Titus Andronicus - In Bern deutet Mizgin Bilmen Shakespeares Splatter-Tragödie als Abgesang aufs Heute
Ronald McDonalds Rache
von Maximilian Pahl
Bern, 22. Februar 2019. Ach, wie schön ist Rom! Da lässt es sich verkriechen. Also im Schriftzug "ROM": Jürg Wisbach räkelt sich als Tribun auf dem M, am O steht der baldige Kaiser Stéphane Maeder und im oberen Bogen des R findet als mörderisch glamouröser Gotensohn David Brückner gerade so Platz. Neben die drei roten Lettern hat Cleo Niemeyer einen Holzsarg auf die Berner Bühne gestellt und das war's: Beverly Hills liegt am Tiber und die Welt, als Schauplatz nur noch nominell vorhanden, die liegt sowieso im Argen. Shakespeares Splatter-Stück "Titus Andronicus" biete sich da an als "Stück unserer Zeit", erzähle es doch vom "Endstadium" einer Demokratie, steht im Programmheft zu Mizgin Bilmens Inszenierung geschrieben.
Die Toten – Christian Krachts Romanstoff von Claudia Meyer am Konzert Theater Bern aufwändig uraufgeführt
Krieg mit anderen Mitteln
von Maximilian Pahl
Bern, 21. Dezember 2017. So kann man einen Roman auch inszenieren: als Spiegelung aller seiner Elemente und Themen an der eigenen Achse. Genau wie Emil Nägeli, der Schweizer Regisseur und Protagonist in Christian Krachts "Die Toten", reiste die Schweizer Regisseurin Claudia Meyer nach Japan, um zu filmen. Nägeli tat es in den 1930er Jahren im Auftrag des UFA-Chefs Alfred Hugenberg, der ihn inmitten des kulturtechnischen Umbruches durch Farb- und Tonfilm mit dem japanischen Offizer Masahiko Amakasu zusammenspannte, um ästhetisch gegen Hollywood anzutreten.
Regie: Marie Bues
Regie: Volker Hesse
Regie: Alexander Devriendt
Regie: Ene-Liis Semper, Tiit Ojasoo
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