meldungen
Entscheidung Finanzierung Kunstfest Weimar verschoben
Stadt und Land ringen
1. September 2016. Das Kunstfest Weimar 2016 ist in vollem Gange. Unterdessen ist die für den Herbst geplante Entscheidung über die zukünftige Finanzierung des Festivals weiter unklar, das meldet die Thüringische Landeszeitung.
Ulf Frötzschners Klage gegen das Theater Trier erfolgreich
Rückenwind vom Schiedsgericht
Trier, 1. September 2016. Die Klage des Trierer Schauspieldirektors Ulf Frötzschner gegen seine fristlose Kündigung beim Theater Trier endete vor dem Bühnenschiedsgericht Frankfurt/Main mit einem Sieg Frötzschners. Das berichten das Kulturmagazin Opus, der Trierische Volksfreund, der trier-reporter und andere Medien. Das Gericht stellte fest, dass der vorgeworfene Vertrauensbruch nicht nachzuweisen und der Kündigungsgrund damit hinfällig sei.
Der Bühnenverein veröffentlicht seine 50. Theaterstatistik
Beruhigende Stabilität
Köln, 25. August 2016. In einer Pressemitteilung gab der deutsche Bühnenverein heute die Veröffentlichung seiner 50. Theaterstatistik bekannt. Diese erfasst seit 1965 die Zahlen der deutschen Theater und Orchester. Dem Bühnenverein sei es dabei wichtig ,"dass im Gegensatz zu anderen öffentlichen oder öffentlich geförderten Institutionen in Deutschland der Bereich der darstellenden Kunst jährlich seine Wirtschaftsdaten offenlegt, sogar unter Einbeziehung vieler Daten der nicht öffentlich finanzierten Privattheater."
Kritiker*innenumfrage von Theater heute 2016
Berliner Triumph
Berlin, 25. August 2016. Die Castorf-Volksbühne und das Maxim Gorki Theater unter der Leitung von Shermin Langhoff und Jens Hillje sind Theater des Jahres. Das ergab die jährliche Umfrage des Fachmagazins Theater heute unter 43 Kritiker*innen, deren Ergebnisse auf kultiversum.de veröffentlicht sind. Jeweils 6 der Kritiker*innen stimmten für die beiden Berliner Häuser. Beide Häuser kamen im letzten Jahr auf drei Stimmen (gewonnen hatte das Wiener Burgtheater). Dem Gorki und der Volksbühne auf den Fersen sind das Theater Basel und das Schauspiel Dortmund.
Melle und Meyerhoff auf Buchpreis-Longlist
Nach Frankfurt! Nach Frankfurt!
23. August 2016. Die Jury des Deutschen Buchpreises hat ihre Longlist veröffentlicht. Unter den Nominierten ist auch der Dramatiker Thomas Melle und der Schauspieler Joachim Meyerhoff. Hier unsere Besprechung seines nominierten Buches "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".
Der Deutsche Buchpreis wird jährlich während der Frankfurter Buchmesse vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels verliehen.
Barbara Kantel wird 2017 Leiterin des Jungen Schauspiels Hannover
Eine Rückkehr
Hannover, 19. August 2016. Die Regisseurin, Dramaturgin und Theaterpädagogin Barbara Kantel übernimmt ab der Spielzeit 2017/18 die Leitung des Jungen Schauspiels Hannover und tritt damit die Nachfolge von Florian Fiedler an, der als Intendant an das Theater Oberhausen wechselt. Bereits ab Oktober 2016 wird Barbara Kantel als Dramaturgin und Theaterpädagogin am Jungen Schauspiel tätig.
Der Fotograf Daniel Josefson ist tot
Auf subtile Weise politisch
14. August 2016. Der Fotograf und Videokünstler Daniel Josefsohn ist tot. Das berichten verschiedene Medien, darunter die Zeit, wo Daniel Josefson seit 2012 viel beachtete Kolumnen schrieb.
Ermittlung gegen Amelie Deuflhard eingestellt
Haltlose Vorwürfe
10. August 2016. Seit geraumer Zeit wurde gegen Amelie Deuflhard, Intendantin der Hambuger Kampnagelfabrik, wegen des Verdachts auf "Beihilfe zum Verstoß gegen das Aufenthaltsrecht für Ausländer" ermittelt. Angezeigt worden war die Kampnagel-Chefin im Dezember 2014 von den AfD-Politikern Jörn Kruse und Bernd Baumann. Mitte Juli ist das Ermittlungsverfahren gegen Deuflhard endlich eingestellt worden, berichtet nun die Tageszeitung Die Welt. Dies habe die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, gegenüber der Zeitung bestätigt.
