Die Gespenster des Konsumismus - Kampnagel Hamburg
Denkmal der Konsumgesellschaft
Mittagsstunde - Thalia Theater Hamburg
Das Leben hinterm Rücken
von Katrin Ullmann
Hamburg, 12. Juni 2021. Grinsend kaut sie die saure Schlange zu Ende, dann erst singt sie los. Singt von den weißen Wolken und den Träumen, vom Abendwind, von Tränen und natürlich von der Liebe. Wie ein Kind steht sie da. Die papierne Schnuckertüte in der einen Hand, das Mikro in der anderen. Ihre selbst gemalten Wimpern enden als dicke Striche überm Augenlid, im wuscheligen Haar hängt eine verrutschte Tüllschleife. Breitbeinig und barfuß steht sie da und singt – nichts ahnend von der Welt – einen Schlager nach dem anderen. Die ganze Bühne gehört ihr. Sie, das ist Marret Feddersen, das ist der "Stern von Brinkebüll". Großartig spielt Cathérine Seifert diese eigenwillige Frau aus Dörte Hansens Zeitenwenderoman Mittagsstunde, den Anna-Sophie Mahler für die Bühne adaptiert und am Thalia Theater inszeniert hat.
Pippi Langstrumpf - Thalia Theater Hamburg
"Ich hab so Bock!"
von Stefan Forth
Hamburg, 6. Juni 2021. Partymacher*innen haben gerade keinen besonders guten Ruf. Regisseurin Jette Steckel lässt sich davon nicht abschrecken. Am Hamburger Thalia Theater veranstaltet sie mit "Pippi Langstrumpf" nach Astrid Lindgren einen großen, knalligen Kindergeburtstag für Erwachsene – und den ganzen Rest der Familie. Ein Fest der Fantasie, mit dem ein spielwütiges Ensemble die Bühne als einen Ort zurückerobert, an dem die Welt anders denkbar sein darf als auf den pandemiegeplagten Straßen und Plätzen um sie herum.
Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen! - Deutsches Schauspielhaus Hamburg
"Die Luft ist bald raus"
von Falk Schreiber
Hamburg, 6. Juni 2021. Toxische Gesellschaftsverhältnisse verortete Elfriede Jelinek immer schon vorzugsweise auf der Skihütte. Ob im Roman "Die Kinder der Toten" oder im Drama "Schnee Weiss", immer brechen sich in Pistennähe binnen kürzester Zeit Sport, Alkohol, Sexismus, Faschismus und Bumstechno Bahn. Mittlerweile jedoch scheint dieser Blick auf die alpenländische Sportkultur von der Realität überholt worden zu sein. Im Frühjahr 2020 jedenfalls entwickelte sich der Tiroler Skiort Ischgl zum Nukleus der Corona-Pandemie in Europa, genauer: ein Schuppen mit dem sprechenden Namen "Kitzloch", in dem auch dann noch ohne Sinn und Verstand gefeiert wurde, als die Notaufnahmen längst überliefen. Ein gefundenes Fressen für Jelinek.
Regie: Christoph Marthaler
Regie: Frank Castorf / Kent Nagano
Regie: Christopher Rüping
Regie: Marlene Monteiro Freitas
Regie: Marie Bues, Niko Eleftheriadis, Marie Ulbricht, Annatina Huwiler und Luise Heide
Regie: Antú Romero Nunes
Regie: Yael Ronen
Regie: Dušan David Pařízek
Regie: David Ndjavera und Gernot Grünewald
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