meldungen
Zeit-Stiftung streicht Unterstützung für Kulturprojekte
Die Krise ist schuld
Hamburg, 18. März 2009. Auf Grund der Finanzkrise hat die Hamburger ZEIT- Stiftung ihre Unterstützung für verschiedene Kultur-Projekte gestrichen. Man habe das Geld zwar konservativ angelegt, aber die Zins-Erträge seien gering, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Michael Göring, am Montag dem Radiosender NDR 90,3.
Greifswald kündigt Gesellschaftervertrag über Theater Vorpommern
Gruppendruck
Greifswald, 18. März 2009. Die Stadt Greifswald will den gemeinsamen Gesellschaftervertrag des fusionierten Theaters Vorpommerns aufheben. Einen entsprechenden Beschluss hat die Bürgerschaft am 16. März gefasst, teilte die Stadtverwaltung Greifswald laut Ostseezeitung mit. Der Gesellschaftervertrag wurde 1994 abgeschlossen; er beinhaltet die Fusion zwischen Greifswald und Stralsund zu einer Theater GmbH; mittlerweile gehört auch der Kreis Rügen (Theater Putbus) dazu.
Jürgen Gosch und Johannes Schütz erhalten Berliner Theaterpreis
Theater der Wahrhaftigkeit
14. März 2009. Der Regisseur Jürgen Gosch und der Bühnenbildner Johannes Schütz erhalten einer Mitteilung der Stiftung Preussische Seehandlung zufolge den diesjährigen Berliner Theaterpreis. Damit wird auch eine sehr fruchtbaren Arbeitsbeziehung prämiert, denn Johannes Schütz schuf unter anderem die Bühnenbilder zu den Gosch-Inszenierungen Onkel Wanja und Die Möwe.
Hörspielpreis der Kriegsblinden an Paul Plamper
In akustischer Gesellschaft
Düsseldorf, 12. März 2009. Der Hörspielpreis der Kriegsblinden geht in diesem Jahr an Paul Plamper. Wie die Filmstiftung NRW heute mitteilte, erhält er die Auszeichnung für sein Hörspiel Ruhe1. Die Arbeit, eine Koproduktion von WDR und dem Museum Ludwig, war von Oktober 2008 bis Januar 2009 als Toninstallation im Museum Ludwig zu hören, wo es als "begehbares" Hörspiel ausgestellt war. Die Überarbeitung der Installation in ein lineares, sendetaugliches Hörspiel wurde von der Filmstiftung gefördert. Am 15.12.2008 wurde das Hörspiel im WDR urgesendet.
Internationaler Mode- und Theaterförderpreis "Prix Juste-au-Corps" zum 5. Mal in Luzern vergeben
Einziger Nachwuchspreis für Kostümbild
8. März 2009. Gestern wurde, wie das Theater Luzern mitteilt, zum 5. Mal der Internationale Mode- und Theaterförderpreis des Theaters Prix Juste-au-Corps an die siebenundzwanzigjährige Schweizer Textildesignerin und Kostümbildnerin Susanne Boner vergeben. Der Preis ist verbunden mit einem Vertrag für Kostümbild am Luzerner Theater, der mit CHF 10.000 dotiert ist.
Ruth Drexel gestorben
Mutter Courage
München, 4. März 2009. Wie erst heute bekannt wurde, ist die bayerische Schauspielerin Ruth Drexel am 26. Februar 2009 in Feldkirchen bei München im Alter von 78 Jahren gestorben. Die Beisetzung fand ebendort am vergangenen Montag statt.
Ruth Drexel, die schon 1956/57 auf der Bühne des (Ost-)Berliner Ensembles stand und danach u.a. an der (West-)Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer, in Wuppertal, Stuttgart, Düsseldorf, Darmstadt und München spielte, wurde auch als Intendantin des Münchner Volkstheaters und in etlichen Fernsehrollen bekannt (zuletzt "Der Bulle von Tölz").
Hier geht es – als eine kleine Auswahl – zu Christine Dössels Nachruf auf sueddeutsche.de und zu Gerhard Stadelmaiers Nachruf auf faz.net. Auch der Bayerische Rundfunk berichtete ausführlich.
(peko)
Unterlassungsklage von Kinski-Erben gegen Solostück abgewiesen
Genug erfunden
Köln, 26. Februar 2009. Wie der Theaterkanal mit Bezug auf ddp meldet, hat das Kölner Landgericht am gestrigen Mittwoch die Unterlassungsklage der Erben von Klaus Kinski gegen die Aufführung des Solostücks Kinski – Wie ein Tier in einem Zoo von Hagen Jablonski durch die Freie Gruppe Neues Schauspiel Köln wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung abgewiesen (hier unsere Meldung).
Auftakt zur "Odyssee Europa" im Ruhrgebiet
Stück in Stücken
Bochum, 20. Februar 2009. Sechs Theater bringen nächstes Jahr, wenn das Ruhrgebiet als Europäische Kulturhauptstadt amtiert, Neuinterpretationen von Homers "Odyssee" auf die Bühne. Am 27. und 28. Februar 2010 wird das Episodenstück Odyssee Europa in Bochum, Dortmund, Mülheim, Essen, Moers und Oberhausen uraufgeführt, teilte ein Sprecher der Ruhr.2010 GmbH heute in Bochum mit.
