Der Riss durch die Welt - ETA Hoffmann Theater Bamberg
Die Ratten sind überall
von Andreas Thamm
Bamberg, 19. Mai 2021. Ein Haus in den Bergen. Aus Stahl, Glas und Beton ins Nichts gebaut. Hier gibt es Aussicht, Bücher und Kunst, Rehe und Geld: Der Mensch, der es sich leisten kann, flieht vor den anderen Menschen. Er heißt Tom und macht in Satelliten. Seine Frau, Sue, ist jünger und schwanger, doch davon weiß Tom nichts. Das Publikum der Bamberger Premiere von Roland Schimmelpfennigs jüngstem Stück "Der Riss durch die Welt" muss glauben, was es über das beeindruckende Anwesen zu hören kriegt. Die Bühnengestaltung ist betont minimalistisch, eine Fensterfront teilt den Raum in zwei Hälften.
Hamlet - Münchner Residenztheater
Nest in Schieflage
von Christian Muggenthaler
München, 13. Mai 2021. Das Theater bringt die Wahrheit ans Licht. So ist das zumindest in William Shakespeares Tragödie "Hamlet": Der Brudermörder verfängt sich in der Parallelität des Bühnengeschehens. Und wie steht es um die Wahrheitsfindung in Robert Borgmanns Inszenierung des Klassikers am Münchner Residenztheater? Ganz gut soweit: Da zeigt sich eine ganz eigene Wahrheit. Dass nämlich dort, wo sich Lug und Trug und Unrecht einnisten, das Nest im Nu auseinander fällt, alle Wahrheit aus dem Lot gerät und die allgemeine Lage die Schieflage des Wahnbilds bekommt – inklusive Geistererscheinung. So wie die Titelfigur sich in den Wahnsinn zu flüchten scheint, sein aus dem Gleichgewicht gebrachtes Ich darin verbirgt und beschützt, so verlagert diese neue Münchner Inszenierung – eigentlich völlig logisch – all den Stoff in Bereiche jenseits der Logik.
Rex Osterwald - Residenztheater München
Mit Raubtieren reden
von Sascha Westphal
München / online, 27. April 2021. Michel Decar beschreibt seinen Monolog "Rex Osterwald" nicht nur als "Stück für einen T-Rex". In seinen Regieanweisungen wird er sogar noch deutlicher. "Ein T-Rex ist mindestens 3,70 groß und hat 60 Zähne", heißt es dort. Und an diese Beschreibung soll sich das Theater halten, das diesen Text zur Aufführung bringen möchte. Sonst gäbe es halt keine Aufführung. Das ist natürlich nicht ernst gemeint. Dennoch sollte man die Forderung nicht einfach als Scherz abtun. Sie deutet ein Spiel mit dem Möglichen wie mit dem Unmöglichen an, das einen zu einer tieferen Wahrheit führt.
Regie: Jan-Christoph Gockel
Regie: Jan Philipp Gloger
Regie: Corinna Harfouch, Hannah Dörr
Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner
Regie: Markus Acher, Micha Acher, Cico Beck, Fehler Kuti, Theresa Loibl, Sascha Schwege
Regie: Falk Richter, Anouk van Dijk
Regie: Magz Barrawasser / Ricardo Fernando & Carla Silva
Regie: Florentina Holzinger
Regie: René Pollesch
Regie: Bluespots Productions & Oleg Eremin, theter & Alice Bever
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