meldungen

Peter Simonischek erhält Lubitsch-Preis

Tonis Trophäe

13. Oktober 2016. Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek erhält in diesem Jahr den Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film. Das meldet u.a. die Berliner Morgenpost. Ausgezeichnet wird Simonischek für seine Darstellung eines kauzigen Klavierlehrers in Maren Ades Tragikomödie "Toni Erdmann". Der Film ist auch für die Oscars als bester ausländischer Streifen nominiert.

Lessingpreis 2017 und zwei Förderpreise vergeben

Aufhaltbare Zerstörung des Individuums

10. Oktober 2016. Der Lessingpreis 2017 des Freistaates Sachsen geht an den Dichter, Dramatiker und Essayisten Kurt Drawert. Das teilte das sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit. Der mit 13.000 Euro Lessingpreis wurde 1993 von der Regierung des Freistaates Sachsen gestiftet und im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Er besteht aus einem Hauptpreis, der herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters (Satzung) würdigen soll. Zusätzlich werden zwei mit jeweils 5.500 Euro dotierte Förderpreise verliehen, die vielversprechende Anfänge auf diesen Gebieten öffentlich anerkennen und fördern wollen. Die beiden Förderpreise wurden in diesem Jahr dem Dramatiker Thomas Freyer und der Schriftstellerin und Journalistin Anna Kaleri zuerkannt.

Zuschauerproteste bei Berliner Staatsballett-Premiere

"Sasha weg, Malakhov back!"

Berlin, 10. Oktober 2016. Bei jüngsten Premiere des Berliner Staatsballetts kam es am Wochenende zu tumultartigen Zuschauerprotesten im Saal. Das berichten diverse Berliner Tageszeitungen, darunter die Berliner Zeitung. Vor der Premiere der Neueinstudierung des Tschaikowski-Balletts "Der Nußknacker" sei Intendant Nacho Duato unerwartet vor den Vorhang getreten und habe das Publikum sowie den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller begrüßt. Daraufhin habe sich im Saal "eine Welle wilder Buh-Rufe" erhoben.

Jacob-Grimm-Preis an Katharina Thalbach

Was die Kraft der Sprache kann

9. Oktober 2016. Die Schauspielerin Katharina Thalbach ist in Kassel mit dem Jacob-Grimm-Preis ausgezeichnet worden. Das meldet u.a. die Deutsche Welle. Der Preis wird als einer von drei "Kulturpreisen Deutsche Sprache" jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache (VDS) vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert. Er "zeichnet beispielhafte Verdienste bei der kreativen Weiterentwicklung unserer Sprache und phantasievolle Beiträge zur Erweiterung ihres Funktionsspektrums aus", heißt es auf der Webseite des Kulturpreises Deutsche Sprache, und werde Persönlichkeiten verliehen, "die sich besondere Verdienste um Anerkennung, Weiterentwicklung, Erhalt und Pflege der deutschen Sprache als Kultursprache erworben haben".

Vorerst kein Lotto-Geld für Tempelhof-Pläne der neuen Berliner Volksbühne

SMS-Pech

Berlin, 6. Oktober 2016. Die Lotto-Stiftung Berlin hat über die Vergabe von insgesamt 18,5 Millionen Euro an 35 gemeinnützige Projekte in Berlin entschieden. Das meldet u.a. die Berliner Morgenpost. Nicht gefördert wird allerdings der Plan des designierten Volksbühnen-Intendanten Chris Dercon, im Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine weitere Spielstätte zu eröffnen. Dafür hatte er 500.000 Euro beantragt. Laut Informationen des Tagesspiegel wurde das Projekt lediglich zurückgestellt, um vertiefende Informationen einholen zu können. Demnach solle der Antrag zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Schauspieler Hans Korte gestorben

Münchner Instanz

5. Oktober 2016. Hans Korte ist tot. Das geht aus einer Traueranzeige seiner Witwe in der Süddeutschen Zeitung hervor. Korte wurde 1929 in Bochum geboren. Er studierte Musik in Köln und Detmold und arbeitete dann als Schauspieler u.a. in Bochum, Frankfurt/Main und München.

Johan Simons hört am NTGent auf

Europäische Träume in Gefahr?

Gent, 3. Oktober 2016. Johan Simons, Noch-Intendant der Ruhrtriennale und bald am Schauspielhaus Bochum, wird nur noch bis 2018 als künstlerischer Leiter für das NTGent agieren. Zuletzt inszenierte Simons zwei Produktionen pro Saison in Gent. Zudem sprach er vor wenigen Monaten noch mit uns über seinen Traum von europäischem Theater mit den Eckpfeilern Bochum, Gent und Rotterdam. Inwiefern das vom belgischen Nachrichtenmedium De Standaard bekannt gegebene Ende von Simons Arbeit am NTGent diese Pläne beinträchtigt ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. 

(sae)

Streit um Stockhausen-Livestream in Basel beigelegt

Einwände werden mitgestreamt

Berlin, 30. September 2016. Das Live-Streaming der Inszenierung von Karlheinz Stockhausens "Donnerstag aus 'Licht'" kann nun morgen doch wie geplant stattfinden. Die Streitigkeiten (wir berichteten) zwischen dem Theater Basel und der Stockhausen-Stiftung für Musik seien beendet. "Alle Missverständnisse und Unklarheiten konnten beigelegt werden. Der Dialog wird künstlerisch und kollegial fortgeführt", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Castorf erhält Nestroy-Preis für sein Lebenswerk

Nominierte stehen fest

27. Septemberg 2016. Den Nestroypreis fürs Lebenswerk erhält in diesem Jahr Frank Castorf, Regisseur und amtierender Intendant der Berliner Volksbühne. Das gibt der Wiener Bühnenverein auf seiner Webseite bekannt. Den Autorenpreis für das beste Stück gewinnt Yael Ronen für Lost and Found, Uraufführung am Volkstheater Wien. Harald B. Thor wird ausgezeichnet für seine Ausstattung in Andreas Kriegenburgs Inszenierung Wassa Schelesnowa von Maxim Gorki am Burgtheater.

Laufenberg verlängert in Wiesbaden bis 2024

Verlängerung nach zwei Jahren

27. September 2016. Der Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Uwe Eric Laufenberg hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2024 verlängert, wie das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilt. Laufenberg leitet das zu 52 Prozent vom Land Hessen und zu 48 Prozent von der Stadt Wiesbaden getragene Haus seit 2014.

Seite 149 von 253