"Tschick" liegt in der Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2014/15 spartenübergreifend vorne
"Die Zauberflöte" rutscht ab
9. August 2016. Tschick, die Bühnenbearbeitung von Robert Koall nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, ist laut der neuen Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins das meistinszenierte und das meistgespielte Stück der Spielzeit 2014/2015 – und das erstmals spartenübergreifend. "Tschick" kommt im entsprechenden Zeitraum auf 52 Inszenierungen in Deutschland (53 im deutschsprachigen Raum) und 1.156 Vorstellungen (1.167 im deutschsprachigen Raum) und liegt damit vor dem Dauerbrenner "Die Zauberflöte" aus der Opernsparte mit 32 Inszenierungen in Deutschland (40 im deutschsprachigen Raum) und 310 Vorstellungen (406 im deutschsprachigen Raum).
Intendant Michael Lerchenberg verlässt die Luisenburg-Festspiele vorzeitig
Vollkommen anachronistisch
9. August 2016. Michael Lerchenberg, Intendant der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel, wird im Herbst 2017 – und damit ein Jahr vor Ende der Vertragslaufzeit – seine Leitungstätigkeit niederlegen. Das meldet u.a. der Nordbayerische Kurier. Lerchenberg, der bereits 1980 erstmals als Schauspieler auf der Wunsiedler Felsenbühne stand und seit 2004 Intendant der Freilicht-Festspiele ist, hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, seinen Vertrag, aus dem er nun vorzeitig aussteigt, nicht verlängern zu wollen.
Stadt Trier bietet umstrittenem Intendanten Vertragsverlängerung an
Gütliche Einigung
28. Juli 2016. Der Trierer Stadtrat hat beschlossen, dem Intendanten des Theaters Trier Karl Sibelius eine Vertragsverlängerung bis zum 31. Juli 2020 unter geänderten Konditionen anzubieten. Das melden u.a. der Trierische Volksfreund und der Trier Reporter. Sibelius war im Frühjahr – v.a. wegen eines massiven Defizits in der Theaterkasse – in die Kritik geraten, im Juni hatte der Stadtrat ihm bereits einen Verwaltungsdirektor zur Kontrolle der Finanzen zur Seite gestellt, diese Maßnahme im Juli langfristig bestätigt und dem Theater eine Rettungs-Spritze aus Blitzer-Bußgeldern verpasst.
Nico Hofmann bleibt Intendant der Nibelungen-Festspiele in Worms
Dem Dom treu
Worms, 2. August 2016. Der Filmproduzent Nico Hofmann bleibt Intendant der Nibelungen-Festspiele in Worms. Wie u.a. der WDR meldet, hat er seinen Vertrag bis 2022 verlängert.
Ex-Intendant Latchinian klagt gegen Entlassung am VT Rostock
Klagen und Anklagen
Rostock, 22. Juli 2016. Medienberichten zufolge, hat der frühere Intendant des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, beim Landgericht Rostock Klage gegen seine fristlose Kündigung eingereicht. Das Gericht hat das inzwischen bestätigt. Der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi wird ihn als Anwalt vertreten.
Kümmritz neuer Intendant in Rostock
Ein neuer Kapitän
Rostock, 21. Juli 2016. Das Volkstheater Rostock hat einen neuen Intendanten. Laut Berichten mehrerer Medien wurde Joachim Kümmritz gestern vom Hauptausschuss der Bürgerschaft bestätigt. Der frühere Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin erhält einen Zweijahresvertrag. Kümmritz folgt auf Sewan Latchinian, dem nach langem Streit Anfang Juni fristlost gekündigt wurde (hier unsere Chronik der Auseinandersetzung).
(NDR / Die Welt / miwo)
Schauspieler und Kabarettist Ossy Kolmann gestorben
Strizzis und Schmähbrüder
Wien, 17. Juli 2016. Der Schauspieler und Kabarettist Ossy Kolmann ist tot. Wie u.a. die Presse meldet, starb er gestern nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren.
Schriftsteller Péter Esterházy gestorben
Vom Klassenfeind zum inoffiziellen Botschafter
15. Juli 2016. Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das melden diverse Medien, u.a. Die Presse, unter Berufung auf die Familie und den Verlag des Autors. Esterházy hatte seine Krebserkrankung im vergangenen Oktober öffentlich gemacht und in seinem letzten Buch "A bünös" (Der Schuldige) thematisiert.
Trier rettet Theater mit Blitzergeld
Doppelspitze auf Dauer
15. Juli 2016. Der Stadtrat Trier hat am Donnerstagabend eine Rettungsmaßnahme fürs zahlungsunfähige Theater beschlossen, berichten der Trierische Volksfreund und der Trier Reporter übereinstimmend – insgesamt eine Million Euro wurden freigemacht, 400.000 Euro aus Einsparungen bei den multifunktionalen Veranstaltungsorten Europahalle und Arena, 264.000 Euro aus dem Dezernat von Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) und am umstrittensten im Stadtrat, so der Trier Reporter, 300.000 Euro aus dem Überschuss der städtischen Tempokontrollen im Straßenverkehr. Das Geld sei ursprünglich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Trier vorgesehen gewesen.
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