Eines langen Tages Reise in die Nacht - Eugene O'Neills Familienabgründe von Karin Henkel am Schauspielhaus Hamburg in Szene gesetzt
Nebelhörner im Sommerhaus
von Katrin Ullmann
Hamburg, 14. Oktober 2016. Es gibt diese Premieren, auf die freut man sich. Eine Tragödie über eine Familie, die sich kaputtmacht, "Eines langen Tages Reise in die Nacht" von Eugene O'Neill. Ein großartiger Text über menschliche Abgründe, Süchte, Rausch und Selbstbetrug. Inszeniert von Karin Henkel. An ihren John Gabriel Borkman denkt man, der eingeladen war zum Theatertreffen 2015. Düster. Morbide war diese Inszenierung und auf eine ganz eigene Art und Weise auch voller Komik.
Hysteria - Karin Beier inszeniert am Hamburger Schauspielhaus einen Gruselabend nach Motiven Luis Buñuels über die Angst vor dem Fremden
Im Haus des Grauens
von Katrin Ullmann
Hamburg, 17. September 2016. Ein Blumenstrauß von der Tankstelle und eine Buddhafigur aus Plastik: Es ist Houswarming-Party bei Linda und Robert. Nach Jahren in Thailand sind die beiden nach Deutschland zurückgekehrt. Und haben ein Haus gebaut. Ein sehr schickes, mit bodentiefen Fenstern. Ein Bungalow, ein Glaskasten. Johannes Schütz hat es für die große Bühne des Hamburger Schauspielhauses entworfen. Darin inszeniert Karin Beier zur Spielzeiteröffnung "Hysteria – Gespenster der Freiheit". Nach Motiven von Luis Buñuel.
Wut / Rage - Am Hamburger Thalia inszeniert Sebastian Nübling mit Elfriede Jelinek und Simon Stephens eine halbe Uraufführung
Der Beat des Untergangs
von Falk Schreiber
Hamburg, 16. September 2016. Es ist etwas passiert. Ein Terroranschlag vielleicht, ein Unglück oder ein Amoklauf, jedenfalls ist die Leuchtschrift "Happy New Year" auf die leere Bühne gestürzt, und Karin Neuhäuser muss ein Tatort-Absperrband aufwickeln. Und Neuhäuser wickelt. Und wickelt. Es ist etwas passiert, aber jetzt passiert erst einmal fast nichts mehr, Neuhäuser wickelt ein Band auf und spricht dazu einen typischen Jelinek-Text: eine Suada, die vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt beziehungsweise vom Ressentiment auf die Wut und von der Wut auf den Hass. Fast zwanzig Minuten dauert dieser Motzmonolog, ein endloses Reinsteigern in die eigene Übermenschlichkeit, getragen von Selbstüberschätzung bei gleichzeitigen Minderwertigkeitskomplexen: "Wir wollen Veränderung für dieses Land … Nationales Interesse, ohne nationalistisch zu sein, das dürfen wir nicht ...", Motzmotzmotz, ewig so weiter.
Regie: Philippe Quesne / Meg Stuart / Antonia Baehr & Valérie Castan / Eisa Jocson / Vi
Regie: Annette Pullen / Dedi Baron
Regie: Jette Steckel
Regie: Antú Romero Nunes
Regie: Gisèle Vienne
Regie: John Adams / Lucinda Childs
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