Die Hundsprozesse - Das Theaterkollektiv Signa hält in der alten Kölner Zulassungsstelle Prozesse nach Franz Kafka ab
Gehorsam durch Ermattung
von Dina Netz
Köln, 19. April 2011. Die ehemalige Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle in der Kölner Herkulesstraße ist schon für sich genommen ein kafkaesker Ort: 70 leere Büroräume mit fleckigen Teppichen, zwischen Gleisdreieck und Autobahnzubringer gelegen. Mit seinem sicheren Gespür für Settings hat sich das Performer-Kollektiv Signa die Tristesse dieses Ortes zunutze gemacht für seine neue Produktion "Die Hundsprozesse" nach dem "Prozess" von Franz Kafka: Die Herkulesstraße 42 ist in ein Gericht umgewandelt, die Zuschauer werden beim Betreten des Gebäudes zu Angeklagten.
Professor Bernhardi – Dieter Giesing zeigt am Wiener Burgtheater die Aktualität Arthur Schnitzlers
Im Visier der Rufmörder
von Thomas Askan Vierich
Wien, 16. April 2011. Alles scheint zunächst schräg: Die Bühne fällt nach links ab, die Leuchtstoffröhre hängt schief darüber, sogar das Programmheft wurde trapezförmig zugeschnitten. Doch dann erweist sich die Inszenierung Dieter Giesings zunächst als enttäuschend lustlos. Die Schauspieler sprechen ihre Texte im Ausfallschritt. Das sieht sehr ungelenk aus. Oder liegt es einfach daran, dass sie sich auf der abfallenden Bühne Halt verschaffen müssen?
Mjunik Disco - Stefan Pucher feiert in den Münchner Kammerspielen mit Texten von Rainald Goetz, Thomas Meinecke und Andreas Neumeister
You've Got The Mjusic In You
von Willibald Spatz
München, 16. April 2011. Es geht immer noch um die Standortbestimmung in den Kammerspielen. Das Theater ist bemüht, den maximalen Bezug zu dem Ort herzustellen, an dem es spielt: München. Einen Tag zuvor gab es die Uraufführung des München-Texts Alpsegen von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel, die ganze erste Spielzeit von Johan Simons hindurch zieht sich eine szenische Lesung von Lion Feuchtwangers München-Roman "Erfolg", und nun gibt es "Mjunik Disco".
Alpsegen (UA) - Sebastian Nübling bringt das neue Werk von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel zur Uraufführung
Ihr Geisterlein kommet
von Petra Hallmayer
München, 15. April 2011. "Jesus! Jesus!", stößt eine Frau hyperventilierend hervor. Mit gefalteten Händen rutschen unheimliche Gestalten auf den Knien herein, robben sich voran und stürzen sich den Bühnenrand hinunter, eine Horde katholischer Lemminge. Dunkel bläst die Tuba und hell klingeln die Kuhglocken zur Einstimmung in Sebastian Nüblings Uraufführung des jüngsten Stückes von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel.
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