meldungen
Shermin Langhoff und Jens Hillje erhalten Theaterpreis Berlin 2016
Konsequent und radikal
23. Februar 2016. Shermin Langhoff und Jens Hillje erhalten den Theaterpreis Berlin 2016. Das teilte die Stiftung Preußische Seehandlung mit, die den mit 20. 000 Euro dotierten Preis seit 1988 jährlich im Rahmen des Berliner Theatertreffens vergibt.
Preis der österreichischen Theaterallianz an Thomas Köck
Österreich sucht den Superdramatiker
22. Februar 2016. Der erste von der Theaterallianz der freien österreichischen Bühnen ausgelobte Autorenpreis geht an Thomas Köck. Das gibt das Wiener Schauspielhaus in einer Pressemitteilung bekannt, auf dessen Initiative Köck an dem Wettbewerb teilgenommen hatte. Köck wurde 1986 in Steyr (Oberösterreich) geboren, ist aktuell Hausautor am Nationaltheater Mannheim, hat jüngst erst den Kleist-Förderpreis erhalten und wird nun für einen Stückentwurf mit dem Arbeitstitel "Kudlich – eine anachronistische Bauernoper" ausgezeichnet. In der Pressemitteilung heißt es dazu:
Volkstheater Rostock startet Petition gegen Spartenschließung
Wer kämpft, kann verlieren ...
20. Februar 2016. Das Volkstheater Rostock ruft auf seiner Homepage zur Unterzeichnung einer Petition auf. Darin wird die Rostocker Bürgerschaft gebeten, den Beschluss Bürgermeister Mehlings zurückzunehmen, nach dem das Vierspartenhaus zukünftig nur noch die Oper beherbergen soll.
Theater Nordhausen soll bestehen bleiben
Stadtrat hält an Theater fest
20. Februar 2016 Die Stadt Sondershausen möchte, dass die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH erhalten bleibt. Laut Angaben der Kyffhäuser Nachrichten verständigte sich der Stadtrat auf eine so lautende Erklärung.
Umberto Eco ist tot
Hoffnung für das Universum
20. Feburar 2016 Umberto Eco ist gestorben. Wie u.a. die Süddeutsche Zeitung meldet, erlag der italienische Autor und Semiotik-Professor am gestrigen Freitag im Alter von 84 Jahren einem Krebsleiden.
Auswahl für das 3. Schweizer Theatertreffen steht fest
Acht Produktionen
19. Febuar 2016. Die Auswahl für das Schweizer Theatertreffen 2016 steht fest. Das gab die Festivalleitung in einer Presseaussendung bekannt.
Caroline-Neuber-Preis für Monika Gintersdorfer
Gleichberechtiger Austausch
17. Februar 2016. Der Caroline-Neuber-Theaterpreis wird in diesem Jahr an Monika Gintersdorfer verliehen, und zwar am 5. März in Leipzig nach einem Gastspiel von Not Punk, Polo. Das teilt das Schauspiel Leipzig in einer Presseaussendung mit. Gintersdorfer, Jahrgang 1967, habe zusammen mit dem bildenden Künstler Knut Klaßen eine stilprägende Company gegründet, die sich mit deutschen und ivorischen Schauspielern um einen gleichberechtigten deutsch-afrikanischen Austausch verdient gemacht habe, heißt es in der Begründung. Die Laudatio auf Monika Gintersdorfer wird Nadine Jessen, Dramaturgin Kampnagel Hamburg, halten.
Stück über Flüchtlinge von Ibrahim Amir am Volkstheater Wien abgesagt
Angst, falsch rüberzukommen
Wien, 17. Februar 2016. In der vergangenen Woche hatte das Volkstheater Wien bekannt gebeben, dass die geplante Inszenierung von Ibrahim Amirs Stück Homohalal, geplant für den 22. April, abgesagt wurde. Dazu hat sich im Falter nun erstmals der Autor geäußert, und zwar mit Verständnis für die Entscheidung des Volkstheaters: "Ich verstehe die Bedenken des Volkstheaters, das Stück zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu zeigen", schreibt Amir. Im Zuge der Flüchtlingskrise sei es zu einer generalisierten Hysterie gekommen. "Jeder Vorfall, der auch nur ein bisschen mit Fremden zu tun, wird sofort gegen oder für die Schutz suchenden Menschen instrumentalisiert."