Friedrich-Luft-Preis für "Staats-Sicherheiten" am Potsdamer Hans Otto Theater
Nach intensiver Diskussion
19. Februar 2009. Wie das Potsdamer Hans-Otto-Theater mitteilt, wird Clemens Bechtels Inszenierung Staats-Sicherheiten nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich Fischer als beste Aufführung 2008 in Berlin und Potsdam mit dem diesjährigen Friedrich-Luft-Preis 2008 ausgezeichnet.
Gordana-Kosanovic- Schauspielerpreis für Herbert Fritsch
Beängstigende Spielwut
Mülheim an der Ruhr, 19. Februar 2009. Der Gordana-Kosanović-Schauspielerpreis geht in diesem Jahr an Herbert Fritsch, teilte das Mülheimer Theater an der Ruhr mit. Der Förderverein des Theaters vergibt den Preis alle zwei Jahre an Schauspieler, deren Arbeit sich durch besondere Kreativität und große innovative Qualität auszeichnet. Herbert Fritsch suche "mit einer zuweilen beängstigenden Spielwut" stets das Risiko, heißt es in der Begründung für die Preisvergabe.
Botschaft von Augusto Boal zum Welttheatertag
"Alles ist Theater!"
Berlin/Rio de Janeiro, 16. Februar 2009. Der brasilianische Regisseur und Theatertheoretiker Augusto Boal deutet den Bankenkrach vom letzten September auch als Offenbarung einer Theatralität der Finanzwelt: "Dieses Geld existierte gar nicht, es war virtuell, die hässliche Fiktion einiger Volkswirtschaftler", sagt er in seinem Text zum Welttheatertag am 27. März, den die deutsche Sektion des Internationalen Theaterinstituts (ITI) übersetzen ließ und auf ihrer Website veröffentlicht.
Hier im deutschen Wortlaut die
Stephan Märki bleibt Intendant in Weimar
Er bleibt
Weimar, 27. Januar 2009. Der Aufsichtsrat des Deutschen Nationaltheater Weimar (DNT) hat einem neuen Vertrag mit Generaltintendant Stephan Märki zugestimmt. Dies erfuhr nachtkritik.de unmittelbar nach der entscheidenden Sitzung des Aufsichtsrates. Damit bleibt Märki nun fünf weitere Jahre im Amt.
Stockholmer Festival lädt zur Kollektiv-Bearbeitung von Obamas Siegesrede ein
Yes, he can – aber wie eigentlich?
Stockholm, 26. Januar 2009. Barack Obama, der frisch vereidigte US-Präsident, wird nun – von Schweden aus – auch für Theater-reif erklärt. Die Tatsache, dass er die Kunst der Rede so virtuos beherrscht wie wenige seiner Kollegen, hat Staffan Valdemar Holm, den künstlerischen Leiter des internationalen Ingmar Bergman-Festivals in Stockholm, offenbar zu einer ungewöhnlichen Idee inspiriert, über die auf dem Online-Portal Monsters & Critics mit Bezug auf dpa zu lesen ist.
Gertrud-Eysoldt-Ring für Klaus Maria Brandauer - Nachwuchspreis an Maik Priebe
Im Ganzen bravourös
24. Januar 2009. Für seine Darstellung des Dorfrichters Adam in Peter Steins Inszenierung Der zerbrochene Krug erhält Klaus Maria Brandauer den diesjährigen, 23. Gertrud-Eysoldt-Ring. Das teilte die Stadt Bensheim mit, die den Preis seit 1986 gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergibt.
Emine Sevgi Özdamar erhält den Kunstpreis der Akademie der Künste
Als Besson an der Volksbühne probte
Berlin, 22. Januar 2009. Die Berliner Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Emine Sevgi Özdamar erhält den mit 15 000 Euro dotierten Kunstpreis Berlin 2009. Er wird im Auftrag des Landes dieses Jahr von der Sektion Literatur der Akademie der Künste als "Fontane Preis" verliehen, in Erinnerung an die März-Revolution von 1848. Emine Sevgi Özdamar, geboren 1946 in der Türkei, studierte nach einem Aufenthalt in Berlin (1965-1967) an der Schauspielschule in Istanbul und war in der Türkei als Charlotte Corday in "Marat-Sade" von Peter Weiss und als Witwe Begbick in "Mann ist Mann" von Bertolt Brecht zu sehen, bevor sie 1976 an die Volksbühne nach Ost-Berlin kam und mit den Regisseuren Benno Besson und Matthias Langhoff zusammenarbeitete.
Intendant Stephan Märki in Weimar abermals gefährdet
Der altböse Feind ist nicht geschlagen
Weimar, 20. Januar 2009. Wie wir in der Thüringischen Landeszeitung aus Weimar mit Bestürzung lesen, ist die eigentlich für den kommenden Dienstag geplante Vertragsverlängerung des Intendanten des Deutschen Nationaltheaters (DNT) in Weimar Stephan Märki "erneut" gefährdet. Nach den überstandenen Auseinandersetzungen zwischen Märki und dem Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) macht jetzt die städtische CDU gegen den Schweizer Theatermacher mobil. Vier CDU-Aufsichtsräte des DNT haben angekündigt, gegen Märki zu stimmen. Eine weitere Gegenstimme und die Vertragsverlängerung ist geplatzt.
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