Presseschau vom 1. Juli 2013 - Gerhard Stadelmaier liest die Uraufführungspläne der kommenden Saison
Beabeiteritis und Projekteritis
1. Juli 2013. Gerhard Stadelmaier hat für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (1.7.2013) mal wieder, wie er es jeden Sommer zu tun pflegt, in die Spielpläne der Theater geblickt und dabei insbesondere sein Augenmerk auf die Uraufführungen der kommenden Saison gelegt. Er hat bedenkliche Tendenzen ausgemacht: "Es herrscht offensichtlich hektischer Betrieb tagespolitischer Wilderei in Problemzonen, in denen jeder, der will und gerade greifbar ist (ob Polizist, Nutte, Richter, Demenzkranker oder NSU-Betroffener) vom Theater ge- und verbraucht wird, das jedwede Sein- und Schein-Schranke niederreißt und dem Laien gern Tür und Tor öffnet – außer dass bei solchen Projekten selbstverständlich die Regisseure auf ihren Profi-Lohn pochen. Das Theater magert ab. Es wird zur Dokumentarstation. Und treibt sich das Spiel aus."
Presseschau vom 27. Juni 2013 - Die FAZ über Robert Alföldis Abschied vom ungarischen Nationaltheater Budapest
Mephistos Schatten
Budapest / Frankfurt, 27. Juni 2013. Schon länger hatte Robert Alföldi, scheidender Intendant des ungarischen Nationaltheaters in Budapest, geplant, Klaus Manns "Mephisto"-Roman auf die Bühne zu bringen. Jetzt, zum erzwungenen Ende seiner Intendanz, wirkt die Inzenierung wie ein Fanal, schreibt die Schauspielerin Bettina Hoppe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "In Interviews hat er zurückgewiesen, in seiner Regie irgendeine Ähnlichkeit beabsichtigt zu haben zwischen Hendrik Höfgen und dem neuen Intendanten Attila Vidnyánszky. Die Zuschauer sehen sie natürlich trotzdem."
Presseschau vom 16. Juni 2013 - Die Mitteldeutsche Zeitung nennt Gründe für die desaströse Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt
"Woher rührt all das Seltsame in diesem Land?"
16. Juni 2013. Auf dem Online-Portal der Mitteldeutschen Zeitung (14.6.2013, 20:36 Uhr) betrachtet Christian Eger die Kulturpolitik von Sachsen-Anhalt mit einigem Entsetzen.
Presseschau vom 16. Juni 2013 - Die Berliner Zeitung zieht eine kleine Bilanz der Autorentheatertage am Deutschen Theater
"Ist nicht eh alles wurscht?"
16. Juni 2013. In der Berliner Zeitung (14.6.2013) wirft Dirk Pilz noch einmal einen Blick auf das weiblich dominierte Programm der Autorentheatertage am Deutschen Theater: Dass zehn von insgesamt 15 deutschsprachigen Inszenierungen Stücken von Frauen gegolten hätten, habe das DT zu der "interessanten Feststellung veranlasst", dass die Frauen "langsam aber sicher die führende Rolle in der Gegenwartsdramatik" übernähmen. Pilz: " Das begrüßen wir, denn viel zu lange wurde das Publikum mit Stücken bräsiger und überschätzter Männer gequält."
Presseschau vom 18. Juni 2013 - Profil, taz und Standard bilanzieren Luc Bondys Intendanz bei den Wiener Festwochen
Prügelt sich auf dem Rang eine Dame mit einem Herrn
14. Juni 2013. Zwei Artikel in zwei verschiedenen Publikationen beschäftigten sich in der abgelaufenen Woche mit den Wiener Festwochen. Für das österreichische Nachrichtenmagazin Profil (10.6.2013) hat Karin Cerny ein langes Gespräch mit der in Wien stark angefeindeten, scheidenden Schauspieldirektorin der Festwochen Stefanie Carp geführt. In der taz (14.6.2013) winkt Uwe Mattheiß dem ebenfalls scheidenden Festwochen-Intendanten Luc Bondy ein BaBa hinterher.
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