Bühnenverein lehnt das geplante Urhebervertragsrecht ab
Unübersehbare Risiken
Köln, 17. Februar 2016. Das von der Bundesregierung geplante neue Urhebervertragsrecht stößt auf heftige Kritik des Deutschen Bühnenvereins. Wie der Bühnenverein in einer Presseaussendung mitteilt, führe insbesondere die dort vorgesehene Möglichkeit von Autoren und Komponisten, nach fünf Jahren den Verlag zu wechseln, bei den Theatern zu wirtschaftlichen und planerischen Risiken. Deshalb fordert der Bühnenverein die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf zurückzuziehen. In den vergangenen Wochen war er bereits bei Autoren und Verlagen auf erhebliche Kritik gestoßen.
Rostocks Intendant Latchinian soll vorzeitig gehen
Entsetzt
Rostock, 17. Februar 2016. Die Stadt Rostock will sich offenbar von Sewan Latchinian trennen, dem Intendanten des Volkstheaters. Sowohl der NDR als auch die Ostseezeitung melden, dass der Hauptausschuss der Bürgerschaft Oberbürgermeister Roland Methling gestern Abend damit beauftragte, den Vertrag im Einvernehmen mit dem Intendanten aufzulösen. Es gehe um eine "gütliche" Auflösung des Intendantenvertrages, hieß es im Antrag der Fraktion Rostocker Bund laut NDR.
Milo Rau erhält ITI-Preis
Sprengstoff der globalen Konflikte
Berlin, 16. Februar 2016. Milo Rau erhält den diesjährigen Preis des Internationalen Theaterinstituts (deutsches Zentrum). ITI-Präsident Joachim Lux teilte die Entscheidung zugunsten des schweizerischen Regisseurs und Autors im Anschluss an eine Vorstandssitzung des deutschen ITI in Berlin mit. Der Preisträger wird vom Vorstand auf der Grundlage einer Mitgliederbefragung bestimmt.
Performance-Künstler Pjotr Pawlenski in Moskauer Psychiatrie eingeliefert
Weggesperrt
Moskau, 28. Januar 2016. Der russische Performance-Künstler Pjotr Pawlenski ist in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert worden. Wie Spiegel Online meldet, habe seine Mitarbeiterin Oksana Shalygina mitteilt, Pawlenski sei heute aus dem Gefängnis in eine Psychiatrie überführt worden. Dort soll er bis zu 21 Tage lang untersucht werden. Zu Zeiten der Sowjetunion wurden Regimekritiker systematisch in geschlossene Anstalten gesteckt, um sie als politische Gegner zu diskreditieren und auszuschalten.
Oper Stuttgart: Nachfolger für Intendant Jossi Wieler gefunden
Musiker, Dramaturg und Manager
12. Februar 2016. Der Musiker und Musiktheatermanager Viktor Schoner soll Nachfolger von Jossi Wieler an der Stuttgarter Staatsoper werden. Das berichten diverse Medien, darunter die Stuttgarter Zeitung. Als Mitglieder der Findungskommission hätten Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Grüne) und Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Mittwoch die einstimmige Entscheidung für Schoner bekanntgegeben. Das letzte Wort hat nun der Verwaltungsrats der Württembergischen Staatstheater, der am 15. Februar über die Nachfolge von Jossi Wieler von 2018 an entscheiden wird. Die Medien vor Ort gehen davon aus, dass der Verwaltungsrat dieser Empfehlung folgen wird. Wieler gibt die Stuttgarter Opernintendanz 2018 auf eigenen Wunsch auf.
Würzburger Leonhard-Frank-Preis 2016 ausgesetzt
Sorgen um die Zukunft des Dramatikerpreises
Würzburg, 11. Februar 2016. Der Würzburger Leonhard-Frank-Preis wird in diesem Jahr zum Amtsantritt des neuen Theater-Intendanten Markus Trabusch nicht ausgeschrieben. Auf ein einjähriges Moratorium verständigten sich das Mainfranken Theater Würzburg und die Leonhard-Frank-Gesellschaft e.V., die den mit 4.000 Euro dotierten Preis seit 2007 gemeinsam verleihen.
