht bezahlter Betriebskosten verklagt hatten.
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