Der große Gatsby - Bei Matthias Fontheim bleibt von Fitzgeralds schillerndem Roman nur das nüchterne Grundgerüst
Die Liebe im Reiche der iPhones
von Dorothea Marcus
Bonn, 2. Dezember 2011. Gleich drei Theaterfassungen von Fitzgeralds Roman "The Great Gatsby" kommen in dieser Theatersaison auf deutsche Bühnen. Während Christopher Rüping in Frankfurt alle Protagonisten von vier Männern spielen ließ und den Roman allegorisch verdichtet und die Version am Deutschen Schauspielhaus Hamburg noch aussteht, kommt in der Bonner Halle Beuel in der Inszenierung von Matthias Fontheim ein schlichtes, kurzes Kammerspiel, ja geradezu ein well-made Play auf die Bühne.
Alles - Und keinen Deut weniger geben Showcase Beat Le Mot am HAU
In der Alchemistenstube
von Christian Rakow
Berlin, 30. November 2011. Wie gern, und doch wie selten, sagen wir von Künstlern: Diese hier definieren ihren eigenen Kosmos. Sie haben uns heran gewunken und die Tür hinter uns geschlossen und nicht eher wieder geöffnet, bis wir verzaubert waren. Showcase Beat Le Mot sind von diesem Schlage. Man könnte wohl grübelnd vor ihren so wunderlichen Experimentaltheaterfantasien verharren, vor der Heimwerkerromantik, den kryptischen Parabeln und dem fröhlichen Dilettantismus der Show, mal getanzter, mal eingesungener Art. Aber man durchreitet das alles eher, fast wie in Trance.
Merlin oder Das wüste Land - Christian Stückl erzählt mit Tankred Dorst am Zürcher Schauspielhaus ein Märchen aus uralten Zeiten
Wer hat die Kokosnuss geklaut?
von Michael Laages
Zürich, 26. November 2011. Oberammergau, so ist in jüngerer Zeit ja häufig zu hören, sei mittlerweile nicht nur in passions- und erlösungstechnischer Hinsicht eine lohnende Adresse, sondern auch theatralisch ein Ort neuer Wege. Und das sei vor allem das Werk des Regisseurs Christian Stückl, der außerdem seit Jahren auch den immergrünen Salzburger "Jedermann" allsommerlich vor dem Dom der Festspielstadt mit frischem Feuer ausgestattet hat und überdies (und vor allem) Hausherr ist im sehr solide, ja nachgerade innovatorisch beleumundeten Volkstheater in München. Nun hat Barbara Frey, führende Frauenbeauftragte im deutschsprachigen Theaterraum und als Intendantin am Züricher Schauspielhaus gerade mit Fremdarbeit am Wiener Burgtheater befasst (siehe Nachtkritik vom 24. November), den Mann aus München zu einer Gastarbeit in den "Schiffbau" des Züricher Theaters eingeladen, wie sie männlicher kaum ausfallen könnte.
Regie: Christoph Marthaler
Regie: Sebastian Wirnitzer
Regie: Christoph Schroth
Regie: Anne Lenk
Regie: Nora Mansmann
Regie: Herbert Fritsch
Regie: Dimiter Gotscheff
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