Erni Mangold erhält Schauspielpreis des Filmfestivals "Diagonale"
70 Jahre Schauspielkarriere
Graz, 11. Februar 2016. Die Schauspielerin Erni Mangold wird zur Eröffnung des Festivals des österreichischen Films "Diagonale" 2016 in Graz mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet. Das meldet die Wiener Zeitung Der Standard auf ihrer Website.
"Supernerds" in Texas für Innovations-Preis nominiert
From Köln to Texas
11. Februar 2016. Das Kölner Multimedia-Großprojekt Supernerds von Angela Richter ist bei den 19. SXSW-Innovation Awards in Austin/Texas für einen der 13 Preise nominiert: in der Kategorie "Privacy & Security". Unter dem Namen "South by Southwest" (SXSW) sind ein Bündel aus Konferenzen und Festivals für Musik, Film und Technologie zusammengefasst. Die SXSW-Innovation Awards zeichnen, so die Selbstbeschreibung, "die inspirierendsten, kreativsten Innovationen in der vernetzten Welt aus". Versprochen werden "die aufregendsten technischen Entwicklungen" aus den Bereichen Digital Design, Health Technology, 3D Printing, Augmented and Virtual Reality und eben Privacy & Security.
Richters Inszenierung am Schauspiel Köln stellte berühmte Whistleblower-Figuren ins Zentrum: Edward Snowden, Chelsey Manning und Julian Assange. Die Premiere wurde zeitgleich im WDR-Fernsehen, im Radio und im Internet übertragen, wobei man als Zuschauer im Netz zwischen einer Übertragung der Vorstellung und einem Hinter-den-Kulissen-Bericht (TV) wählen konnte. Das Projekt wurde bereits mit dem Kreativbranchen-Preis für die "Beste crossmediale Event-Kampagne" bei den 17. Internationalen Eyes & Ears Awards ausgezeichnet, die vom Verband der Kreativbranche Eyes & Ears of Europe vergeben werden.
Die Verkündung der Preisträger und die Preisverleihung findet am 15. März 2016 statt.
(www.sxsw.com / ape)
Kürzungen am Theater Bielefeld
In Schieflage
Bielefeld, 11. Februar 2016. Dem Theater Bielefeld werden ab 2018 Zuschüsse in Höhe von 600.000 Euro gestrichen, wie die Neue Westfälische (10.2.2016) auf ihrer Internetseite berichtet. Noch Ende letzten Jahres war eine Deckelung der Kürzungen auf 515.000 Euro vereinbart worden. Über diesen Beschluss setzte sich jetzt die Koalition im Stadtparlament aus SPD, Grünen, Bürgernähe und Piraten mit acht zu sechs Stimmen gegen CDU, BfB, Linke und FDP hinweg.
Bern trennt sich nach einem halben Jahr von Schauspieldirektorin Stephanie Gräve
Ein halbes Jahr Bewährungszeit
21. Januar 2016. Der Stiftungsrat des Konzert Theaters Bern hat Schauspieldirektorin Stephanie Gräve "auf Antrag von Intendant Stephan Märki" mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben freigestellt. Das schreibt das Theater in einer Pressemitteilung. Grund seien "grundlegende inhaltliche und strategische Differenzen". Darüber hinausgehende personelle Veränderungen im Schauspielensemble seien nicht geplant, auch die bisherigen beiden Mitarbeiterinnen der Schauspieldramaturgie würden bleiben. Stephanie Gräve hatte die Leitung der Schauspielsparte in Bern erst zu dieser laufenden Spielzeit 2015/16 von Iris Laufenberg übernommen.
Johan Simons wird Intendant des Bochumer Schauspielhauses
Überraschende Lösung
Bochum, 3. /5. Februar 2016. Johan Simons soll neuer Intendant am Schauspielhaus Bochum werden. Wie der WDR meldet, wird er die Nachfolge von Anselm Weber antreten, der zur Spielzeit 2017/18 ans Schauspiel Frankfurt wechselt. Der 69-jährige Niederländer Simons ist seit 2015 Intendant der Ruhrtriennale. Seine Regiearbeiten wurden mehrfach mit Theaterpreisen ausgezeichnet. Der Verwaltungsrat des Bochumer Schauspielhauses will den neuen Intendanten am Freitag , den 5. Februar offiziell vorstellen.
Freie Szene kritisiert Hamburger Kulturförderung
Weniger ist nicht mehr
Hamburg, 5. Februar 2016. Die Kulturbehörde Hamburg fördert die freie darstellende Kunst in Hamburg für die kommende Spielzeit 2016/17 mit rund 565.000 Euro für insgesamt 33 Projekte aus der Freien Tanz- und Theaterszene sowie im Kinder- und Jugendtheaterbereich. Das besagt eine Pressemitteilung der Kulturbehörde vom 1. Februar. Es waren insgesamt 148 Anträge eingegangen. Zu den Geförderten gehören u.a. deufert&plischke, Tucké Royale und Hajusom, die vollständige Liste steht (zusammen mit den Namen der Juror*innen) hier.
Drei Theaterautoren für Leipziger Buchmessen-Preis nominiert
Schimmelpfennig, Stockmann, Strunk
Leipzig, 4. Februar 2015. Drei der fünf Autor*innen, die in der Kategorie Belletristik für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurden, sind Theaterautoren bzw. mit dem Theater verbunden. Das wird u.a. auf der Website der Buchmesse vermeldet. Der Dramatiker und Regisseur Roland Schimmelpfennig geht mit seinem Debütroman "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen" (S. Fischer Verlag) ins Rennen, sein Kollege Nis-Momme Stockmann mit "Der Fuchs" (Rowohlt Verlag), ebenfalls das Romandebüt, und Heinz Strunk, der zusammen mit Rocko Schamoni und Jacques Palminger der häufig im Theater arbeitenden Künstler- und Funpunk-Combo Studio Braun angehört, mit dem Roman "Der goldene Handschuh" (Rowohlt Verlg). Außerdem für Belletristik nominiert sind Marion Poschmann mit "Geliehene Landschaften" (Suhrkamp Verlag) und Guntram Vesper mit "Frohburg" (Schöffling & Co.).
Schaubühnen-"Hamlet" in Teheran ausgezeichnet
Trojanisches Pferd
Teheran / Berlin, 4. Februar 2016. Die Hamlet-Inszenierung von Thomas Ostermeier wurde beim Fadjr International Theatre Festival in Teheran in der Kategorie "Internationaler Wettbewerb" als beste Inszenierung ausgezeichnet. Außerdem wurde Lars Eidinger in der Titelrolle zum besten Schauspieler im internationalen Wettbewerb des Festivals gewählt. Das meldet die Berliner Schaubühne, die vom 28. bis 30. Januar mit "Hamlet" in Teheran gastierte.
Der Literaturwissenschaftler Frank Hörnigk ist tot
Intellektuelle Leitfigur
3. Februar 2016. Der Literaturwissenschaftler und Heiner-Müller-Experte Frank Hörnigk ist tot. Wie die Internationale Heiner-Müller-Gesellschaft mitteilt, starb er am 30. Januar 2016. Er wurde 71 Jahre alt.
Der Schauspieler Lars Eidinger wird Berlinale-Juror
66. Ausgabe
2. Februar 2016. Der Berliner Schauspieler Lars Eidinger gehört der insgesamt sieben-köpfigen Jury an, die über die Preisvergabe bei den Internationalen Filmfestspiele in Berlin (Berlinale) entscheidet. Das teilen die Berliner Filmfestspiele mit. Unter den Juror*innen ist auch der britische Filmkritiker Nick James, die französische Fotografin Brigitte Lacombe und die polnische Filmemacherin Małgorzata Szumowska. Jury-Präsidentin ist die US-amerikanische Schauspielerin Meryl Streep.
Adolphe Binder wird Leiterin des Tanztheaters Wuppertal
Raus aus dem Pina-Bausch-Kosmos
Wuppertal, 1. Februar 2016. Die derzeitige Tanzdirektorin des Opernhauses von Göteborg/Schweden Adolphe Binder wird neue Leiterin des von Pina Bausch gegründeten Wuppertaler Tanztheaters. Das meldet u.a. die Süddeutsche Zeitung.
Archiv der Freien Theater geplant
Gedächtnis schaffen
1. Februar 2016. Ein Forschungsprojekt soll den Grundstein für ein Archiv der Freien Theater legen, das meldet unter anderem der WDR. Theaterwissenschaftler aus Berlin und Hildesheim haben im November 2015 begonnen, vorhandene Bestände wie Videomitschnitte, Programmhefte und Requisiten zu sammeln.
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